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Viele Deutsche legen sich derzeit aus Angst ein GMX-Konto zu

Дата публикации: 22-05-2026 04:59:00

E-Mail-Postfächer von GMX sind momentan besonders gefragt bei deutschen Kunden. Den Grund dafür findet man in den USA.

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E-Mail-Postfächer von GMX sind momentan besonders gefragt bei deutschen Kunden. Den Grund dafür findet man in den USA.

Der deutsche E-Mail-Anbieter GMX aus Karlsruhe erlebt aktuell einen deutlichen Anstieg bei den Kundenzahlen. In der Bevölkerung scheint zunehmend die Angst umzugehen.

„Die Sorge der Menschen in Deutschland vor einem unberechtigten Zugriff der US-Behörden auf ihre persönlichen Daten unter der Regierung von Donald Trump sorgt derzeit für bei uns für einen starken Kundenzulauf – ähnlich wie im Jahr 2013, als die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden Schlagzeilen machten“, sagte GMX-Geschäftsführer Michael Hagenau.

US-Firmen müssen Nutzerdaten gewähren

Zum Hintergrund: Unter Donald Trump nutzen US-Behörden Gesetze wie den sogenannten CLOUD Act und FISA (Foreign Intelligence Surveillance Act), um weltweit auf Daten von US-Unternehmen zuzugreifen, selbst wenn sie in Europa gespeichert sind.

Die Deutschen sorgen sich um ihre persönlichen Daten wegen der Regierung von Donald Trump.

Die Deutschen sorgen sich um ihre persönlichen Daten wegen der Regierung von Donald Trump. IMAGO / MediaPunch
Deutsche E-Mail-Anbieter setzt verstärkt KI ein

Mitten in dieser Wachstumsphase integriert das deutsche Unternehmen, das 1997 gegründet wurde, ab sofort generative KI-Funktionen direkt in das Postfach. Künstliche Intelligenz ist bei GMX schon länger im Hintergrund aktiv – etwa bei der Postfach-Sortierung oder der Erkennung von Spam und Phishing. 

Mit den neuen Funktionen lassen sich nun etwa umfangreiche Newsletter, Verträge oder Reisebuchungen im Postfach zusammenfassen. Beim Verfassen von Nachrichten hilft der digitale Assistent beim Formulieren, Stil-Optimieren oder Übersetzen.

GMX nutzt keine Sprachmodelle von US-Anbietern

Man verwende dabei Open-Source-Modelle, die man selbst hosten könne, sagte Hagenau. „Wenn wir ein Sprachmodell von OpenAI oder von einem anderen US-Anbieter nutzen würden, müssten wir die Daten zu denen in die USA schicken. Das widerspricht aber fundamental unserem Datenschutzversprechen.“ 

Mit der Nutzung von quelloffenen KI-Sprachmodellen werde garantiert, dass die Nutzerdaten weder an externe KI-Plattformen abfließen noch für deren Trainingszwecke verwendet werden.

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