Der CSU-Chef zeigt im ZDF-Interview Verständnis für den Kabinettsumbau in Berlin und will nicht die Brandmauer zur AfD schleifen. Den Job des Kanzlers vergleicht er mit dem eines Fußballtrainers.

CSU-Chef Söder (r.), ZDF-Journalist Schmiese: Die richtige Balance aus maximaler Sicherheit und Liberalität. Foto: Nadine Rupp/ZDF/dpa
Berlin. CSU-Chef Markus Söder ist Schirmherr der Tutzinger Fischerhochzeit, die am Sonntag stattfindet. Deshalb empfängt der bayerische Ministerpräsident das ZDF zum Sommerinterview am Starnberger See. Überschattet wird das fröhliche Fest vom mutmaßlich islamistischen Anschlag auf Besucher des Christopher Street Days (CSD) in Berlin. Doch anders, als man vielleicht erwarten könnte, hält Söder sich zunächst mit Forderungen nach harter Law- and-Order-Politik zurück.
Die wichtigsten Äußerungen aus dem Gespräch mit dem ZDF-Journalisten Wulf Schmiese:
Zum Anschlag in Berlin: „Wir dürfen uns deswegen nicht die gesamte Lebensfreude nehmen lassen“
Mit einer harten Migrationspolitik und klarem Law-and-Order-Profil versucht die Union mit ihrem Innenminister Alexander Dobrindt (CSU), der AfD das Wasser abzugraben. Für Söder ist die Tat in Berlin ein „bewusster Anschlag auf die Freiheitsidee unseres Landes“, die mit aller Härte bestraft werden müsse.
Zur Zeit der Aufzeichnung des Interviews sind aber viele Hintergründe noch offen. Es gehe darum, die richtige Balance aus maximaler Sicherheit auf der einen und Liberalität auf der anderen Seite zu finden, betont der CSU-Chef: „Wir dürfen uns deswegen nicht die gesamte Lebensfreude nehmen lassen.“
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