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Störche in Deutschland: Rekordzahlen – Mittlere Elbe weiter einer der Hotspots

Дата публикации: 21-07-2026 09:51:22

Mit 15.000 Weißstorch-Paaren brüten so viele Störche in Deutschland wie seit über 100 Jahren nicht. Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnen Rekorde. Die Mittlere Elbe gehört weiter zu den deutschen Storch-Hotspots.

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Zwei Störche in einem Nest in Röwitz im Altmarkkreis Salszwedel.

AUDIO: Höhenflug der deutschen Weißstörche (1 Min)

Weißstörche

Storch-Rekorde in Sachsen-Anhalt und Thüringen

Stand: 21.07.2026 11:51 Uhr

Mit 15.000 Weißstorch-Paaren brüten so viele Störche in Deutschland wie noch nie. Selbst zu Hochzeiten vor über 100 Jahren waren es weniger. Auch Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnen Rekorde. Die Mittlere Elbe gehört weiterhin zu den deutschen Storchen-Hotspots.

von MDR WISSEN

Sachsen-Anhalt und Thüringen verzeichnen Rekorde bei brütenden Weißstörchen. Wie der Naturschutzbund Nabu mitteilte, brüteten im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt 784 Weißstorch-Paare und in Thüringen 212. Das sind auf dem Gebiet der beiden Bundesländer so viele Weißstörche wie noch nie seit Beginn der systematischen Aufzeichnungen im Jahre 1900. In Sachsen registrierte der Nabu im Jahr 2025 insgesamt 495 Brutpaare.

Die Zahlen reihen sich in den aktuellen Gesamtrend für ganz Deutschland ein. Demnach rechnet der Nabu für die aktuelle Brutsaison mit bundesweit mehr als 15.000 Weißstorch-Brutpaaren. "Selbst vor 100 Jahren gab es nicht so viele Störche", sagt Bernd Petri von der Nabu-Bundesarbeitsgruppe Weißstorch. "Im Gegensatz zu vielen anderen Arten haben wir beim Storch jetzt einen guten Erhaltungszustand."

Mittelelbe weiterhin Storchen-Hochburg

Die Mittlere Elbe zwischen Riesa in Sachsen und dem niedersächsischen Lauenburg ist laut Nabu nach wie vor eine der storchenreichsten Regionen Deutschlands. Mittlerweile habe aber der Oberrheingraben der Mittelelbe den Rang als größter Storchen-Hotspot abgelaufen. Weitere Storchen-Hotspots liegen in Mittelfranken und Oberschwaben.

Die höchste lokale Dichte wurde mit 90 Storchenpaaren je 100 Quadratkilometer im südhessischen Kreis Groß-Gerau ermittelt. Zum Vergleich: Schon eine Dichte von sechs bis sieben Storchenpaaren auf 100 Quadratkilometer gilt als gut.

Meiste Weißstorch-Brutpaare in Niedersachsen

Die meisten Weißstorch-Brutpaare wurden im vergangenen Jahr mit einer Zahl von 2.737 in Niedersachsen gesichtet, gefolgt von Baden-Württemberg (2.602), Bayern (1.629), Hessen (1.563), Brandenburg (1.293) und Nordrhein-Westfalen (1.027).

In den 1980er-Jahren war der Bestand der Weißsstörche in den damaligen beiden deutschen Staaten BRD und DDR auf unter 3.000 Paare gesunken. In vielen Regionen waren Störche komplett verschwunden. Hauptgründe waren Nahrungsmangel durch intensive Landwirtschaft, Trockenlegungen und gefährliche Zugwege. Naturschutzmaßnahmen und die Anpassungsfähigkeit der Störche haben zur Erholung der Bestände beigetragen.

Dreiviertel der Störche sind "Westzieher"

Wie Nabu-Weißstorch-Experte Petri erkärt, sind Dreiviertel der heutigen Weißsstörche "Westzieher". Diese fliegen nur noch bis Spanien, wo sie reichlich Nahrung finden und sich den gefährlichen Weg über Gibraltar nach Afrika sparen. Ihre Überlebensrate sei höher und sie kämen eher nach Deutschland zurück, so Petri. Lediglich ein Viertel sind heutzutage noch "Ostzieher", die über den Balkan und den Nahen Osten immer noch den gefährlichen und verlustreichen Weg bis Afrika antreten.

Nabu/dpa (dn)

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