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Diese Vorboten für einen Herzinfarkt kündigen sich Wochen vorher an

Дата публикации: 27-08-2026 16:30:00

Ein akutes Herz-Kreislauf-Ereignis kündigt sich meistens schon vorher an. Das Wissen um mögliche Vorboten kann Leben retten.

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Ein akutes Herz-Kreislauf-Ereignis wie ein Herzinfarkt kann sich schon Tage und Wochen im Voraus ankündigen. Das Wissen um mögliche Vorboten kann Leben retten.

  • Im Video: Herzinfarkt vermeiden: 9 Lebensmittel sollten Sie von Ihrem Speiseplan streichen

Plötzlich schmerzt es in der Mitte des Brustkorbs, es drückt wie verrückt und strahlt auch in Schultern und Hals aus. Wer betroffen ist, hat ein „enormes Krankheitsgefühl, als wenn er untergeht“, sagt Kardiologe Thomas Meinertz im Podcast der Deutschen Herzstiftung über das Gefühl, das auch als „Vernichtungsschmerz“ bezeichnet wird. 

Kalter Schweiß bricht aus, Übelkeit tritt auf. Frauen hingegen haben Schmerzen im Bauch und Atemnot; bei ihnen sind die Anzeichen untypischer. Trotzdem deuten sie auf dasselbe hin: einen akuten Herzinfarkt. 

Warnsignale für Herzinfarkt oft zu spät erkannt

Laut dem aktualisierten Deutschen Herzbericht der Deutschen Herzstiftung starben 2023 (neuester Stand) knapp 44.000 Menschen in Deutschland daran – „ein Großteil darunter außerhalb von Kliniken, auch weil Warnzeichen nicht oder zu spät erkannt wurden und so eine Notfallversorgung zu spät oder gar nicht erfolgen konnte“, berichtet Thomas Voigtländer, Kardiologe und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung in einer Pressemitteilung. Das treffe auch auf weitere Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzstillstand und Schlaganfall zu.

Wichtige Warnzeichen für Herzinfarkt kündigen sich meist vorher an

Dabei würden sich die Anzeichen für einen Herzinfarkt bereits Tage und Wochen vor dem lebensgefährlichen Ereignis bemerkbar machen. „Die Kenntnis der Warnzeichen und der Risikofaktoren, die dazu führen, kann entscheidend zum Überleben der Patienten beitragen und gravierende Folgeschäden minimieren“, sagt Voigtländer.

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Zu den Warnzeichen gehören:

  1. plötzlich einsetzende starke Schmerzen im Brustkorb oder konkret ausschließlich hinter dem Brustbein, die länger als fünf Minuten in Ruhe anhalten
  2. Schmerzen, die in Körperteile wie Arme (meist links), Oberbauch, Rücken, Hals, Kiefer oder Schulterblätter ausstrahlen
  3. massives Engegefühl, heftiger Druck oder sehr starkes Einschnürungsgefühl im Brustkorb („Elefant auf der Brust“)
  4. heftiges Brennen im Brustkorb (die Herzstiftung warnt allerdings vor Verwechslungsgefahr mit Sodbrennen)
  5. viele Frauen verspüren eher ein Engegefühl und der Brustschmerz strahlt vorrangig in den Rücken und Oberbauch aus

Wenn Sie bei sich oder anderen diese Symptome erleben, sollten Sie umgehend die 112 rufen.

Risikofaktoren für Herzinfarkt

Diese können durch folgende Risikofaktoren hervorgerufen werden:

  1. hoher LDL-Cholesterinspiegel (das „schlechte“ Cholesterin)
  2. unerkannter und unbehandelter Bluthochdruck
  3. Übergewicht
  4. Alkohol
  5. Rauchen
  6. Stress
  7. unausgewogene Ernährung
  8. wenig Bewegung
Das können Betroffene und Angehörige bei einem Herzinfarkt tun

Dieses Wissen könne im Zweifel Leben retten, so der Vorstandsvorsitzende. Doch was können Betroffene und Angehörige tun, wenn es zu Hause dennoch zu einem akuten Herz-Kreislauf-Ereignis wie einem Herzinfarkt kommt?

„Ganz klar: Im Zweifelsfall immer 112 rufen“, sagt Meinertz. „Es ist nicht so schlimm, wenn sich dann herausstellt in der Klinik: Es war gar kein Infarkt oder der Schmerz kommt nicht einmal vom Herzen. Da schimpft niemand.“

Doch wenn Betroffene und Angehörige die Anzeichen zu Hause übersehen und abwarten, wie sich der medizinische Notfall entwickelt, könne das tödliche Folgen haben. „Die 50 Prozent Todesfälle bei den Infarkten kommen eben, weil man zu Hause zu lange gewartet hat“, sagt Meinertz. Die Hälfte aller tödlichen Herzinfarkte ereignet sich demnach, bevor die Betroffenen eine Klinik erreichen, da der Notruf zu spät gewählt wurde. Meist würden die Angehörigen drängen, der Betroffene wolle aber nicht ins Krankenhaus.

Angehörigen dürfen Unruhe nicht auf Patienten übertragen

Bis der Notarzt zu Hause eintreffe, sei das Wichtigste, keine Panik auf den Patienten auszüben. „Das Herz ist labil in dem Moment. Die Unruhe, die vielleicht unter den Angehörigen herrscht, darf man nicht auf den Patienten übertragen“, sagt Meinertz. Die Angehörigen sollten den Patienten nicht aus den Augen lassen, ihn am besten bequem hinlegen mit leicht erhöhtem Oberkörper. Manchmal helfe es, die Brust freizulegen und beruhigend auf den Betroffenen einzusprechen.

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