Beim Abschiedsabend im Salvatorheim beantwortete Pfarrer Sedlmeier persönliche Fragen über seine neunjährige Tätigkeit als Leiter der Aalener Seelsorgeeinheit.
Stand: 24.07.2026, 16:22 Uhr
Von: Erwin Hafner

Beim Abschiedsabend im Salvatorheim beantwortete Pfarrer Sedlmeier persönliche Fragen über seine neunjährige Tätigkeit als Leiter der Aalener Seelsorgeeinheit.
Aalen. Ein ungewöhnlicher Abend der Begegnung, des Erzählens und Abschiednehmens der Aalener Katholiken im übervollen Salvatorheim. Wie 2017 zu Beginn des hiesigen Wirkens von Wolfgang Sedlmeier als Leiter der Aalener Seelsorgeeinheit, die er nun im September verlassen wird. Weil ihm auch heute noch dieser Kennenlernabend unter dem Motto „Wie tickt Wolfgang Sedlmeier?“ in bester Erinnerung ist und danach sein 40-jähriges Priesterjubiläum groß gefeiert wurde, sollte jetzt ein lockerer Sommerabend zum Abschiednehmen genügen.
Fragen zu Sedlmeiers WirkenDen moderierte Pastoralreferent Martin Kronberger mit einer zweistündigen Frage- und Anwortrunde, bei der alle Stationen im Leben von Pfarrer Sedlmeier angesprochen wurden. Der wich auch ganz persönlichen Fragen nicht aus. Auch nicht die über die Turbulenzen in den Gemeinden bei seinem Amtsantritt. „Solange ich hier Pfarrer bin, reiße ich keine Kirche ein." Sedlmeier löste mit dieser Haltung einen Konflikt um das vom Kirchengemeinderat bereits beschlossene Immobilienkonzept aus.
Aber mit seinem „breiten Buckel“ (Ordinariat) hielt Sedlmeier in dem für ihn zunächst wenig sympathischen Aalen durch. Und ist dankbar für die Aussöhnung der Gemeinden im Kirchenstreit. Genauso für die von Anfang an vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Pastoral- und Sekretariatsteam, nicht zuletzt mit den vielen Ehrenamtlichen, ohne die ein Gemeindeleben kaum mehr vorstellbar wäre.
Mit breitem Buckel durchgehaltenUnd was gibt dem Pfarrer in Zeiten vieler Kirchenaustritte und auch vereinzelter persönlicher Abwendungen trotzdem Mut und Zuversicht für die Zukunft der Kirche? “Weil der Glaube lebt, viele Leute immer noch gerne in die Kirche gehen, um für ihren Alltag Kraft und Mut zu schöpfen. Und weil ich trotz allem immer angenommen und wertgeschätzt wurde. War es doch der Geist Gottes, der mich gegen meinen Willen hierher verfrachtete."
Lesen Sie auch das ausführliche Interview mit Pfarrer Wolfgang Sedlmeier
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