Hausärzte haben Wartezimmer, aber keine Lobby wie die Pharmaindustrie. Die Koalition gibt dem Druck der Branche beim Herstellerrabatt nach. Das ist ärgerlich, umso härter muss an anderer Stelle gespart werden. Nun hängt alles am Streit um die Kliniken.
Meinung | Düsseldorf · Hausärzte haben Wartezimmer, aber keine Lobby wie die Pharmaindustrie. Die Koalition gibt dem Druck der Branche beim Herstellerrabatt nach. Das ist ärgerlich, umso härter muss an anderer Stelle gespart werden. Nun hängt alles am Streit um die Kliniken.
Wenn Kostenpflichtiger Inhalt die größte deutsche Krankenkasse Hausarztverträge kündigt, über die eine Million Patienten versorgt werden, ist das ein Paukenschlag. Natürlich lässt die Techniker Kasse diese nicht unversorgt. Bis es neue Verträge gibt, laufen die alten erst mal weiter. Aber sie will nicht akzeptieren, dass es mehr Honorar für Hausärzte gibt, ohne dass dies Patienten oder Beitragszahlern etwas bringt. Haus- und Kinderärzte wiederum warnen, dass noch mehr Praxen aufgeben, Wartezeiten und Wege länger werden, wenn die Kürzungen kommen, die Ministerin Nina Warken (CDU) plant.