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Valyra: Zeiss-Jagdoptik gehört jetzt dem Fonds Palero

Дата публикации: 01-10-2026 11:04:00

Die Sparte für Ferngläser, Zielfernrohre und Wildkameras startet mit Hauptsitz im Ostalbkreis. Die bisherigen Beschäftigten sind laut Zeiss mitgewechselt.

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Stand: 01.10.2026, 13:05 Uhr

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Ferngläser, Zielfernrohre und Wildkameras von Zeiss für Jäger und Vogelbeobachter kommen seit dem 1. Oktober 2026 von einer neuen Firma: der Valyra GmbH.

Ferngläser, Zielfernrohre und Wildkameras von Zeiss für Jäger und Vogelbeobachter kommen seit dem 1. Oktober 2026 von einer neuen Firma: der Valyra GmbH. © Zeiss

Die Sparte für Ferngläser, Zielfernrohre und Wildkameras startet mit Hauptsitz im Ostalbkreis. Die bisherigen Beschäftigten sind laut Zeiss mitgewechselt.

Aalen. Ferngläser, Zielfernrohre und Wildkameras von Zeiss für Jäger und Vogelbeobachter kommen seit dem 1. Oktober 2026 von einer neuen Firma: der Valyra GmbH mit Sitz in der Flözstraße 18 in Aalen. Eigentümer ist der Münchner Investmentfonds Palero. Der Name Zeiss bleibt auf den Geräten, denn der Konzern aus Oberkochen vergibt seine Marke langfristig als Lizenz.

Damit ist vollzogen, was Zeiss und Palero am 24. Februar 2026 vereinbart und zwei Tage später öffentlich gemacht hatten. Valyra ist nach eigenen Angaben ein rechtlich eigenständiges Unternehmen mit Vertriebs- und Servicegesellschaften weltweit. Es entwickelt, fertigt und vertreibt Ferngläser, Spektive, Zielfernrohre, Wärmebild- und Wildkameras sowie digitale Anwendungen unter der Marke Zeiss.

Belegschaft wechselt mit

Die Mannschaft bleibt zusammen: Laut Zeiss sind das Führungsteam und die bisherigen Beschäftigten der Sparte in das neue Unternehmen gewechselt. Im Februar hatte der Konzern angekündigt, dass auch die Standorte in Deutschland und im Ausland mitgehen.

Am neuen Hauptsitz in Aalen und an den Vertriebs- und Servicestandorten im Ausland ist für den Start neue Infrastruktur entstanden. Zusätzliche Stellen gibt es in Produktmanagement, Marketing, IT und Verwaltung. Damit verfüge Valyra über eine „schlagkräftige Organisation“ für seine Wachstumsziele, so Zeiss.

Zeiss Jagdoptik

Die Sparte Hunting & Nature gehörte zum Geschäftsbereich Zeiss Photonics & Optics. Sie bot Ferngläser, Spektive, Zielfernrohre, Wärmebild- und Wildkameras sowie digitale Anwendungen für Jagd, Naturbeobachtung und Birding an. Zeiss verweist hierbei auf über 150 Jahre Erfahrung im Markt für Jagd- und Naturbeobachtung.

Operativ war die Sparte primär unter dem Dach der Carl Zeiss Sports Optics GmbH in Wetzlar angesiedelt. Diese ging historisch aus den Wetzlarer Optikwerken Hensoldt hervor, an denen Carl Zeiss Jena im Jahr 1928 die Aktienmehrheit übernahm. Service, Logistik und Qualitätsmanagement saßen schwerpunktmäßig in Wetzlar, während weitere zentrale Funktionen – wie das Geschäft mit den digitalen Wildkameras in Köln sowie Management, Marketing und Kundenservice in Oberkochen und Aalen – beheimatet waren.

Kurze Wege zwischen Entwicklung und Vertrieb

Valyra will schneller entscheiden und enger mit Händlern zusammenarbeiten. Die Nähe zwischen Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb solle helfen, neue Ideen schneller in marktreife Produkte zu bringen, teilte das Unternehmen den Händlern mit. Dafür investiere es in moderne Systeme, Prozesse und Services.

Chef ist Stefan Hämmerle, bisher Leiter der Zeiss-Sparte. „Mit Valyra verbinden wir das Beste aus zwei Welten: die Tradition, Qualität und Glaubwürdigkeit der Marke ZEISS mit der Agilität und Geschwindigkeit eines eigenständigen Unternehmens“, sagt er. Zu den Neuheiten 2026 zählt er das Spektiv Conquest Apia 65, das für die USA entwickelte Zielfernrohr V3 und digitale Angebote.

„Wir stehen erst am Anfang“

„In den kommenden Wochen und Monaten“ will Valyra weitere Innovationen auf den Markt bringen, kündigt Hämmerle an. Für 2027 verspricht er Neues in allen vier Produktkategorien: analoge Optiken für Premium- und Mittelklasse, Wildkameras und digitale Lösungen.

„Wir stehen erst am Anfang“, sagt Hämmerle. „Wir haben großartige Teams, spannende Ideen und eine starke Innovationspipeline.“ Zu Kaufpreis und Umsatz machen die Beteiligten keine Angaben, sie hatten im Februar Vertraulichkeit vereinbart.

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