Alle 40 haben es geschafft. Das Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel feierte seine Abiturientinnen und Abiturienten – mit einer kleinen Sensation im Gepäck. Warum dieser Abend nicht nur für die Abiturienten ein besonderer war.
Blieskastel · Alle 40 haben es geschafft. Das Von-der-Leyen-Gymnasium in Blieskastel feierte seine Abiturientinnen und Abiturienten – mit einer kleinen Sensation im Gepäck. Warum dieser Abend nicht nur für die Abiturienten ein besonderer war.
Insgesamt 40 Abiturientinnen und Abiturienten durften sich über das Zeugnis der Reife freuen.
Foto: Erich Schwarz/Susanne GastauerAuch wenn die deutsche Nationalmannschaft ihr drittes Gruppenspiel am späten Abend verloren hatte – zuvor gab es in der Blieskasteler Schlosskirche nur Gewinner. Alle 40 Zwölftklässler des Von-der-Leyen-Gymnasiums haben das Abitur bestanden und erhielten aus den Händen der neuen Schulleiterin Claudia Priester ihre Zeugnisse.
Männliche Absolventen besser als weibliche
Und es gab eine kleine Sensation: Erstmals in der jüngeren Geschichte des Von-der-Leyen-Gymnasiums war der Noten-Durchschnitt der Abiturienten besser als der Durchschnitt der Abiturientinnen. Zwar war der Vorsprung von 0,01 Durchschnittspunkten nur hauchdünn, aber das hatte es zuvor noch nie gegeben.
Insgesamt lag der Notendurchschnitt bei 2,44. Neun Schülerinnen und Schüler hatten eine Eins vor dem Komma. Der beste Abitur-Schnitt war 1,4.
Stellvertretender Schulleiter startete gemeinsam mit den Schülern
Weil die neue Leiterin des Blieskasteler Gymnasiums die Abiturientinnen und Abiturienten sozusagen erst bei der Bekanntgabe der Noten kennenlernte, war es dem stellvertretenden Schulleiter Manuel Gummel vorbehalten, in diesem Jahr die Eröffnungsrede zu halten. Der Studienrat ließ die Anfangszeit der Schülerinnen und Schüler Revue passieren, denn er hatte etwas mit den damaligen Fünftklässlern gemeinsam: auch er war seinerzeit neu an der Schule, gerade aus Saarbrücken gekommen.
Er erinnere sich noch gut an ihre ersten Tage, an die Unsicherheit und die Neugier der Schülerinnen und Schüler, die er alle gleich als Deutsch- und Biologielehrer kennenlernen sollte. Und er stellte zufrieden fest: „Ihr habt euch ausprobiert, habt sicherlich auch Fehler gemacht, habt gelernt, seid wieder aufgestanden. Und genau das ist es, was zählt. Denn ihr seid gewachsen – nicht nur körperlich, sondern auch als Persönlichkeiten.“
Abitur als Startschuss für etwas Neues
Aber das Abitur sei nicht das Ende, sondern der Startschuss für etwas Neues. Es würden sich neue Möglichkeiten ergeben, aber auch neue Herausforderungen: „Ihr werdet euch in einer veränderten Welt zurechtfinden müssen, die von Globalisierung, Digitalisierung, Klimawandel und gesellschaftlichem Wandel geprägt ist. Ihr werdet euch immer wieder neu anpassen, lernen und entscheiden müssen. Ihr werdet vielleicht auch Fehler machen, Zweifel haben, Rückschläge erleiden. All das gehört zum Leben dazu“, so Gummel. Er sei an diesem Abend dankbar, dass er den Weg dieser Abiturientinnen und Abiturienten von Anfang an habe begleiten dürfen und er sei gespannt, wohin deren Weg führen werde.
Die Kursleiterin im Fach Deutsch, Sabine Grittner, hielt die Abiturrede, in der sie die positive Bedeutung des Begriffs „Heimat“ in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen rückte. Lob, aber auch Kritik an ihrer Gymnasialzeit gab es von Elias Geble, Magdalena Heib und Lia Strobel bei der Abiturrede der Abiturientinnen und Abiturienten. Grußworte gab es dann auch von den Schulelternsprecherinnen Anja Weiland und Alexandra Hsu, für den Förderverein übernahm Susanne Gastauer die Grußworte.
Musikalische Vielfalt beim Gottesdienst
Der neuen Schulleiterin Claudia Priester war es dann vorbehalten, die Zeugnisse und die Preise für die besten Abiturarbeiten zu verleihen. Sie gab den Abiturientinnen und Abiturienten mit auf dem Weg, dem inneren Kompass zu folgen und auf die Stimme des Herzens zu hören. Begonnen hatte die Abiturfeier in der Schlosskirche mit einem Gottesdienst, den die Abiturientinnen und Abiturienten selbst gestaltet hatten.
Dabei glänzten die Schüler mit musikalischer Vielfalt. Vom hervorragenden Schlagzeuger bis zu den Klavierbeiträgen gab es nur gute „Noten“ an diesem Abend. Der Abi-Chor unter der Leitung von Susanne Gastauer (Klavier: Christoph Nicklaus) setzte der Feier die musikalische Krone auf. (ham, hcr)
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