Ich erinnere mich noch gut an mein erstes Sprint-Review:Stolz präsentierte ich den Stakeholdern das neue Feature. Dann wurde ich gefragt: „Was passiert, wenn der Export nicht klappt?“Peinlich. Ich hatte schlicht vergessen, mir über eine Abbruchlogik Gedanken zu machen. Wahrscheinlich wäre das einem erfahrenen Product-Owner nicht passiert – mich als Junior hat es kalt erwischt. Und eigentlich hätte es im Refinement auffallen müssen.Aber Refinement kostet Zeit. Viel Zeit. Wenn ich einen Designer bitte, einen Wireframe zu erstellen, hat das Konsequenzen. Ihm steht dann weniger Zeit für die Feinabstimmung des Designs des Features zur Verfügung, das sich gerade in der Entwicklung befindet.Was wäre also, wenn man die Anforderungen trotzdem verbessern könnte – ohne Designer, Entwickler oder Tester als Sparringspartner ins Boot holen zu müssen?Der typische Ablauf der Entwicklung – und sein ProblemIn den meisten Teams läuft die Feature-Entwicklung ungefähr so ab:Anforderungen aufnehmen und beschreibenLösung entwerfen und dokumentierenDesign entwerfen und abstimmenAnforderungsreview: Definition of Ready prüfenFeature implementieren und im Sprint testenFeature freigeben, wenn die Definition of Done erfüllt istLaunchDas Problem: Der Prozess verläuft schrittweise. Lücken in den Anforderungen fallen häufig erst beim Anforderungsreview auf.
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Besser wäre ein schnellerer, iterativer Zyklus:Schritt 1: Anforderungen beschreibenSchritt 2: Prototyp erstellenSchritt 3: Ausprobieren und Anforderungen anpassenDer entscheidende Unterschied: Eine funktionierende Version deckt Lücken in deinem Denken auf – die ein Dokument niemals finden wird.Kennst du dieses Gefühl im Refinement, wenn die Fragen kommen?„Ich verstehe Anforderung 5 nicht.“„Sollten wir Screen X nicht ans Ende setzen?“„Habt ihr auch an den Fall gedacht, dass der Nutzer das ohne Berechtigung aufruft?“Mit diesem Vorgehen ersparst du dir genau diese Momente – oder zumindest die meisten davon. Ich nenne es „Vibe-Coding von Anforderungen“.Wie das funktioniert erkläre ich in meinen kostenlosen Newsletter „Scrum mit KI“ Schritt für Schritt.
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