In Elon Musks Raumfahrtunternehmen gibt es ein Tauziehen zwischen kühner Vision und harter Mathematik. Für die Aktie steht nun ein wichtiger Test an.

Die Autorin: Astrid Dörner ist beim Handelsblatt Chefreporterin Märkte. Foto: REUTERS
Seit zwei Wochen ist SpaceX an der Börse. Und nach dem anfänglichen Höhenflug sind nun sowohl die Aktien als auch die Anleihen unter Druck geraten. Ab diesem Montag steht ein wichtiger Test bevor. Dann wird die Aktie in den Russel-1000-Index aufgenommen, der die 1000 börsennotierten Unternehmen in den USA mit der höchsten Marktkapitalisierung abbildet.
Eigentlich müssen neu gelistete Unternehmen deutlich länger warten, damit die erste Volatilität vorbei ist und sie erste Quartalszahlen veröffentlicht haben. Doch für SpaceX-Chef Elon Musk hat gleich eine Reihe von Anbietern Ausnahmen gemacht.
Am Freitag nach Börsenschluss in New York wurde SpaceX offiziell aufgenommen. Das treibt eine Aktie tendenziell an, weil passive Indexfonds bei einer Neugewichtung entsprechend Aktien nachkaufen müssen. Am 6. Juli wird der Raumfahrtkonzern dann in den Nasdaq 100 aufgenommen.
An den Märkten findet derzeit ein Tauziehen statt: Musks Magie und seine Vision für Mobilfunknetze und orbitale Datenzentren fesseln die Anleger auf der einen Seite. Harte Mathematik sowie die Sorge vor jahrelangen Verlusten und Rückschlägen stehen auf der anderen Seite.
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