Ein unachtsamer Moment beim Kofferpacken führte in Sevilla zum Verlust eines wertvollen Gemäldes. Ein Tourist nahm das Bild mit und erlebte dank künstlicher Intelligenz eine Überraschung.
Ein unachtsamer Moment beim Kofferpacken führte in Sevilla zum Verlust eines wertvollen Gemäldes. Ein Tourist nahm das Bild mit und erlebte dank künstlicher Intelligenz eine Überraschung.
Ein verloren geglaubtes Gemälde des spanischen Malers Joaquín Sorolla steht offenbar kurz vor der Rückkehr zu seinen Besitzern. Ein Tourist hatte das kleine Kunstwerk mitten in Sevilla auf dem Gehweg entdeckt und es arglos mitgenommen.
Der Finder Andrés stieß während eines Aufenthalts in Sevilla zufällig auf das abgelegte Bild. Wie die spanische Tageszeitung „ABC Sevilla“ berichtet, brachte er es ohne böse Absicht in seine Heimatstadt Murcia – rund 520 Kilometer von Sevilla entfernt.
Zu seinem Fund sagte der Mann schlicht: „Mir gefiel der Rahmen.“ Erst zu Hause identifizierte er das Bild mithilfe einer KI als echtes Werk von Sorolla. Nach der digitalen Analyse wurde dem Urlauber die Tragweite seines Fundes bewusst. Er rief erstaunt aus: „Aber dieses Gemälde ist gut!“. Laut „ABC Sevilla“ kontaktierte er daraufhin umgehend die Behörden und die betroffene Familie, um das Fundstück zurückzugeben.
Zuvor hatte eine Familie das Gemälde, das zwei Boote am Strand zeigt, beim Beladen ihres Autos versehentlich auf der Straße stehen gelassen. Nach dem Bemerken des Verlusts suchte die Familie mit Plakaten nach dem Erbstück und schaltete die Polizei ein.
Wie die spanische Zeitung „Diario de Sevilla“ berichtet, werteten die Ermittler Videokameras im Stadtzentrum aus. Die Polizei muss das Bild nun noch offiziell prüfen, um die Echtheit endgültig zu bestätigen.
Das kleinformatige Werk von Joaquín Sorolla könnte bei einer Auktion einen Preis von 30.000 bis 60.000 Euro erzielen. Wie das Online-Nachrichtenportal „Infobae“ berichtet, liegt noch keine offizielle Schätzung vor.
Es handelt sich wahrscheinlich um eine sogenannte „Nota de color“ (Farbnotiz), eine der kleinen, schnellen Studien, die Sorolla als Vorbereitung oder Übung zu Licht- und Landschaftseffekten anfertigte. Der Künstler hat das Bild signiert und mit einer persönlichen Widmung an die Familie versehen, die es als gestohlen meldete. Laut „Infobae“ befand sich seit Jahrzehnten im Familienbesitz.