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Luxus-Uhren für Mexikos WM-Stars ++ Nagelsmann tritt zurück

Дата публикации: 03-06-2026 08:54:08

In den USA, Kanada und Mexiko geht vom 11. Juni bis zum 19. Juli die grösste Fussball-WM aller Zeiten über die Bühne. Mit unserem Liveblog sind Sie immer auf dem aktuellen Stand.

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Die jüngsten Resultate:

Spanien - Österreich 3:0 (1:0)

Portugal - Kroatien 2:1 (0:0)

Schweiz – Algerien 2:0 (1:0)

Die nächsten Spiele:

Freitag, 3. Juli
Australien - Ägypten 20.00 Uhr

Argentinien – Kap Verde 00.00 Uhr

Samstag, 4. Juli

Kolumbien - Ghana 3.30 Uhr

Alle Spiele und Resultate finden Sie jederzeit auch hier

18:29 UhrFreitag, 3. JuliInfluencer schenkt Mexiko-Team Luxus-Uhren

Mit dem Geschenk hatten die mexikanischen Spieler wohl nicht gerechnet. Der US-amerikanische Youtube-Star Stephen Deleonardis, bekannt als «Steve Will Do it», überraschte mexikanischen Medienberichten zufolge die Mannschaft des WM-Mitgastgebers samt Trainer Javier Aguirre mit Uhren einer weltbekannten Schweizer Luxusmarke.

Wurden reich beschenkt: Die Spieler von Mexiko.Wurden reich beschenkt: Die Spieler von Mexiko.

Bild: ALEX CRUZ/EPA

Der Internet-Star, der dafür bekannt ist, auch mit seinem Reichtum zu protzen, kam dafür extra ins WM-Camp im Süden von Mexiko-Stadt. Es habe sich «wie ein Lauffeuer verbreitet, die Fussballer hätten überrascht und begeistert auf die Geschenke reagiert», schrieb «Récord».

Laut «Excelsior» soll sich der Gesamtwert der Uhren auf über eine Million US-Dollar belaufen haben. «Steve Will Do it» hatte zuvor auf die Mexikaner im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewettet und gewonnen. Allein der Einsatz soll Berichten zufolge bei zwei Millionen US-Dollar gelegen haben. (dpa)

07:53 UhrFreitag, 3. JuliDeutschland: Julian Nagelsmann macht Weg frei

Julian Nagelsmann hat am Freitag seinen Rücktritt als Trainer der deutschen Nationalmannschaft gegeben. Der 38-Jährige soll nach der Krisensitzung beim Deutschen Fussball-Bund am Donnerstag in Frankfurt/Main zu dieser Entscheidung gekommen sein, wie der TV-Sender Sky und die «Bild»-Zeitung zunächst berichteten.

Später wurde die Entscheidung dann offizialisiert. Nagelsmann sagt, die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. Denn: «Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.»

Nagelsmann war mit der DFB-Auswahl am Montag im Sechzehntelfinale der WM im Elfmeterschiessen an Paraguay gescheitert. Unmittelbar nach dem Ausscheiden hatte er einen Rücktritt ausgeschlossen. Beim Treffen in Frankfurt soll ihm die DFB-Spitze diesen Schritt aber nahegelegt haben.

Sein möglicher Nachfolger heisst Jürgen Klopp . Der Ex-Liverpool-Trainer ist Kronfavorit auf den Job. (dpa/chm)

04:13 UhrFreitag, 3. JuliPortugal siegt gegen Kroatien dank Tor in der Nachspielzeit

Portugal setzt sich im WM-Sechzehntelfinal gegen Kroatien in Toronto in einer packenden Partie mit 2:1 durch. Den Siegtreffer erzielt Gonçalo Ramos in der 94. Minute.

Cristiano Ronaldo erzielte gegen Portugal sein erstes Tor in einem WM-K.o.-Spiel.Cristiano Ronaldo erzielte gegen Portugal sein erstes Tor in einem WM-K.o.-Spiel.

Bild: Eduardo Lima/EPA

Das Duell gewann zusätzlich an Brisanz, als klar war, dass beim Verlierer zumindest auf der WM-Bühne eine grosse Karriere enden würde: entweder jene von Cristiano Ronaldo auf portugiesischer Seite oder jene von Luka Modrić bei Kroatien. Beide haben Jahrgang 1985 und gehören zu den grössten Fussballern aller Zeiten. Sie spielten sechs Jahre gemeinsam bei Real Madrid und gewannen in dieser Zeit viermal die Champions League.

Cristiano Ronaldo wird bei Portugal allerdings zunehmend kritisch gesehen, da seine sportliche Wirkung nicht mehr so dominant ist wie früher. Dennoch ist er bei Trainer Roberto Martinez gesetzt. Und das zahlte sich diesmal aus, erzielte er doch in der 68. Minute per Penalty nach einer VAR-Intervention das 1:1. Damit erlebte er eine Premiere: Zwar traf er zum elften Mal an einer WM, jedoch war es sein erstes Tor in einem K.-o.-Spiel - seinem neunten insgesamt. Eine Viertelstunde zuvor hatte Ivan Perisic die Kroaten in Führung gebracht. Mit nun sieben Treffern ist er alleiniger kroatischer WM-Rekordtorschütze.

Portugal dominierte die erste Halbzeit, wurde allerdings gegen den diszipliniert verteidigenden Gegner nur einmal richtig gefährlich, als Bruno Fernandes in der vierten Minute im Strafraum zum Abschluss kam, jedoch am kroatischen Keeper Dominik Livakovic scheiterte. Nach der Pause steigerten sich die Kroaten dann aber deutlich. Es ging ein Ruck durch das Team, wodurch die Partie deutlich attraktiver wurde. Das entscheidende 2:1 erzielte der eingewechselte Gonçalo Ramos in der 94. Minute per Kopf nach einer Flanke von Rafael Leão - und dies am ersten Todestag des bei einem Autounfall verstorbenen Diogo Jota.

In der 58. Minute scheiterte Leão an der Latte, in der 75. Minute lenkte der portugiesische Goalie Diogo Costa einen Schuss von Mateo Kovacic an den Pfosten. Zudem wurden in der zweiten Hälfte nicht weniger als vier Tore wegen Offsides aberkannt, drei auf Seiten der Kroaten, wobei es bei Cristiano Ronaldo (61.) und Petar Sucic (81.) sehr knapp war. Der vierte annullierte Treffer war jener von Josko Gvardiol in der 103. Minute, weil der Ball vom im Offside stehenden Mario Pasalic gekommen war. Deshalb gab Schiedsrichter Espen Eskas das Tor nach Ansicht der Videobilder nicht.

Zwei ganz Grosse des Weltfussballs: Luka Modric (links) und Cristiano Ronaldo.Zwei ganz Grosse des Weltfussballs: Luka Modric (links) und Cristiano Ronaldo.

Bild: Frank Gunn/AP

So geht die WM-Karriere von Luka Modric zu Ende, während Cristiano Ronaldo mit Portugal am Montag gegen Europameister Spanien den nächsten Schritt zum ersten WM-Titel seines Landes machen möchte. (sda)

23:02 UhrDonnerstag, 2. JuliSpanien lässt Österreich keine Chance

Spanien wird seiner Favoritenrolle im Sechzehntelfinal in Los Angeles gegen Österreich gerecht. Der Europameister setzt sich ungefährdet mit 3:0 durch. Mikel Oyarzabal steuerte wie schon beim 4:0 in der Vorrunde gegen Saudi-Arabien einen Doppelpack beim Sieg bei. Das 2:0 erzielte Pedro Porro. (sda)

Spanien zählt zu den grossen Titel-Kandidaten bei dieser WM - und zeigt gegen Österreich, warum.Spanien zählt zu den grossen Titel-Kandidaten bei dieser WM - und zeigt gegen Österreich, warum.

Bild: AP

10:38 UhrDonnerstag, 2. JuliÖsterreichs Bundespräsident: «Lasst die Kinder länger aufbleiben!»

Österreich fordert heute um 21 Uhr den grossen Favoriten Spanien heraus. Geht es nach Bundespräsident Alexander Van der Bellen sollen auch möglichst viele kleine Fans des Nationalteams vor dem Fernsehen Daumen drücken dürfen. Was wohl die Lehrer dazu meinen?

Dazu passt auf jeden Fall der Ratschlag von Englands Trainer Thomas Tuchel. Um 1 Uhr nachts in der Heimat wird der WM-Achtelfinal der Engländer gegen Mexiko angepfiffen. Ob er eine Nachricht für die Eltern habe, die ihre Kinder ins Bett bringen müssen, wird Tuchel an der Pressekonferenz gefragt. Dessen Antwort wird den Lehrern wohl nicht gefallen: «Schreibt ihnen eine Entschuldigung und lasst sie Fussballschauen. Sie können noch oft genug in die Schule gehen, die WM ist nur alle vier Jahre.»

05:16 UhrDonnerstag, 2. JuliBalogun trifft und sieht Rot - die USA schlägt Bosnien dennoch

Folarin Balogun trifft für die USA gegen Bosnien zum zwischenzeitlichen 1:0Folarin Balogun trifft für die USA gegen Bosnien zum zwischenzeitlichen 1:0

Julio Cortez

Die «Soccer Party» kann weitergehen: Die Fußball-Nationalmannschaft der USA hat sich bei der WM auf eigenem Boden für das Achtelfinale qualifiziert. Die überlegene Mannschaft von Trainer Mauricio Pochettino besiegte Bosnien-Herzegowina in Unterzahl 2:0 (1:0) und trifft nun am Montag in Seattle auf Belgien.

Balogun sieht nach diesem Foul die rote KarteBalogun sieht nach diesem Foul die rote Karte

Jeff Chiu

Folarin Balogun (45. Minute) und Malik Tillman (82.) liessen mit ihren Toren die US-Fans im Super-Bowl-Stadion in Santa Clara frenetisch jubeln. Weil Balogun eine umstrittene Rote Karte sah, mussten die von Mauricio Pochettino trainierten Co-Gastgeber rund 30 Minuten zu zehnt spielen. Für die Bosnier um Sturm-Legende Edin Dzeko, der angeschlagen ausgewechselt werden musste, endet die erste WM-Reise seit 2014.

05:16 UhrDonnerstag, 2. JuliBelgien dreht das Spiel gegen den Senegal in extremis

Belgiens Youri Tielemans schiesst das dritte Tor gegen den SenegalBelgiens Youri Tielemans schiesst das dritte Tor gegen den Senegal

Manu Fernandez

Belgiens goldene Fussball-Generation hat ein fulminantes Comeback hingelegt und den nächsten heftigen Tiefschlag mit grosser Moral abgewendet. Das Team um Doppeltorschütze Youri Tielemans gewann sein WM-Sechzehntelfinale gegen Senegal in Seattle nach Zwei-Tore-Rückstand noch mit 3:2 (2:2, 0:1) nach Verlängerung. Damit zog Belgien trotz eines über weite Strecken schwachen Auftritts ins Achtelfinale ein.

Habib Diarra (24. Minute) und Ismaila Sarr (51.) hatten die Afrikaner vor 66.925 Fans im Football-Tempel der Seattle Seahawks in Führung gebracht. In der Schlussphase wurde es dann hektisch. Romelu Lukaku (86.) und Tielemans (89.) sorgten für den Ausgleich. In der Verlängerung verwandelte erneut Tielemans (120.+5) einen Foulelfmeter. Das vorangegangene Foulspiel war minutenlang via Videobeweis überprüft worden.

20:05 UhrMittwoch, 1. JuliEngland steht dank Harry Kane im Achtelfinal

England dreht gegen die Demokratische Republik Kongo in der ersten K.o.-Runde ein 0:1 in ein 2:1 und steht im WM-Achtelfinal.

England steht dank Harry Kane im Achtelfinal.England steht dank Harry Kane im Achtelfinal.

Bild: EPA

Beide Tore für den Favoriten in Atlanta erzielte Harry Kane, das erste in der 75. und das zweite in der 86. Minute. Es war für den 32-Jährigen der zweite Doppelpack an diesem Turnier und sein fünfter Treffer insgesamt. Brian Cipenga hatte die Kongolesen in der 7. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. (sda)

18:57 UhrMittwoch, 1. JuliGeht das Favoritensterben weiter? England zur Pause hinten

Deutschland und die Niederlande sind bereits im Sechzehntelfinal ausgeschieden. Und jetzt liegt auch noch England zur Halbzeit hinten – und das ausgerechnet gegen einen krassen Aussenseiter! Gegen die Demokratische Republik Kongo tut sich der haushohe Favorit aus England extrem schwer, zur Pause steht es 1:0 für die Zentralafrikaner. (fan)

15:14 UhrMittwoch, 1. JuliMehr rassistische Kommentare bei der WM

Rassistische Kommentare während der Fussball-WM haben nach Angaben der Fifa in den sozialen Medien stark zugenommen. Elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge seien auf eine Art rassistisch, teilte der Fussball-Weltverband unter Verweis auf erhobene Daten mit. Das sei ein Zuwachs um drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt bei der vergangenen WM in Katar im November und Dezember 2022. Den Angaben zufolge wurden 1000 Accounts an Strafverfolgungsbehörden gemeldet.

Die Fifa beruft sich dabei auf den Social Media Protection Service (SMPS), der die Accounts von an der WM teilnehmenden Teams, Spielern, Trainern und Schiedsrichtern scannt und beleidigende Kommentare unsichtbar macht. So sollen die Akteure vor den Auswirkungen der Beleidigungen geschützt werden. (dpa)

14:32 UhrMittwoch, 1. JuliHaaland schneidet seine Haare nicht – wegen eines Tipps von Ibrahimovic

«Schneide niemals deine Haare!» Diesen Tipp hat Fussball-Legende Zlatan Ibrahimovic Stürmerstar Erling Haaland mit auf den Weg gegeben. Die Stärke liege in den Haaren, soll Ibrahimovic laut Haaland gesagt haben. Und weiter: «Ich muss ja auf ihn hören.»

Der Ratschlag scheint zu fruchten. Haaland hat an dieser WM bereits fünf Tore geschossen. Im Sechzehntelfinal gegen die Elfenbeinküste schoss er das entscheidende Tor für den Sieg seiner Mannschaft. (fan)

06:05 UhrMittwoch, 1. JuliMexiko weiter ohne Gegentreffer

Nach einstündiger Verspätung wegen Blitz und Donners hat WM-Mitgastgeber Mexiko seine erste grosse WM-Gala gezündet und Deutschland-Schreck Ecuador 2:0 besiegt. Angeführt von Wunder-Teenager Gilberto Mora zeigten die Mexikaner vor 80'824 Zuschauern im ausverkauften Fussball-Tempel Aztekenstadion einen phasenweise berauschenden Auftritt.

Torschütze Raúl Jiménez (vorne) und Mexiko jubeln.Torschütze Raúl Jiménez (vorne) und Mexiko jubeln.

Bild: Natacha Pisarenko/AP

Julián Quiñones traf in der 22. Minute, Raúl Jiménez legte neun Minuten später nach. Ecuador beendete die Partie zu zehnt, weil Arsenals Verteidiger Piero Hincapie in der Nachspielzeit mit Rot des Feldes verwiesen wurde. Hincapie hatte sich die Hand vor den Mund gehalten, was Referee Slavko Vincic nach Sichtung der Bilder gemäss neuem Regelwerk ahndete.

Für Mexiko war es der vierte Sieg im vierten Spiel dieser WM ohne Gegentreffer. Im Achtelfinal kommt es entweder zum Duell mit der Demokratischen Republik Kongo oder England. (dpa)

05:19 UhrMittwoch, 1. JuliSchiedsrichterchef Colina verteidigt Aberkennung des Deutschland-Treffers

Der viel diskutierte Entscheid, das 2:1 des Deutschen Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinal gegen Paraguay zu annullieren, war laut Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina korrekt. In einem Beitrag des Weltverbands schrieb der Italiener: «Trainer und Spieler wurden darüber informiert. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn Schiedsrichter solche Vergehen ahnden», sagte Collina.

Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verteidigt das Eingreifen des VAR.Schiedsrichterchef Pierluigi Collina verteidigt das Eingreifen des VAR.

Bild: Sakchai Lalit/AP

Tah hatte Deutschland nach einem Corner in der Verlängerung scheinbar zur 2:1-Führung geköpft. Doch dann griff der Videoschiedsrichter nach einem Kontakt von Waldemar Anton mit Paraguays Goalie Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er zügig auf Foulspiel.

Zwar stelle das blosse Einnehmen oder Halten einer Position für sich genommen kein Foul dar, schrieb Colina weiter: «Wenn ein angreifender Spieler jedoch kein Interesse am Ball hat und sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn dadurch am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und – falls erforderlich – auch der VAR die Situation sorgfältig analysieren und eingreifen», sagte Collina. «Dies gilt insbesondere dann, wenn diese Taktik darauf abzielt, den gegnerischen Torhüter daran zu hindern, das Tor wirksam zu verteidigen.» (sda)

05:11 UhrMittwoch, 1. JuliMbappé brilliert weiter: Frankreich-Show gegen Schweden

Topfavorit Frankreich und Superstar Kylian Mbappé zaubern sich mehr und mehr Richtung Titel. Der zweimalige Weltmeister setzte sich im Sechzehntelfinal hochverdient mit 3:0 (1:0) gegen Schweden durch und trifft am Samstag in Philadelphia nun auf Deutschland-Bezwinger Paraguay.

Kylian Mbappé traf gegen Schweden doppelt und steht nun bei 6 Toren an dieser WM.Kylian Mbappé traf gegen Schweden doppelt und steht nun bei 6 Toren an dieser WM.

Bild: Pamela Smith/AP

Mbappé (45./74. Minute) und Bradley Barcola (53.) trafen vor 80'663 Zuschauern in East Rutherford für die Franzosen, die phasenweise eine grosse Show boten. Nicht nur Mbappé, der in der ewigen WM-Torjägerliste ganz nah an Lionel Messi heranrückte, drehte auf. Auch Bayern-Profi Michael Olise glänzte wieder mal als Vorbereiter. Wer soll Les Bleus eigentlich stoppen?

Mbappé, der Torschützenkönig der letzten WM, steht nun an diesem Turnier wie Lionel Messi bei sechs Toren und ist in der ewigen WM-Torschützenliste bis auf einen Treffer am Argentinier dran (18 zu 19). (dpa/sda)

21:02 UhrDienstag, 30. JuniNorwegen steht dank Haaland im Achtelfinal

Norwegen übersteht zum ersten Mal eine WM-K.o.-Runde. Nach dem 2:1 im Sechzehntelfinal gegen die Elfenbeinküste fordern Erling Haaland und Co. als Nächstes am Sonntag Rekordweltmeister Brasilien.

In Norwegens erstem K.o.-Spiel dieser WM gehört Erling Haaland spät die grosse Bühne.In Norwegens erstem K.o.-Spiel dieser WM gehört Erling Haaland spät die grosse Bühne.

Bild: AP

Erling Haaland sorgte in der 86. Minute mit seinem fünften WM-Tor für den Sieg. Zuvor hatten Antonio Nusa (39.) für Norwegen und Amad Diallo (74.) für die Elfenbeinküste getroffen. (sda)

19:23 UhrDienstag, 30. JuniNati-Verteidiger Rodriguez vor ungewisser Zukunft

Quo vadis? Betis Sevilla will den Vertrag mit Nati-Verteidiger Ricardo Rodriguez nicht verlängern.Quo vadis? Betis Sevilla will den Vertrag mit Nati-Verteidiger Ricardo Rodriguez nicht verlängern.

Keystone

Ricardo Rodriguez steht vor einer ungewissen Zukunft. Wie mehrere Nachrichtenportale berichten, wird Betis Sevilla den auslaufenden Vertrag mit dem 33-jährigen Schweizer Nati-Verteidiger nicht verlängern. Damit endet seine Zeit in Andalusien nach 68 Einsätzen und drei Vorlagen.

Wohin es Rodriguez nun zieht, ist offen. Im Mai bestätigte er Gespräche mit Schweizer Klubs, betonte aber, dass für eine Rückkehr mehrere Faktoren stimmen müssten – darunter der sportliche Plan und finanzielle Aspekte. (luk)

16:13 UhrDienstag, 30. JuniNeuer beendet endgültig Karriere in der Nationalmannschaft

Manuel Neuer bestätigt nach dem WM-Aus seinen zweiten Rücktritt.Manuel Neuer bestätigt nach dem WM-Aus seinen zweiten Rücktritt.

Bild: MARTIN MEISSNER

Nur vier Spiele nach seiner Rückkehr soll für Manuel Neuer nun definitiv Schluss sein im Trikot der deutschen Nationalmannschaft. Nach dem WM-Aus bestätigt der Goalie seinen zweiten Rücktritt.

Im «Sportschau»-Interview antwortete Neuer nach dem bitteren WM-Aus der Deutschen auf die Frage, ob der Sechzehntelfinal gegen Paraguay sein letztes Länderspiel gewesen sei, knapp mit «Ja». Bereits nach der EM 2024 hatte der inzwischen 40-Jährige seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt.

Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Neuer jedoch vor der WM 2026 wieder als Nummer eins ins Team zurückgeholt. Dieser Entscheid hatte im Vorfeld des Turniers vor allem aufgrund der kurzfristigen Degradierung von Oliver Baumann für Diskussionen gesorgt. Bei MagentaTV sagte Neuer auf die Frage, ob er nach seiner Rückkehr die «Power» für einen weiteren Neustart im DFB-Team hätte: «Nein, das ist extrem bitter, so aufzuhören». (sda)

12:30 UhrDienstag, 30. JuniParaguay ruft nach WM-Erfolg Nationalfeiertag aus

Paraguay ist nach dem Fussball-Triumph über Deutschland im Freudentaumel. Präsident Santiago Peña hat nach dem Einzug ins Achtelfinale den Tag nach dem 4:3-Sieg im Elfmeterschiessen per Dekret zum arbeitsfreien Nationalfeiertag erklärt. Auf X schrieb er: «Paraguay gibt niemals auf! Feiertag, verdammt noch mal!»

Später erklärte Peña, das ganze Land feiere eine Mannschaft, die Kampfgeist, Glauben und Stärke verkörpere. Dazu veröffentlichte er ein Bild von sich im Trikot der Nationalmannschaft bei der Unterzeichnung des Dekrets. Er dankte dem Team für die «riesige Freude» und dafür, Millionen Paraguayer unter einer Flagge vereint zu haben.

Paraguay nimmt erstmals seit 2010 wieder an einer Fussball-WM teil. Im Achtelfinal trifft das Team auf Frankreich oder Schweden. (dpa)

11:07 UhrDienstag, 30. JuniNach Marokko-Sieg: Krawalle in Den Haag

Nach dem Sieg gegen die Niederlande bei der Fussball-WM im Elfmeterschiessen kam es in Den Haag bei Feiern von Anhängern von Marokko nach Angaben der Polizei vereinzelt zu Zusammenstössen. Beamte seien mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen worden. Die Polizei griff anschliessend nach eigenen Angaben ein. 13 Menschen seien festgenommen worden.

Zwischen Jubel und Spannungen: Pyrotechnik und dichtes Gedränge prägen die Szene in Den Haag.Zwischen Jubel und Spannungen: Pyrotechnik und dichtes Gedränge prägen die Szene in Den Haag.

Bild: EPA

Auch wurde der Polizei zufolge ein Wasserwerfer eingesetzt. Fans hätten Strassen blockiert und den Verkehr behindert.

Nach dem Sieg von Marokko waren spontan Hunderte von Fans in mehreren niederländischen Städten auf die Strasse gegangen. In Amsterdam, Utrecht und Den Haag fuhren Autos hupend durch die Strassen. Fans jubelten und feierten ausgelassen. (dpa)

08:39 UhrDienstag, 30. JuniDeutschland scheitert an Paraguay: «Ich könnte vor Wut weinen»

Nach dem bitteren WM-Aus im Elfmeterschiessen gegen Paraguay überwiegen Trauer und Enttäuschung. Doch trotz aller Emotionen bleibt vor allem eines: der Stolz auf den unermüdlichen Kampf der deutschen Mannschaft.

Video: Reuters / CH Media Video Unit / Ramona Dosch-De Cesaris

05:58 UhrDienstag, 30. JuniSieg in Extremis: Marokko steht im Achtelfinal

Ausgleich erst in der Nachspielzeit. Dann der Sieg im Penaltyschiessen. Marokko stösst die Niederlande ins Tal der Tränen.Ausgleich erst in der Nachspielzeit. Dann der Sieg im Penaltyschiessen. Marokko stösst die Niederlande ins Tal der Tränen.

Ricardo Mazalan

Nach Deutschland ist mit den Niederlanden die nächste europäische Top-Nation bei der Fussball-WM früh gescheitert. Das Oranje-Team musste sich im Sechzehntelfinale Marokko mit 2:3 (1:1, 1:1, 0:0) im Elfmeterschiessen geschlagen geben und schied damit wie die DFB-Elf frühzeitig aus.

Marokko, das vor vier Jahren beim Turnier in Katar als erstes afrikanisches Team ein WM-Halbfinale erreicht hatte, trifft nun am Samstag in Houston im Kampf um den Viertelfinaleinzug auf Kanada. Vor 51.243 Zuschauern im mexikanischen Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Elfmeter für die Nordafrikaner.

Dabei waren die Niederlande fast schon weiter. Ausgerechnet Cody Gakpo hatte die Elftal in Führung gebracht. Der Angreifer vom FC Liverpool, der wenige Tage vor dem Spiel öffentlich gemacht hatte, dass sein zweiter Sohn während der Schwangerschaft seiner Freundin gestorben war, traf in der 72. Minute. Nach seinem Tor sank Gakpo zu Boden und brach in Tränen aus. Die komplette niederländische Mannschaft bildete eine Spielertraube um den 27-Jährigen, der beim Aufstehen das Trikot über sein Gesicht zog und danach mit dem Finger gen Himmel zeigte.

Issa Diop (rechts aussen) erzielt den späten Ausgleich für Marokko gegen die Niederlande.Issa Diop (rechts aussen) erzielt den späten Ausgleich für Marokko gegen die Niederlande.

Bild: Ricardo Mazalan

Als alles danach aussah, dass Gakpo in dieser für ihn persönlich so schwierigen Phase zum Matchwinner wurde, gelang Marokko noch der Ausgleich. Zu Beginn der Nachspielzeit köpfte Issa Diop das 1:1 und rettete die Afrika-Meister in die Verlängerung.

Oranje etwas defensiver

Koeman hatte sein Team nach der eigentlich erfolgreichen Vorrunde mit zwei Siegen und einem Remis etwas überraschend umgestellt und auf ein 3-5-2-System gesetzt. Tijjani Reijnders von Manchester City musste auf die Bank, Micky van de Ven kehrte in die Mannschaft zurück, in der weiter auch Gakpo stand.

Der Liverpool-Stürmer hatte sich trotz seines persönlichen Schicksalsschlages dafür entschieden, bei der Weltmeisterschaft zu bleiben. «Es war eine sehr traurige Nachricht. Wir haben das getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen», hatte Koeman gesagt. Er habe grossen Respekt davor, dass Gakpo bei der Mannschaft geblieben sei. «Das zeigt, was ihm die Elftal bedeutet.»

Marokko vor der Pause besser

Doch von Gakpo war erst einmal nicht viel zu sehen, das gesamte Oranje-Team tat sich in der hektischen Atmosphäre von Monterrey gegen Marokko zunächst sehr schwer. Zwar hatte die Elftal viel Ballbesitz, die besseren Chancen im ersten Durchgang hatte aber ganz klar Marokko, das vor vier Jahren beim Turnier in Katar als erstes afrikanisches Team überhaupt ein WM-Halbfinale erreicht hatte.

Zunächst scheiterte Neil El Aynaoui nach einer Ecke per Kopf am stark reagierenden Bart Verbruggen im niederländischen Tor (20.). Eine Minute später war der Oranje-Keeper gegen Achraf Hakimi zur Stelle. In der Nachspielzeit kam dann zudem Ismael Saibari, dessen Wechsel zu Bayern München offenbar kurz bevorsteht, im Strafraum einen Schritt zu spät.

Marokko weiter stark

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Marokkaner das gefährlichere Team. Die Mannschaft um PSG-Superstar Hakimi hatte zum WM-Auftakt bereits Brasilien beim 1:1 am Rande einer Niederlage. Auch gegen die Niederlande zeigten die Afrikaner ihre Klasse.

Doch die Elftal stand defensiv sehr stabil und schlug 18 Minuten vor dem Ende eiskalt zu. Im Fallen leitete Crysencio Summerville den Ball irgendwie noch zu Gakpo, der wuchtig abschloss. Der Rest waren pure Emotionen. Es war Gakpos neunter Treffer bei einer EM oder WM. Nur der Dennis Bergkamp hat ein Tor mehr.

Marokko steckte jedoch nicht auf. Als alle bereits mit einem Oranje-Sieg rechneten, war Diop zu Beginn der sechsminütigen Nachspielzeit per Kopf erfolgreich. Das Spiel ging in die Verlängerung. Auch dort hatte Marokko die besseren Chancen. Doch Verbruggen parierte überragend gegen Soufiane Rahimi (90.+7) (dpa)

21:04 UhrMontag, 29. JuniBrasilien entgeht Schmach gegen Japan

Gabriel Martinelli hat Rekordweltmeister Brasilien vor dem schmachvollen Aus schon in der ersten K.-o.-Runde dieser Fussball-WM bewahrt. Der 25-Jährige traf im Sechzehntelfinale gegen Deutschland-Schreck Japan in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1 (0:1)-Endstand. In den vergangenen gut drei Jahrzehnten hatte Brasilien immer mindestens das Viertelfinale erreicht.

Gabriel Martinelli jubelt nach seinem Siegtreffer.Gabriel Martinelli jubelt nach seinem Siegtreffer.

Bild: Sam Wasson/EPA

Vor dem Arsenal-Profi hatte Casemiro (56. Minute) in Houston nach einer deutlichen Leistungssteigerung zum Ausgleich getroffen. Der fünfmalige Weltmeister trifft nun am Sonntag auf den Sieger der Partie Norwegen gegen die Elfenbeinküste. Japan tritt dagegen wieder einmal vorzeitig die Heimreise an. Der Mainzer Bundesliga-Profi Kaishu Sano (29.) hatte Japan zunächst in Führung gebracht und vom erstmaligen Einzug in ein zweites K.-o.-Spiel bei einer WM träumen lassen. (dpa)

20:06 UhrMontag, 29. JuniLego-Pokal und Umzug: Die lange Pause der Nati

Bis zum WM-Pokal ist es für die Schweizer Nationalspieler eigentlich noch ein weiter Weg, beim gemeinsamen Teambuilding kamen sie der begehrten Trophäe aber schon einmal etwas näher. Im Teamcamp im kalifornischen San Diego bauten Granit Xhaka und Co. den Goldpokal aus 2842 Lego-Steinen zusammen. Genug Zeit hatten sie ja allemal.

Vor ihrem Sechzehntelfinale in der Nacht auf Freitag gegen Algerien geniessen die Schweizer eine ungewöhnlich lange Pause. Über acht Tage liegen für die Mannschaft von Trainer Murat Yakin zwischen dem letzten Gruppenspiel gegen Kanada (2:1) und dem Start in die K.o.-Phase.

Zeit für etwas Spass bei der Nati: Ardon Jashari, Noah Okafor, Granit Xhaka und Ruben Vargas.Zeit für etwas Spass bei der Nati: Ardon Jashari, Noah Okafor, Granit Xhaka und Ruben Vargas.

Bild: Toto Marti/Blick/freshfocus

Eine längere Pause während einer WM hatte eine Mannschaft zuletzt 1982. Sowohl Brasilien als auch die Sowjetunion hatten damals sogar rund neun Tage frei. Neben Regeneration, Trainingseinheiten und dem Zusammensetzen von Lego-Sets blieb den Schweizern somit auch etwas Zeit zum Durchatmen.

So gab Yakin der Mannschaft am Montag frei, am Dienstag bricht die Nati dann zum Spiel nach Vancouver auf – und bricht gleichzeitig ihre Zelte in San Diego ab: Auch ein mögliches Achtelfinale gegen Kolumbien oder Ghana würde in der Metropole an der kanadischen Westküste stattfinden. (sid)

19:16 UhrMontag, 29. JuniFIFA-Experten: Topstürmer dominieren WM

Die Fussball-WM ist das Turnier der grossen Stürmerstars: Diesen Eindruck hat auch das Expertenteam der «FIFA Technical Study Group» in einer ersten Analyse aller Vorrunden-Spiele bestätigt.

Das Gremium mit zahlreichen Ex-Profis wie Jürgen Klinsmann, Otto Addo, Brasiliens früherem Kapitän Gilberto Silva oder dem ehemaligen Schweizer Nationaltorwart Pascal Zuberbühler stellte bei einer Pressekonferenz in Miami zum Beispiel vor: Aufgrund der Qualität seiner Offensivspieler Kylian Mbappé, Ousmane Dembélé oder Michael Olise hat der WM-Favorit Frankreich bislang doppelt so viele Tore geschossen (10), wie es der sogenannte xG-Wert (5) an erwarteten Toren statistisch wahrscheinlich macht.

«Was wir bei dieser WM bisher gesehen haben, ist Qualität», sagte der frühere dänische Nationalstürmer und Bundesliga-Profi Jon Dahl Tomasson. «Und damit meine ich: die technische Qualität. Die Position beim Schuss und zum Tor. Das Wissen, was jeder zu tun hat. Es ist unglaublich, wenn Spieler gefährlicher sind, als es der xG-Wert eigentlich aussagt.»

Konkret lobte der 49-Jährige zwei Spieler bei dieser WM: «Mbappé ist enorm. Und Messis Qualität kennen wir alle. Wir haben diese Tore alle schon 100 Mal gesehen. Aber wir sind jedes Mal wieder beeindruckt.» (dpa)

18:41 UhrMontag, 29. JuniTrainer Koubek und Tschechien gehen getrennte Wege

Wenige Tage nach dem enttäuschenden Vorrunden-Aus an der WM mit nur einem Punkt aus drei Spielen ist Miroslav Koubek seinen Job als Nationaltrainer Tschechiens los. Beide Seiten einigten sich auf eine Trennung, wie der tschechische Fussballverband mitteilte.

In der Medienmitteilung erhob Koubek schwere Vorwürfe gegen die heimische Presse. «Zu meinem Entscheid hat auch die Medienkampagne beigetragen, die auf einer Reihe von Halbwahrheiten und Erfindungen gegen meine Person beruht», sagte er.

Unmittelbar nach dem 0:3 gegen Mitgastgeber Mexiko im letzten Gruppenspiel hatte Koubek einen Rücktritt noch ausgeschlossen. Der 74-Jährige trainierte die Tschechen seit Dezember des vergangenen Jahres und führte das Team über die Playoffs zur ersten WM-Teilnahme seit 20 Jahren. (sda/dpa)

13:00 UhrMontag, 29. JuniMorddrohung gegen Südkoreas Trainer nach WM-Debakel

Nach Südkoreas enttäuschendem Ausscheiden bei der Fussball-WM hat die Polizei verschärfte Sicherheitsmassnahmen für die Rückkehr der Nationalmannschaft am Flughafen Incheon angekündigt. Anlass ist vor allem der grassierende Groll gegen den bereits zurückgetretenen Trainer Hong Myung-bo. In einem südkoreanischen Online-Forum hat ein anonymer Nutzer gar gedroht, Hong am Tag seiner Rückkehr am Flughafen töten zu wollen.

Warf das Handtuch: Hong Myung-bo.Warf das Handtuch: Hong Myung-bo.

Bild: AP

So werden laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap am Dienstag als zusätzliche Sicherheitsmassnahme 160 Polizeibeamte am Flughafen Incheon stationiert sein, der Flughafenbetreiber werde zudem ein 25-köpfiges Security-Team mobilisieren.

Der 57-Jährige war schon bei der WM 2014 als Nationaltrainer des Landes gescheitert. Damals schied die Mannschaft sang- und klanglos mit nur einem Punkt aus drei Spielen aus. Dennoch wurde der ehemalige Generalsekretär im Juli 2024 wieder Nationaltrainer. Nun gilt er im öffentlichen Diskurs als Hauptverantwortlicher für das erneut frühe Ausscheiden.

Selbst Südkoreas Präsident forderte Konsequenzen. Er sei «angesichts dieses unerwarteten Ergebnisses nicht nur verblüfft, sondern empfinde es geradezu als absurd», schrieb Lee Jae-myung in einem ausführlichen Statement bei X.

Die Südkoreaner hatten bei dem XXL-Turnier eigentlich eine machbare WM-Gruppe erwischt. Nach dem 2:1-Sieg zum Auftakt gegen die Tschechen gingen aber die Partien gegen Mexiko und Südafrika verloren. Drei Punkte und eine im Vergleich zu schlechte Tordifferenz reichten in der Tabelle aller Gruppendritten nicht zum Weiterkommen. (dpa)

09:16 UhrMontag, 29. JuniWo ist Donald Trump? US-Präsident bleibt WM bislang fern

Die von Kritikern befürchtete Donald-Trump-Show ist bei den Spielen in den USA bis hierhin ausgeblieben. Interessiert sich der US-Präsident doch nicht für Fussball? (dpa)

08:52 UhrMontag, 29. JuniFIFA zählt nach: 4,6 Millionen WM-Zuschauer, 300'000 Hotdogs

Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko hat dem Fussball-Weltverband erwartungsgemäss einige Rekordzahlen beschert. Die 72 Spiele in der Vorrunde etwa wurden in den Stadien von insgesamt 4'644'549 Zuschauern besucht. Damit knackte das Turnier schon vor Beginn der K.o.-Phase den Zuschauerrekord der WM 1994 in den USA mit rund 3,6 Millionen Zuschauern. Mit einem bisherigen Zuschauerschnitt von 64'508 Zuschauern kommt diese Weltmeisterschaft bislang allerdings nicht an jene von 1994 heran.

Die Vorrunde der XXL-WM verzeichnete laut FIFA 4'644'549 Stadionbesucher. Das Turnier umfasst erstmals 48 Mannschaften und mehr Spiele als frühere Weltmeisterschaften.Die Vorrunde der XXL-WM verzeichnete laut FIFA 4'644'549 Stadionbesucher. Das Turnier umfasst erstmals 48 Mannschaften und mehr Spiele als frühere Weltmeisterschaften.

Bild: AP

Die in der ersten Turnierphase erzielten 215 Tore – also im Schnitt etwa drei pro Partie – markierten nach FIFA-Angaben zudem einen Rekord. Zum Vergleich: Bei der ganzen WM 2022 fielen 172 Treffer – allerdings wurden in Katar ebenso wie bei allen Turnieren seit 1998 auch nur insgesamt jeweils 64 Spiele ausgetragen.

Wie der Weltverband mitteilte, kamen in der Vorrunde 999 Spieler zum Einsatz – Kanadas Bayern-Star Alphonso Davies wurde dann im ersten Sechzehntelfinale gegen Südafrika (1:0) der 1000. Akteur, der bei dieser WM auflief.

Weil die Fanmassen in den Arenen auch verköstigt werden wollten, registrierte die FIFA zudem 2,8 Millionen verkaufte Biere und fast eine Million verkaufte Flaschen Wasser. Zudem wurden 300'000 Hotdogs gekauft. (dpa)

05:15 UhrMontag, 29. JuniAncelotti lässt Neymar-Frage unbeantwortet

Zu welchen Leistungen ist er noch imstande? Der Brasilianer Neymar.Zu welchen Leistungen ist er noch imstande? Der Brasilianer Neymar.

Bild: Lynne Sladky/AP

Brasiliens Nationaltrainer Carlo Ancelotti hat seinen Plan mit Starspieler Neymar für den Sechzehntelfinal gegen Japan nicht verraten.

Neymar sei körperlich so weit, auch länger als nur 15 Minuten spielen zu können, sagte der Italiener am Tag vor dem K.-o.-Spiel am Montag (19 Uhr MEZ). «Letztlich wird das aber vom Spielverlauf und der Situation abhängen, die uns im Spiel erwartet.»

Neymar, immer noch der teuerste Fussballer der Welt, hatte die ersten beiden Gruppenspiele des Rekordweltmeisters wegen einer Wadenblessur verpasst. Gegen Schottland (3:0) war er in der 75. Minute eingewechselt worden – unter grossem Jubel der brasilianischen Fans im Stadion. Obwohl die Seleção um Vinícius Júnior längst neue Stars aufbietet, gehören dem 34-Jährigen noch die Herzen der Brasilianer. Zu welchen Leistungen er noch imstande ist, ist Beobachtern zufolge unklar. (dpa)

05:25 UhrMontag, 29. JuniKoeman über Gakpo: «Er ist bereit zu spielen»

Der niederländische Stürmer Cody Gakpo (oben) im Spiel gegen Schweden und Gustaf Lagerbielke.Der niederländische Stürmer Cody Gakpo (oben) im Spiel gegen Schweden und Gustaf Lagerbielke.

Bild: Ashley Landis/AP

Der niederländische Stürmer Cody Gakpo steht der Elftal im ersten K.o.-Spiel der Fussball-WM trotz seines privaten Schicksalsschlages zur Verfügung. Das teilte Bondscoach Ronald Koeman vor dem Sechzehntelfinal gegen Marokko in Monterrey (Dienstag, 3 Uhr MEZ) mit. «Er ist bereit zu spielen», sagte Koeman: «Ich glaube nicht, dass das seine Leistung stark beeinträchtigen wird.»

Gakpo wollte nicht abreisen

Der 27-jährige Gakpo und seine Freundin Noa hatten am Samstag in den Sozialen Netzwerken mitgeteilt, dass sie ihren gemeinsamen Sohn noch vor der Geburt verloren haben. Koeman sprach von einer «sehr traurigen Nachricht», es habe aber keinen Moment gegeben, in dem Gakpo von der WM abreisen wollte.

Gakpo gehe mit den Dingen auf seine eigene Art um, so Koeman, der die Stärke und Reife seines Spielers hervorhob. Auch der Zusammenhalt im Team sei gross gewesen: «Wir haben alles getan, was in unserer Macht stand, um ihn zu unterstützen – sowohl die Spieler als auch die Betreuer.»

Captain Virgil van Dijk, der auch beim FC Liverpool Teamkollege Gakpos ist, würdigte den Offensivspieler. «Er ist sehr reif, sehr erwachsen. Ich habe grossen Respekt davor, wie er und seine Familie damit umgehen, so schrecklich es auch ist», sagte van Dijk.

Gakpo hat einen hohen Stellenwert für Oranje. Im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden (5:1) hatte er einen Doppelpack sowie eine Vorlage beigesteuert. (sid)

22:58 UhrSonntag, 28. JuniErster Achtelfinalist: Eustaquio erlöst Kanada

Kanada um Rückkehrer Alphonso Davies hat erstmals in seiner Geschichte den Achtelfinal einer Fussball-WM erreicht. Gegen Südafrika gewann das Team um den Bayern-Star im ersten Sechzehntelfinal der WM-Geschichte 1:0 (0:0). Stephen Eustaquio erzielte in der Nachspielzeit das erlösende Tor und verhinderte eine Verlängerung (90.+2).

Stephen Eustaquio erzielte in der Nachspielzeit das erlösende TorStephen Eustaquio erzielte in der Nachspielzeit das erlösende Tor

Bild: AP

Davies wurde im Los-Angeles-Stadion in der 75. Minute eingewechselt und spielte damit erstmals seit März 2025 wieder für Kanada. Damals hatte er sich im gleichen Stadion das Kreuzband gerissen. Der Jubel der kanadischen Fans unter den 69'237 Zuschauern war entsprechend gross. (dpa)

19:15 UhrSonntag, 28. Juni

Nach Präsidenten-Kritik: Südkoreas Trainer tritt zurückSüdkoreas Trainer Hong Myung-bo.Südkoreas Trainer Hong Myung-bo.

Bild: Moises Castillo

Das Vorrunden-Aus bei der Fussball-WM hat in Südkorea zu schnellen Konsequenzen geführt. Zunächst schrieb Staatsoberhaupt Lee Jae Myung auf X von einer «grossen Enttäuschung, die durch dieses inakzeptable Ergebnis verursacht wurde. Wir werden zügig daran gehen, die Sportverwaltung zu reformieren, damit sich so etwas niemals wieder ereignet».

Wenig später warf Chefcoach Myung-bo Hong das Handtuch. «Ich entschuldige mich aufrichtig bei der koreanischen Öffentlichkeit, die unsere Mannschaft unterstützt hat. Heute trete ich von meinem Amt zurück», erklärte der 57-Jährige auf einer Pressekonferenz am Sonntag.

Hong hatte vor allem wegen seines Verzichts auf Stürmerstar Heung-Min Son in der Startelf bei der unerwarteten 0:1-Pleite gegen Südafrika für Unmut gesorgt. Nach knapp zwei Jahren an der Seitenlinie Südkoreas endet nun seine Amtszeit. (dpa)

12:43 UhrSonntag, 28. Juni

US-Reporterin entschuldigt sich für Äusserungen über Bosnien

Nach umstrittenen Äusserungen über Bosnien-Herzegowina während der Fussball-Weltmeisterschaft hat sich die US-TV-Reporterin Abigail Velez entschuldigt. Ihre Aussagen seien ein missglückter Versuch gewesen, «ein bisschen Spass» zu machen, schrieb die Journalistin des Lokalsenders ABC7 in Los Angeles in den sozialen Medien. Bosnien-Herzegowina ist der Gegner von Gastgeber USA im Sechzehntelfinale in der Nacht zu Donnerstag in Santa Clara.

Velez hatte während einer Übertragung gesagt: «Eine Sache zu Bosnien: Ich könnte nicht einmal auf einer Karte zeigen, wo es liegt. Ich habe keine Ahnung von Bosnien und will es auch gar nicht wissen. Denn Team USA ist zurück und besser denn je. Macht euch bereit, Bosnien, denn ihr wollt es zwar nicht - aber ihr werdet es kriegen!» Damit sei sie «zu weit gegangen», erklärte die Journalistin im Nachgang. In den sozialen Medien wurde sie für ihre Ignoranz und Respektlosigkeit kritisiert.

Velez selbst meinte, ihre Kommentare seien «unsensibel und unangemessen» gewesen. «Ich entschuldige mich bei den Menschen in Bosnien und bei der bosnischen Fussballmannschaft. Bei der Weltmeisterschaft sollte es darum gehen, Menschen aus aller Welt zu vereinen - mein Kommentar spiegelte diesen Geist nicht wider», schrieb Velez und wünschte allen im Turnier verbliebenen Mannschaften «das Allerbeste» für den weiteren Verlauf. (dpa)

08:52 UhrSonntag, 28. Juni

Schottlands Trainer Clarke zurückgetreten

Der schottische Nationaltrainer Steve Clarke hat sein Amt nach dem Aus an der Fussball-WM nach sieben Jahren niedergelegt. Schottland belegte in der Gruppe C hinter Brasilien und Marokko mit drei Punkten nur Platz 3, nach mehreren Tagen Wartezeit stand das Aus am Samstagabend endgültig fest.

Der schottische Nationaltrainer Steve Clarke hat sein Amt nach dem Aus an der Fussball-WM nach sieben Jahren niedergelegt.Der schottische Nationaltrainer Steve Clarke hat sein Amt nach dem Aus an der Fussball-WM nach sieben Jahren niedergelegt.

Bild: Rebecca Blackwell

Der 62-jährige Clarke dankte seinen Spielern in einem offenen Brief. «Ohne sie hätten wir all die Erinnerungen, die wir seit 2019 bis heute gesammelt haben, niemals erleben können», sagte er. «Sie verdienen jedes Lob und jede Anerkennung, die ihnen entgegengebracht wird. Es war mir eine grosse Ehre, ihr Trainer zu sein.»

Der Verband rühmte Clarke als den erfolgreichsten Nationaltrainer, den das Land je gehabt habe. Die Schotten qualifizierten sich zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder für die Endrunde. Clarke habe seinen Auftrag «mehr als erfüllt», sagte Verbandschef Ian Maxwell. (sda)

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