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Nach Messerattacke in Regensburg: 20-jähriger Tatverdächtiger in U-Haft

Дата публикации: 24-07-2026 13:24:36

Nach der tödlichen Messerattacke in einer Regensburger Bank sitzt der 20-jährige Tatverdächtige wegen Mordverdachts in U-Haft. Das Motiv bleibt unklar.

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Nach der tödlichen Messerattacke in einer Bankfiliale in Regensburg sitzt der mutmaßliche Angreifer inzwischen in Untersuchungshaft. Gegen den 20-Jährigen besteht unter anderem der Verdacht des Mordes. Ein entsprechender Haftbefehl wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft von einer Ermittlungsrichterin erlassen.

Der Verdächtige habe sich zunächst mit weiteren Menschen im Gebäude befunden, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Spezialkräfte rückten an und brachten zwei Menschen aus dem Gebäude, der Bereich um die Filiale wurde weiträumig abgesperrt.

Der in einer Bankfiliale getötete Mann war ein Mitarbeiter des Unternehmens. „Wir sind zutiefst bestürzt über den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls“, teilte die Hypovereinsbank (HBV) am Abend auf Anfrage mit. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden sowie bei den weiteren betroffenen Kolleginnen und Kollegen.“ Die Unterstützung der Mitarbeitenden habe nun höchste Priorität. Die Bank arbeite zugleich eng mit den Behörden zusammen.

Messerattacke in Regensburg: Opfer war Mitarbeiter der Bank

Ob sich später noch weitere Menschen mit dem Täter in dem Gebäude aufhielten, war zunächst nicht klar. Dazu mussten die Einsatzkräfte die Räume durchsuchen. Zwischenzeitlich war auch eine Geiselnahme befürchtet worden. Die Ermittler gehen inzwischen jedoch von einem Tötungsdelikt und einem versuchten Raubüberfall aus.

Nachdem die Einsatzkräfte zunächst nur Blickkontakt zu dem Opfer der Messerattacke hatten, konnte der Mann später von Rettungskräften erstversorgt werden. Er wurde noch in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch seinen schweren Verletzungen.

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„Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Mann. Wir gehen aktuell von einem Einzeltäter aus“, hatte die Polizei bereits am Tattag mitgeteilt. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben einem Hubschrauber wurde auch das Spezialeinsatzkommando alarmiert.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass der 20-Jährige schuldunfähig ist. Er werde jedoch weiter untersucht. Drogen seien bei ihm ebenfalls nicht gefunden worden, sagte Polizei-Einsatzleiter Erwin Frankl.

Motiv des Angriffs weiter unklar

Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war der getötete Bankmitarbeiter vermutlich ein Zufallsopfer. Das Motiv des mutmaßlichen Täters sei bislang „relativ unklar“, sagte Robert Fuchs von der Kriminalpolizei Regensburg.

Der 20-Jährige soll einen Zettel mitgeführt haben, auf dem etwas von einem Überfall und einem Bankraub gestanden habe. Anschließend habe er ein Küchenmesser hochgehalten, sei hinter den Tresen gegangen und habe mehrfach auf den Bankmitarbeiter eingestochen. Danach habe er sich in andere Räume der Filiale zurückgezogen.

Bargeld hätte der Mann dort allerdings gar nicht erbeuten können. Nach Angaben der Polizei handelt es sich um eine bargeldlose Bankfiliale.

Bereits am Vortag in Polizeigewahrsam

Weniger als 24 Stunden vor der Tat war der 20-Jährige bereits in Polizeigewahrsam. Er habe sich selbst bei der Polizei gemeldet und angegeben, zuvor eine Bierflasche auf ein Polizeigelände geworfen zu haben, berichteten die Ermittler. Da es keine Haftgründe gegeben habe, sei der Mann wieder entlassen worden.

Den Angaben zufolge war der Tatverdächtige bereits in den vergangenen Jahren mehrfach wegen kleinerer Delikte polizeilich aufgefallen. Unter anderem galt er wiederholt als vermisst, nachdem er nicht rechtzeitig in eine Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung zurückgekehrt war.

Die Bank befindet sich im Erdgeschoss eines großen Gebäudekomplexes; in den Stockwerken darüber sind Wohnungen. Während des Einsatzes hatte die Polizei den Bereich weiträumig abgesperrt. „Der Schutz der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität“, betonte eine Polizeisprecherin. Die Menschen wurden aufgefordert, die Umgebung des Tatorts weiträumig zu meiden.

ppe/dpa

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