Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf einen Tanker gefeuert, der einen iranischen Hafen anlaufen wollte. US-Präsident Donald Trump berichtet derweil von weiteren Gesprächen mit Teheran.
Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran ist schon lange Geschichte, 13 Nächte in Folge griffen die USA zuletzt Ziele in Iran an. Ob das US-Militär die Attacken auch in der vergangenen Nacht fortgesetzt hat, ist unklar. Allerdings haben die USA nach eigenen Angaben erneut einen Tanker auf dem Weg zu einem iranischen Hafen angegriffen.
Die Besatzung des Schiffs soll laut einem Sprecher des für die Region zuständigen US-Kommandos Centcom versucht haben, die Seeblockade der USA zu umgehen. Die Besatzung wurde Centcom zufolge mehrfach gewarnt, kam den Aufforderungen jedoch nicht nach. Man habe das Schiff daher durch Beschuss des Maschinenraums außer Gefecht gesetzt, so das US-Militär. Ob es Verletzte oder Tote gibt, ist nicht bekannt.
Die USA blockieren seit Mitte Juli wieder iranische Häfen und Küstengebiete. Ziel der Blockade ist es unter anderem, Teheran Einnahmen aus dem Ölexport zu verwehren. Schiffen wird nicht erlaubt, iranische Häfen anzusteuern oder von dort abzulegen. Seither war bis Mittwoch bereits ein Schiff mit Gewalt außer Gefecht gesetzt worden, mehrere wurden zu einer Kursänderung gedrängt.
Zuletzt war der Krieg, den die USA und Israel am 28. Februar begonnen hatten, aber wieder eskaliert. Laut US-Präsident Donald Trump (80) stehen die USA allerdings weiter in Kontakt mit Iran. „Während wir hier sprechen, stehen wir mit ihnen im Gespräch“, sagte Trump am Freitag vor Journalisten. Trump machte nicht deutlich, ob es sich um direkte Gesprächskanäle handelt oder ob über Vermittler verhandelt wird. Später sagte Trump, dass an den Gesprächen unter anderem Vizepräsident JD Vance (41) und Außenminister Marco Rubio (55) beteiligt seien. Man spreche mit unterschiedlichen Personen.
Mitte Juni hatten die USA und Iran ein Rahmenabkommen beschlossen, das den Weg zur Beendigung des Krieges ebnen sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump kürzlich aber nach zahlreichen Verstößen für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden.
USA und Großbritannien beraten offenbar über Straße von HormusDerweil planen die USA und Großbritannien US-Regierungskreisen zufolge kommende Woche ein hochrangiges Treffen in London, um über die Lage in der Straße von Hormus zu beraten. Ein US-Beamter bestätigte der Nachrichtenagentur dpa auf Anfrage entsprechende Pläne. Zum konkreten Programm, Datum und zu den Teilnehmern gab es zunächst keine Angaben.
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