Ein Teenager aus der Schweiz bekommt wochenlang Amazon-Pakete, obwohl er nie etwas bestellt hat. Der Fall zeigt, wie die Brushing-Masche funktioniert.
Ein Teenager aus der Schweiz bekommt wochenlang Amazon-Pakete, obwohl er nie etwas bestellt hat. Der Fall zeigt, wie die Brushing-Masche funktioniert.
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Ein Jugendlicher aus der schweizer Stadt Biel hatte vor zwei Jahren ein Amazon-Konto angelegt, aber nie etwas bestellt und nach eigenen Angaben nicht einmal seine Adresse hinterlegt. Ende 2025 sperrte Amazon den Zugang zum Konto des 17-Jährigen wegen „verdächtiger Aktivitäten“, danach passierte monatelang nichts.
Anfang April 2026 jedoch traf bei der Familie plötzlich fast täglich ein Paket ein – gefüllt mit Dingen die niemand bestellt hatte, wie die Mutter dem SRF schildert. In den Paketen befanden sich Plastiküberschuhen für den Operationssaal, Ausmalbücher für Kinder oder ein einzelner Kugelschreiber.
Mehrere Versuche der Mutter, den Fall über den Kundenservice zu klären und das Konto löschen zu lassen, blieben zunächst erfolglos. Erst nachdem sich das Magazin „Espresso” des SRF eingeschaltet hatte, reagierte Amazon. Ein anderer Nutzer habe Bestellungen aufgegeben und dabei die Adresse des Teenagers verwendet, hieß es. Die Paketflut ist inzwischen gestoppt, das Konto gelöscht – wie der Fremde an die Adresse des 17‑Jährigen kam, bleibt unklar.
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Amazon hat dafür eine Info-Seite eingerichtet, auf der Betroffene nachlesen können, wie Sie vorgehen müssen. Dort finden Sie Hilfe, falls Sie von der sogenannten „Brushing”-Methode betroffen sind. Beim „Brushing” nutzen Händler echte Adressen, um unter Ihrem Namen Scheinbestellungen und positive Bewertungen zu erzeugen, wie der „United States Postal Inspection Service” erklärt.
Falls Sie solche Pakete in Deutschland erhalten, können Sie nach deutschem Recht verfahren. Laut der Verbraucherzentrale müssen Sie unbestellte Ware grundsätzlich nicht bezahlen und können sie behalten oder entsorgen. Den Händler oder die Plattform sollten Sie jedoch schriftlich informieren und Passwörter vorsorglich zu ändern, falls auch Ihr Konto betroffen sein könnte. Behalten Sie zudem vorsorglich Ihre Kreditkartenabrechnungen im Auge.
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