Wer auf Doctolib nach Terminen für Kassenpatienten filtert, bekommt trotzdem Selbstzahler-Angebote angezeigt. Die Kosten werden oft erst kurz vor der Buchung sichtbar. Verbraucherschützer fordern jetzt ein Gesetz.
Ein Hausarzt sitzt in einem Sprechzimmer. Mittlerweile bietet ein Großteil der Praxen in Deutschland Termine über die Buchungsplattform Doctolib an. Doch Verbraucherschützer kritisieren die Filtereinstellungen des Portals.
Foto: Sebastian Kahnert/dpa/Sebastian KahnertDüsseldorf · Wer auf Doctolib nach Terminen für Kassenpatienten filtert, bekommt trotzdem Selbstzahler-Angebote angezeigt. Die Kosten werden oft erst kurz vor der Buchung sichtbar. Verbraucherschützer fordern jetzt ein Gesetz.
Gesetzlich Krankenversicherte sind Kummer gewöhnt – gerade in der Frage, zeitig einen Termin beim Facharzt zu bekommen. Mittlerweile bietet ein Großteil der Praxen in Deutschland Termine über die Buchungsplattform Doctolib an. Doch wenn Kassenpatienten hier mittels der Filtereinstellung „Nur Termine mit gesetzlicher Versicherung anzeigen“ suchen, bekommen Kostenpflichtiger Inhalt sie dennoch auch Termine angezeigt, die nur für Privatpatienten und Selbstzahler zugänglich sind. Dass sie die Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen müssten, erfahren die Kassenpatienten dabei häufig erst kurz vor der Buchung durch einen Warnhinweis.