Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Frau (28) in sibirischem Irkutsk starb wohl an gefährlicher Lungenpest

Дата публикации: 05-10-2026 04:16:00

Eine Forscherin aus Russland stirbt mutmaßlich nach einem Unfall mit Pest-Bakterien. Fast 200 Menschen stehen unter Beobachtung. Welche Formen der Pest es gibt und warum die in diesem Fall vermutete Lungenpest besonders gefährlich ist.

Основное содержимое страницы с новостью.

Eine Forscherin aus Russland stirbt mutmaßlich nach einem Unfall mit Pest-Bakterien. Fast 200 Menschen stehen unter Beobachtung. Welche Formen der Pest es gibt und warum die in diesem Fall vermutete Lungenpest besonders gefährlich ist.

In der russischen Region Irkutsk in Sibirien ist eine 28-jährige Mitarbeiterin eines Anti-Pest-Instituts an einer schweren Infektion gestorben. Sie soll bei Laborarbeiten versehentlich ein Reagenzfläschchen mit lebenden Pest-Bakterien zerstört haben. Kurz darauf klagte sie über Symptome, wurde wegen einer schweren Lungenentzündung künstlich beatmet – und starb. Neben dem Laborszenario wird auch eine Reise der Frau in die Region Transbaikalien untersucht, die als natürlicher Pestherd gilt.

Doch die offizielle Darstellung ist widersprüchlich: Der staatliche Epidemiologe Gennadi Onischtschenko erklärte über die Nachrichtenagentur Tass, es sei „unwahrscheinlich, dass es sich um die Pest handelt“. Die Maßnahmen der Behörden sprechen allerdings eine andere Sprache: Das Krankenhaus in Schelechow steht unter Quarantäne, 197 Kontaktpersonen wurden isoliert und medizinisch überwacht, öffentliche Veranstaltungen abgesagt. Die Leiterin der russischen Gesundheitsschutzbehörde reiste persönlich nach Irkutsk, um einen Notfallplan zu beschließen. Zudem leiteten die Behörden strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts auf tödliche Verstöße gegen Sicherheitsvorschriften ein.

Frau ist vermutlich an Lungenpest gestorben

Unbestätigten Berichten zufolge handelt es sich bei dem aktuellen Fall um die Lungenpest – die gefährlichste Form der Erkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterscheidet drei klinische Hauptformen der Pest:

ANZEIGE

ANZEIGE

  • Beulenpest
  • Lungenpest
  • Pestsepsis

In seltenen Fällen befällt der Erreger auch die Hirnhäute.

Die Pest hat weltweit mehr als 100 Millionen Opfer gefordert

Die Pest ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) gehört sie zu den bedeutendsten Seuchen der Menschheitsgeschichte. Seit dem 6. Jahrhundert hat sie weltweit mehr als 100 Millionen Todesopfer gefordert. Im 14. Jahrhundert wütete die Pest als sogenannter „Schwarzer Tod“ in Europa und tötete dort laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 50 Millionen Menschen.

Die Pest ist heute selten, aber nicht ausgerottet. Als Tierkrankheit kommt sie laut der WHO auf allen Kontinenten außer Ozeanien vor. Der Erreger zirkuliert in der Natur vor allem unter Nagetieren wie Ratten, Murmeltieren und Erdhörnchen – übertragen wird er durch ihre Flöhe, die beim Biss auch Menschen infizieren können.

Die meisten Pestfälle wurden laut WHO zwischen 2019 und 2025 aus Afrika gemeldet, insbesondere aus der Demokratischen Republik Kongo und Madagaskar. Darüber hinaus treten Fälle in Asien (China, Mongolei), Amerika (USA-Südwesten, Peru) und eben in Russland auf: Auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion existieren über 40 natürliche Pestherde – also das Zusammenspiel aus Erreger, Nagetier-Reservoir und Floh-Überträger. Vor allem in Sibirien und den an die Mongolei grenzenden Gebieten. Genau deshalb unterhält Russland seit der Zarenzeit ein eigenes Netzwerk von Anti-Pest-Instituten. An einem solchen Institut in der Region Irkutsk arbeitete die nun verstorbene Forscherin.

In Deutschland und Westeuropa tritt die Pest seit Langem nicht mehr auf.

Lungenpest – die gefährlichste Form

Die Lungenpest ist die Form, die im aktuellen Fall aus Irkutsk vermutet wird – und sie ist laut der WHO die ansteckendste Form der Pest.

Sie kann auf zwei Wegen entstehen:

  • Direkt (primäre Lungenpest): Der Erreger wird eingeatmet – etwa durch Tröpfchen beim Husten einer erkrankten Person oder, wie im vorliegenden Fall vermutet, bei einem Laborunfall.
  • Als Komplikation (sekundäre Lungenpest): Eine unbehandelte Beulenpest breitet sich auf die Lunge aus. Das geschieht laut RKI typischerweise etwa fünf bis sechs Tage nach der Ersterkrankung.

Die Lungenpest kann direkt von Mensch zu Mensch übertragen werden – durch Tröpfcheninfektion beim Husten oder Niesen im engen Kontakt. Lungenpest ist laut WHO besonders ansteckend und kann schwere Epidemien auslösen, weshalb sie auch als gefährlichste Variante gilt. Einige Gründe:

  • Die Inkubationszeit kann extrem kurz sein – teils nur 24 Stunden.
  • Die Krankheit schreitet rasend schnell voran. Ohne Behandlung kann die Lungenpest innerhalb von 18 bis 24 Stunden zum Tod führen.
  • Ohne Behandlung ist eine Lungenpest immer tödlich. Wird sie jedoch rechtzeitig erkannt und innerhalb von 24 Stunden nach Symptombeginn behandelt, sind die Überlebenschancen gut.

Die Symptome ähneln zunächst einer schweren Lungenentzündung: Atemnot, starker Husten – häufig mit blutigem Auswurf --, Brustschmerzen und rasch einsetzendes Organversagen. Russische Medien hatten berichtet, dass die später verstorbene Frau mit einer Krankheit mit Symptomen einer Lungenentzündung zu kämpfen hatte.

Die Lungenpest hat unbehandelt eine Sterblichkeit von nahezu 100 Prozent. Selbst bei Behandlung stirbt immer noch nahezu jeder fünfte Infizierte.

Beulenpest – die häufigste Form

Die Beulenpest ist die Form, die den meisten Menschen aus Geschichtsbüchern bekannt ist. Sie entsteht in der Regel durch den Biss eines infizierten Flohs.

Der Erreger wandert nach dem Biss über die Lymphbahnen zum nächsten Lymphknoten. Dort vermehrt er sich und löst eine massive Schwellung aus – die sogenannte Beule (medizinisch: Bubo). Diese namensgebenden Beulen treten meist in der Leiste, unter den Achseln oder am Hals auf, können hühnereigroß werden und sind extrem schmerzhaft. Im fortgeschrittenen Stadium können sie laut WHO aufbrechen und sich zu offenen, eitergefüllten Wunden entwickeln. Eine direkte Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist selten, aber möglich – etwa durch Kontakt mit Eiter oder Sekret aus aufgeplatzten Pestbeulen über offene Wunden oder Schleimhäute.

Dazu kommen plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und ein schweres Krankheitsgefühl. Ohne Behandlung stirbt etwa jeder zweite bis dritte Erkrankte, die WHO gibt eine Sterblichkeitsrate von 30 bis 60 Prozent an. Mit rechtzeitiger Antibiotikagabe überleben hingegen rund 90 Prozent. Das Tückische: Wird die Beulenpest nicht behandelt, kann sie sich zu einer der beiden noch gefährlicheren Formen weiterentwickeln – der Lungenpest oder der Pestsepsis.

Pestsepsis – Blutvergiftung durch Pest-Bakterien

Bei der Pestsepsis vermehrt sich Yersinia pestis massenhaft im Blutkreislauf. Das kann aus einer Beulenpest oder Lungenpest heraus passieren, in seltenen Fällen aber auch direkt nach einem Flohbiss.

Die Folgen sind laut der WHO dramatisch: Es kommt zu Blutungen unter der Haut, bläulichen Verfärbungen an den Fingern und Zehen, dem Absterben von Gewebe und schließlich zu Multiorganversagen. Ohne Behandlung endet diese Form immer tödlich.

Die dunklen Hautverfärbungen bei der Pestsepsis gaben der Seuche mutmaßlich ihren historischen Beinamen: „Der Schwarze Tod“.

Allerdings kommt es auf jede Stunde an, besonders bei der Lungenpest. Laut RKI muss sofort die Behandlung beim ersten Verdacht beginnen – ohne auf die Laborbestätigung zu warten. Die Behandlung dauert in der Regel 10 bis 14 Tage.

Erkrankte Personen werden außerdem strikt isoliert. Das medizinische Personal muss vollständige Schutzausrüstung tragen – einschließlich FFP3-Atemschutzmasken. Auch der Patient selbst sollte nach Möglichkeit einen Mundschutz tragen.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Mutmaßliche Lungenpest in russischem Labor: Arzt hält „größere Ausbreitung für unwahrscheinlich“07.2809-10-2026
2Bis zu 200 Menschen in Quarantäne: Frau soll nach Unfall in russischem Labor an Pest gestorben sein010.4203-10-2026
3Verdacht auf Lungenpest: Intransparenz russischer Behörden nährt Spekulationen011.8806-10-2026
4Смерть от чумы в легочной форме зафиксировали в России05.0802-10-2026
5Has plague returned to Siberia? Panic in Russia after death of lab worker08.404-10-2026
6Russia reports a worker at a Siberian plague institute got pneumonia from an unknown cause and died07.0705-10-2026
7Suspected Plague Death Sparks Quarantine Across Russia's Irkutsk Region08.3805-10-2026
8Soupçon de peste en Russie : décès d’une laborantine, mesures sanitaires, aide américaine… Ce que l’on sait07.5606-10-2026
9Женщина с подозрением на легочную чуму погибла в Иркутской области09.7702-10-2026
10Fieber und Gliederschmerzen sind mögliche Malaria-Symptome015.7917-09-2026

Классификация: Сибирь. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 15.62. Источник: rss.focus.de.