Hohe Temperaturen wie in diesen Tagen bringen den Körper an seine Grenzen und können sogar tödlich sein. Wer besonders gefährdet ist, welche Warnzeichen man kennen sollte - und was dann zu tun ist.
Berlin · Hohe Temperaturen wie in diesen Tagen bringen den Körper an seine Grenzen und können sogar tödlich sein. Wer besonders gefährdet ist, welche Warnzeichen man kennen sollte - und was dann zu tun ist.
Gesundheitsrisiko: Hitze-Notfälle erkennen - und handeln
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Temperaturen weit über 30 Grad, die Sonne brennt: In diesen Tagen bringt wieder einmal eine Hitzewelle Deutschland ins Schwitzen. Das ist nicht ohne für den Körper: Hitze ist eine extreme Belastung - und möglicherweise lebensgefährlich.
In diesem Jahr sind in Deutschland nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) bereits fast 10.000 Menschen an den Folgen hoher Temperaturen gestorben. Das zeigt der aktuelle Wochenbericht der Behörde zur hitzebedingten Mortalität. Der Großteil der hitzebedingten Todesfälle geht auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurück.
In den meisten Fällen ist es dabei eine Kombination aus Hitze und bereits bestehenden Vorerkrankungen, die zum Tod führt. Es kann aber auch die direkte Einwirkung von Hitze auf den Körper sein, die tödlich endet - etwa beim Hitzschlag.
Besonders gefährdet für Gesundheitsrisiken durch Hitze sind alle ab 65 Jahren, Schwangere, Babys und Kleinkinder und Menschen mit Vorerkrankungen, zählt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf seinem Portal „Klima - Mensch - Gesundheit“ auf. Wann wird es kritisch? Und: Was ist im Notfall zu tun? Ein Überblick.
1. Sonnenstich erkennen: Kopf heiß, Nacken manchmal steif
Lange ohne Kappe oder Hut in der prallen Sonne gesessen? Dann droht ein Sonnenstich. Dabei kommt es zu einer Reizung der Hirnhäute, in schweren Fällen sogar zu einer Hirnschwellung, so das BIÖG. Das kann sich bemerkbar machen durch folgende Symptome:
Gut zu wissen: Die Beschwerden können mit einer Verzögerung von zwei bis zwölf Stunden nach der Zeit in der prallen Sonne auftreten. Besonders gefährdet für Sonnenstiche sind Babys, Kleinkinder und Menschen mit wenig Haaren auf dem Kopf.
2. Hitzschlag erkennen: Bewusstseinstrübung ist Alarmsignal
Bei einem Hitzschlag gelingt es dem Körper nicht mehr, all die Wärme durch Schwitzen und Co. abzuleiten - sie staut sich. Die Körpertemperatur steigt dabei innerhalb von 10 bis 15 Minuten auf 41 Grad und mehr an, so die Stiftung Gesundheitswissen.
Als weitere Warnzeichen, die auf einen Hitzschlag hinweisen, nennt das BIÖG:
Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich, ein Verdacht darauf ist ein klarer Fall für den Notruf 112.
3. Dehydration erkennen mit Hautfalten- und Drucktest
Durch Schwitzen verliert der Körper an heißen Tagen viel Flüssigkeit. Trinken wir dann nicht genug, droht ein Flüssigkeitsmangel, in der Medizin Dehydration genannt. Sie kann sich laut BIÖG zeigen durch:
Ob ein Körper bereits zu viel Flüssigkeit verloren hat, kann auch der Hautfalten-Test verraten. Dafür zieht man die Haut am Handrücken hoch und lässt sie los. Glättet sie sich nur sehr langsam, spricht das für einen Flüssigkeitsmangel.
Alternativ kann man auch kurz auf das Nagelbett drücken, wie das Portal „gesundheitsinformation.de“ vorschlägt. Bei einem ausreichend mit Wasser versorgten Körper kehrt die rosa Hautfarbe nach zwei bis drei Sekunden zurück.
Das sollte man bei Hitzenotfällen tun:
Hitzschlag, Dehydration und Sonnenstich sind für Laien nicht immer eindeutig voneinander zu unterscheiden. Und sie können zusammen auftreten. Wer merkt, dass es einem selbst oder einer anderen Person an heißen Sommertagen nicht gutgeht, sollte diese Dinge beachten:
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