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Sie haben 10.000 Euro auf dem Konto? Eine Expertin sagt, was Sie jetzt damit tun sollten

Дата публикации: 03-07-2026 05:30:00

10.000 Euro gespart. Und jetzt? Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista, gibt eine ehrliche, konkrete Antwort.

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Stand: 03.07.2026, 18:57 Uhr

Von: Giuliana Gospodarek

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Portemonnaie voller Geld

große Geldsumme auf dem Konto © IMAGO/Schoening

10.000 Euro gespart. Und jetzt? Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista, gibt eine ehrliche, konkrete Antwort.

10.000 Euro auf dem Konto. Ein Betrag, der sich nach etwas anfühlt. Nach einer Entscheidung, die getroffen werden sollte. Aber welcher?

Content-Partnerschaft:

Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Fortunalista entstanden. Fortunalista ist eine Plattform für Finanzbildung, die Frauen dabei unterstützt, ihre Finanzen selbstbestimmt zu gestalten. Mit einem klaren Verständnis für die Herausforderungen rund um Geld zeigt Fortunalista, wie Frauen mit dem Investment Code ihren Weg in die finanzielle Unabhängigkeit finden.

Diese Frage landet regelmäßig bei Margarethe Honisch, Finanzexpertin und Gründerin von Fortunalista. Und ihre Antwort ist immer dieselbe: Es kommt darauf an. Auf drei Dinge genau.

„10.000 Euro sind kein Problem, das gelöst werden muss“, sagt Margarethe Honisch. „Sie sind eine Chance. Aber welche Chance das ist, hängt davon ab, wo man finanziell gerade steht.“

Zuerst: Die drei Fragen, die alles entscheiden

Bevor auch nur ein Euro bewegt wird, stellt Margarethe Honisch drei Fragen.

Gibt es hochverzinste Schulden?

Wer einen Dispokredit hat, zahlt oft 10 bis 15 Prozent Zinsen jährlich. Ein ETF bringt historisch rund 7 Prozent. Wer investiert, bevor er den Dispo tilgt, verliert real Geld. Die Rechnung ist eindeutig: Hochverzinste Schulden zuerst abbauen.

Gibt es einen Notgroschen?

Drei bis sechs Nettomonatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto. Wer diesen Puffer nicht hat, sollte ihn zuerst aufbauen. Nicht weil Investieren falsch ist, sondern weil ohne Notgroschen das Depot bei der ersten unerwarteten Ausgabe angetastet werden muss. Genau dann, wenn der Markt vielleicht im Minus ist.

Wann wird das Geld gebraucht?

Wer die 10.000 Euro in zwei Jahren für einen Hauskauf oder eine andere große Ausgabe benötigt, investiert sie nicht ins Depot. Kurzfristiges Kapital gehört nicht in schwankende Anlagen. Es gehört aufs Tagesgeld- oder Festgeldkonto.

Szenario 1: Schulden vorhanden

„Wenn jemand zu mir kommt mit 10.000 Euro Erspartem und gleichzeitig 5.000 Euro Disposchuld, ist die Antwort klar“, sagt Margarethe Honisch. „Den Dispo tilgen. Sofort. Der Rest kommt danach.“

Wer nach der Schuldentilgung 5.000 Euro übrig hat, folgt dem nächsten Schritt.

Szenario 2: Kein Notgroschen vorhanden

Wer noch keinen ausreichenden Notgroschen hat, legt zunächst drei bis sechs Nettomonatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto zurück.

Bei 2.000 Euro Nettogehalt bedeutet das: 6.000 bis 12.000 Euro als Puffer. Wer 10.000 Euro hat und noch keinen Notgroschen, legt den Großteil aufs Tagesgeld und investiert den Rest.

„Der Notgroschen ist keine Renditeüberlegung“, betont Margarethe Honisch. „Er ist Sicherheit. Wer ihn hat, schläft ruhiger und trifft bessere Investitionsentscheidungen.“

Szenario 3: Schulden weg, Notgroschen steht

Hier wird es interessant. Wer keine hochverzinsten Schulden hat und einen soliden Notgroschen besitzt, kann die 10.000 Euro investieren.

Die Entscheidung, die dann ansteht: alles auf einmal oder gestaffelt?

Studien zeigen, dass eine Einmalanlage in rund zwei Dritteln aller historischen Zeiträume besser abschneidet als eine gestaffelte Investition. Märkte steigen langfristig. Wer früher investiert ist, hat länger Zeit zu profitieren.

Wer sich psychologisch nicht sicher ist, wie er auf einen kurzfristigen Kursverlust von 20 bis 30 Prozent reagieren würde, staffelt die Anlage über drei bis sechs Monate. Nicht weil es mathematisch besser ist, sondern weil ein Plan, der durchgehalten wird, immer besser ist als einer, der beim ersten Rücksetzer aufgegeben wird.

„Der beste ETF ist der, der nicht im Panik-Moment verkauft wird“, sagt Margarethe Honisch. „Wer weiß, dass er bei Kursverlusten ruhig bleibt, investiert alles auf einmal. Wer sich da nicht sicher ist, staffelt.“

Was konkret gekauft werden sollte

Für Einsteiger mit 10.000 Euro empfiehlt Margarethe Honisch einen breit gestreuten Weltmarkt-ETF. Einen ETF auf den MSCI World oder den MSCI All Country World Index.

Günstig, transparent, breit diversifiziert, historisch bewährt. Kein komplexes Portfolio, keine Einzelaktien, keine Themen-ETFs. Ein ETF reicht für den Anfang vollkommen aus.

Was dabei zu beachten ist:

  • TER unter 0,25 Prozent
  • Fondsvolumen über 500 Millionen Euro
  • Physische Replikation bevorzugt
  • Freistellungsauftrag einrichten, bevor die ersten Erträge anfallen
Was nach den 10.000 Euro kommt

„10.000 Euro sind ein guter Anfang“, sagt Margarethe Honisch. „Aber der entscheidende Schritt danach ist ein monatlicher Sparplan. Nicht das einmalige Investment baut Vermögen auf. Die Regelmäßigkeit tut es.“

Wer die 10.000 Euro investiert und danach monatlich 150 Euro im Sparplan weiter investiert, hat nach 20 Jahren bei 7 Prozent Rendite rund 77.000 Euro allein aus dem Sparplan. Dazu kommen die 10.000 Euro Einmalanlage, die nach 20 Jahren bei 7 Prozent Rendite auf rund 38.700 Euro gewachsen sind.

Zusammen: rund 115.700 Euro. Aus 10.000 Euro Einmalanlage und 150 Euro monatlich.

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Fazit

10.000 Euro auf dem Konto sind keine Frage, die sofort beantwortet werden muss. Sie ist eine, die richtig beantwortet werden sollte.

Schulden tilgen, Notgroschen sichern, dann investieren. In dieser Reihenfolge. Mit einem breit gestreuten ETF. Und danach: monatlich weitersparen.

„Wer diese Schritte befolgt, macht nichts falsch“, sagt Margarethe Honisch. „Und wer heute anfängt, gibt dem Zinseszins die Zeit, die er braucht.“

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