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Mord in Köln-Kalk: Mutmaßlicher Auftragskiller gefasst

Дата публикации: 01-07-2026 15:47:00

Nach tödlichen Schüssen auf einen Kölner Bodybuilder ging nun ein Tatverdächtiger der niederländischen Polizei ins Netz. Die Kölner Staatsanwaltschaft beantragte seine Auslieferung.

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Nach tödlichen Schüssen auf einen Kölner Bodybuilder ging nun ein Tatverdächtiger der niederländischen Polizei ins Netz. Die Kölner Staatsanwaltschaft beantragte seine Auslieferung.

Der maskierte Auftragskiller, der vor wenigen Tagen in den Niederlanden als mutmaßlicher Mörder festgenommen wurde, lauerte an jenem 22. Oktober 2024 seinem Opfer vor einem Fitnessstudio im rechtsrheinischen Köln-Kalk auf. Es war kein Kunststück, die Zielperson zu finden. Davide K., 32, posierte in den sozialen Medien allzu gerne als Bodybuilder, zeigte seinen enormen Bizeps. Ein Macho durch und durch.

Die Drohungen aus dem Rockermilieu nahm der Hüne nicht ernst. So postete er an jenem Herbsttag auch seine neueste Trainingseinheit via Instagram. Das war sein Todesurteil. Der Killer wartete draußen auf den mutmaßlichen Geldeintreiber in der rechtsrheinischen Unterwelt. Mehrere Schüsse aus einer Kalashnikov trafen Davide K., als er die Sportstätte verließ. Vor den Augen seiner Mutter starb die Milieu-Größe mit Beziehungen in die Rockerszene.

Auslieferung des Tatverdächtigen nach Deutschland beantragt

Der Schütze konnte zunächst unerkannt auf seinem E-Scooter flüchten. Knapp zwei Jahre lang fahndete die Kölner Kripo nach dem mutmaßlichen Mörder. Dann gelang am 21. Juni die Festnahme im niederländischen Eindhoven. „Die Staatsanwaltschaft hat nun seine Auslieferung nach Deutschland beantragt“, berichtete Behördensprecher Ulrich Bremer FOCUS online.

Der 22-jährige Beschuldigte, der sowohl einen niederländischen Pass als auch die Staatsbürgerschaft von Bosnien-Herzegowina besitzt, befindet sich derzeit in Auslieferungshaft.

„Der Haftbefehl des Amtsgerichts Köln stützt sich auf den Vorwurf des Mordes“, so Bremer. Hintergrund des Attentats könnten demnach Geldforderungen im Rocker-Milieu sein. Es bestehe der Verdacht, dass der mutmaßliche Todesschütze von Hintermännern beauftragt worden sei, hieß es. „Vor seiner Flucht lebte der Mann in einer Wohnung in Bergisch Gladbach, weshalb nichts dafürspricht, dass er wegen der ihm vorgeworfenen Tat extra aus den Niederlanden eingereist ist“, erläuterte der Oberstaatsanwalt. In welcher Höhe ein Killerlohn bezahlt wurde, sei noch Gegenstand der Ermittlungen.

„Drei Eskalationsstufen“: Warnschüsse, Handgranate, Hinrichtung

Die viertgrößte Metropole der Republik kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. Erst kürzlich machte eine neue Anschlagsserie mit Schüssen auf Häuser und detonierten Sprengkörpern Schlagzeilen. Längst kupfern kriminelle Rockergangs die brachialen Methoden der niederländischen „Mocro-Mafia“ (Slangname für marokkanische Drogenbanden) ab.

Ähnlich wie in den Niederlanden geschah der Mord an Davide K. „in drei Eskalationsstufen“, berichtet ein mit dem Fall vertrauter Strafverfolger FOCUS online. Erst schlugen Warnschüsse an seinem Elternhaus ein. Nachdem K. die Hintermänner in einem Video verhöhnte, ließ man eine Handgranate unter seinem Auto hochgehen, zuletzt dann erfolgte die Hinrichtung vor dem Sportstudio.

Logistiker brachte Fahnder auf die Fährte des Mörders

Es wird wohl noch einige Zeit vergehen, ehe die niederländische Justiz über das Auslieferungsersuchen des mutmaßlichen Auftragsmörders entschieden hat. Auf die Spur des Gesuchten kamen die Ermittler gegen die Organisierte Kriminalität (OK) nach FOCUS-online-Informationen durch umfangreiche Nachforschungen. Dabei wurden zahlreiche Datenträger ausgewertet. Schließlich geriet man auf die Fährte des Logistikers, der dem Killer zuarbeitete. Über ihn konnte man den Todesschützen identifizieren und zur internationalen Fahndung ausschreiben.

Ferner soll laut „Bild“ ein Deutsch-Türke am Bosporus festgenommen worden sein. Laut Staatsanwaltschaft steht er unter anderem im Verdacht, den Auftragskiller angeheuert zu haben. „Von den türkischen Behörden haben wir aber bislang keine entsprechende Mitteilung über die Festnahme erhalten“, so Oberstaatsanwalt Bremer

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