Der Eufy Omni C28 setzt auf eine selbstreinigende Wischwalze statt klassischer Mopps. Ob der günstige Saugroboter iüberzeugen kann, zeigt der Test.
Der Eufy Omni C28 setzt auf eine D-förmige Bauweise mit abgeflachter Front. Das soll die Reinigung entlang von Wänden und in Ecken verbessern.
Foto: COMPUTER BILD
Der Eufy Omni C28 setzt auf eine selbstreinigende Wischwalze statt klassischer Mopps. Ob der günstige Saugroboter iüberzeugen kann, zeigt der Test.
Im Test überzeugte der Eufy Omni C28 vor allem mit seiner gründlichen Hartbodenreinigung, der starken Eckenleistung und der HydroJet-Wischwalze. Dazu kommen eine einfache Bedienung und eine für die Preisklasse umfangreiche Reinigungsstation. Schwächen zeigt der Roboter bei der Hinderniserkennung kleiner Gegenstände sowie bei hartnäckigen Flecken. Wer einen gut ausgestatteten Saug-Wisch-Roboter für rund 500 Euro sucht, erhält dennoch ein stimmiges Gesamtpaket.
Pro
Kontra
Selbstreinigende Wischwalzen waren bislang vor allem teuren
Premium-Saugroboternwie dem
Mova Z60 Ultra Rollervorbehalten. Mit dem Omni C28 bringt Eufy die Technik nun erstmals in eine deutlich günstigere Preisklasse. Neben der HydroJet-Wischwalze verspricht der Hersteller 15.000 Pascal Saugleistung, eine weitgehend wartungsfreie Reinigungsstation und ein Bürstensystem gegen Haarverwicklungen. Ob der C28 tatsächlich eine günstige Alternative zu den Spitzenmodellen darstellt, zeigt der COMPUTER-BILD-Test.
Der Eufy Omni C28 unterscheidet sich optisch deutlich von vielen Konkurrenzmodellen. Statt eines klassischen Rundgehäuses setzt Eufy auf eine D-förmige Bauweise mit abgeflachter Front. Das Design erinnert an den deutlich teureren
Eufy S2, der ebenfalls auf eine markante Frontpartie statt auf eine vollständig runde Form setzt. Zusammen mit den zwei Seitenbürsten soll der Roboter dadurch besser in Ecken und entlang von Wänden reinigen. Im Labortest sammelte der C28 17 von 20 Maiskörnern ein. Damit gehört er zu den besseren Modellen seiner Preisklasse, erreicht aber nicht ganz das Niveau der stärksten Premium-Geräte.
Mit 32,5x 32,5 Zentimetern fällt der Omni C28 vergleichsweise kompakt aus. Mit einem Gewicht von 5,05 Kilogramm bringt der Roboter ein für diese Geräteklasse übliches Gewicht auf die Waage. Das schwarze Kunststoffgehäuse wirkt schlicht und modern, die Verarbeitung macht einen ordentlichen Eindruck. Auf der Oberseite sitzen der Laserturm für die Navigation sowie Bedientasten für die wichtigsten Funktionen.

Im Ecken- und Kantentest sammelte der Eufy Omni C28 19 von 20 Maiskörnern ein – stark!
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An der Unterseite arbeiten die beiden Seitenbürsten, die DuoSpiral-Hauptbürste und die HydroJet-Wischwalze zusammen. Die zweigeteilte Hauptbürste soll Haarverwicklungen reduzieren und transportiert aufgenommene Haare direkt in den Saugkanal. Die breite Walze erstreckt sich nahezu über die gesamte Gerätebreite und gehört zu den auffälligsten Merkmalen des C28.
Ein Nachteil der Konstruktion ist die Bauhöhe. Durch den aufgesetzten Laserturm misst der Roboter 11,3 Zentimeter und benötigt damit deutlich mehr Platz als besonders flache Modelle wie der
Roborock Saros 20. Unter niedrige Sofas, Betten oder Kommoden passt der Eufy deshalb nicht immer. Wer viele flache Möbel besitzt, sollte vor dem Kauf nachmessen.
Laut Hersteller erreicht der Eufy Omni C28 eine maximale Saugleistung von 15.000 Pascal. Die Zahl liegt zwar unter den Werten vieler aktueller Flaggschiffe, im Alltag zählt jedoch vor allem das Reinigungsergebnis. Sobald der Roboter einen Teppich erkennt, erhöht er die Saugleistung automatisch dank der "BoostIQ"-Funktion. Positiv fiel auch die Geräuschentwicklung auf. Mit gemessenen 61 Dezibel arbeitet der Omni C28 im Saugbetrieb vergleichsweise leise.

Im Saugtest nahm der Eufy Omni C28 93 von 100 Gramm Testschmutz auf und hinterließ nur geringe Rückstände.
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Im Test überzeugte der Omni C28 vor allem auf Hartböden. Von 100 Gramm ausgestreutem Schmutz nahm der Roboter 93 Gramm auf und hinterließ nur geringe Rückstände. Staub, Krümel und andere Alltagsverschmutzungen entfernte er zuverlässig und arbeitete systematisch Bahn für Bahn.
Eine Besonderheit ist die DuoSpiral-Hauptbürste. Sie besteht aus zwei Bürstensegmenten, die Haare zur Mitte des Saugkanals transportieren sollen. Im Test funktionierte das gut: Selbst lange Haare verfingen sich kaum in der Bürste, sondern landeten direkt im Staubbehälter. Gerade Haushalte mit Haustieren werden diese Stärke des C28 schätzen. Für größere Wohnungen interessant: Im Test erreichte der Eufy Omni C28 eine Akkulaufzeit von 3 Stunden und 51 Minuten. Geht die Energie zur Neige, kehrt der Roboter selbstständig zur Station zurück und setzt die Reinigung nach dem Aufladen automatisch fort.

Auf Teppichen erhöht der Omni C28 automatisch die Saugleistung und hebt seine Wischwalze an.
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Auch auf Teppichen hinterließ der Roboter einen ordentlichen Eindruck. Dank automatischer Teppicherkennung schaltete der Omni C28 zuverlässig auf höhere Saugleistung um. Im Wischmodus umfährt der Omni C28 Teppiche automatisch, damit diese nicht nass werden. Auf Kurzflorteppichen arbeitete das System präzise, bei höherem Flor reicht die Reinigungsleistung jedoch nicht ganz an aktuelle Spitzenmodelle von Roborock, Dreame oder Mova heran.
Für die Nassreinigung setzt Eufy beim Omni C28 auf eine HydroJet-Wischwalze. Anders als bei den in dieser Preisklasse üblichen Doppelmopp-Systemen wird die Walze kontinuierlich mit Frischwasser versorgt und während der Reinigung fortlaufend gereinigt. Dadurch bleibt die Wischfläche dauerhaft sauber und nimmt Schmutz nicht immer wieder auf.

An der Unterseite arbeiten zwei Seitenbürsten, die DuoSpiral-Hauptbürste und die selbstreinigende HydroJet-Wischwalze zusammen.
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Frische Verschmutzungen entfernte die HydroJet-Walze problemlos, sie arbeitete ohne sichtbare Streifen oder Schlieren. Bei hartnäckigen oder angetrockneten Flecken stößt die Walzentechnik an ihre Grenzen. Andere Walzenmodelle wie der Narwal Flow 2 arbeiten hier gründlicher und benötigen oft weniger Überfahrten. Auch die fehlende Ausfahrfunktion der Walze macht sich bemerkbar. Entlang von Wänden und Fußleisten erreicht der C28 einen kleinen Bereich nicht vollständig.
Für die Navigation setzt Eufy auf LDS-Lasernavigation. Die Kartierung der Wohnung gelang im Test schnell und fehlerfrei. Mehrere Etagen lassen sich speichern, Sperrzonen anlegen und Räume individuell anpassen.

Für die Navigation nutzt der Omni C28 einen Laserturm sowie zusätzliche Sensoren zur Hinderniserkennung.
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Bei der Hinderniserkennung gibt der Omni C28 ein gemischtes Bild ab. Schuhe, Tischbeine, Treppen und erhöhte Kanten erkannte der Roboter zuverlässig. Kabel und Socken wurden jedoch nicht immer korrekt identifiziert, teilweise schob er sie vor sich her. Somit arbeitet der C28 solide, erreicht aber nicht das Niveau aktueller Spitzenmodelle von Roborock, Dreame oder Mova.

Die wichtigsten Funktionen lassen sich direkt über die Tasten auf der Oberseite des Roboters steuern.
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Die Eufy-App gehört zu den übersichtlicheren Lösungen am Markt. Reinigungspläne, Raumaufteilung sowie individuelle Saug- und Wischeinstellungen lassen sich schnell anpassen. Im Vergleich zu Roborock oder Dreame bietet die App zwar weniger Detailoptionen, überzeugt aber mit einer einfachen Bedienung. Der Omni C28 unterstützt Amazon Alexa und Google Assistant. Die wichtigsten Funktionen lassen sich direkt über die Tasten auf der Oberseite des Roboters steuern.
Zum Lieferumfang des Eufy Omni C28 gehört eine Reinigungsstation, die viele Wartungsarbeiten automatisch übernimmt. Nach der Reinigung wird der Staubbehälter entleert, die HydroJet-Wischwalze gespült und anschließend mit 50 Grad warmer Luft getrocknet. Funktionen wie automatische Staubabsaugung, Frischwassernachfüllung und Schmutzwasserabsaugung sind in dieser Preisklasse noch keine Selbstverständlichkeit.
Mit Abmessungen von 43,7×35,3×43 Zentimetern fällt die Station vergleichsweise kompakt aus und wirkt deutlich schlanker als viele aktuelle Premium-Lösungen. Die Frisch- und Schmutzwassertanks sitzen gut erreichbar auf der Oberseite und lassen sich zum Befüllen beziehungsweise Entleeren einfach abnehmen. Praktisch: Durch ihre unterschiedliche Bauform können die Tanks nicht versehentlich vertauscht werden.

Die Station übernimmt die Staubabsaugung sowie die Reinigung und Trocknung der HydroJet-Wischwalze.
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Für die Wasserversorgung stehen ein 2,2-Liter-Frischwassertank und ein separater Schmutzwassertank bereit. Unter den Tanks befindet sich der Staubbeutel, der den aufgesaugten Schmutz aufnimmt. Status-LEDs an der Station informieren, wann Wasser nachgefüllt oder Schmutzwasser entsorgt werden muss.
Die Station hinterließ einen positiven Eindruck. Die automatische Reinigung der Wischwalze funktionierte zuverlässig und reduzierte den Pflegeaufwand deutlich. Im Vergleich zu teureren Modellen von Roborock, Dreame oder Mova fehlen zwar Komfortfunktionen wie eine automatische Reinigungsmitteldosierung oder besonders umfangreiche Selbstreinigungsprogramme. Für einen Saug-Wisch-Roboter dieser Preisklasse bietet der Omni C28 dennoch einen überdurchschnittlich hohen Automatisierungsgrad.
Der Eufy Omni C28 machte im Test einen guten Eindruck. Zu seinen größten Stärken zählen die gute Eckenreinigung, die überzeugende Saugleistung auf Hartböden sowie die HydroJet-Wischwalze, die man in dieser Preisklasse nur selten findet. Hinzu kommen eine übersichtliche App und eine gut ausgestattete Reinigungsstation mit automatischer Walzenreinigung.
Eufy
399,00 EUR
Ganz ohne Schwächen ist der Roboter jedoch nicht. Die Navigation arbeitet weniger präzise als bei aktuellen Spitzenmodellen von Roborock, Dreame oder Mova. Zudem erreicht die Wischleistung bei eingetrockneten Flecken nicht das Niveau teurer Walzenmodelle. Und die Bauhöhe von 11,3 Zentimetern schränkt den Einsatz unter niedrigen Möbeln ein.
Wer vor allem Hartböden reinigen möchte und Wert auf eine starke Eckenreinigung legt, erhält mit dem Eufy Omni C28 ein interessantes Gesamtpaket. Gegenüber vielen Konkurrenten in der 500-Euro-Klasse punktet er mit seiner Walzentechnik und dem hohen Automatisierungsgrad der Station. Für höchste Ansprüche bei Navigation, Hinderniserkennung und Wischleistung bieten Premium-Modelle allerdings weitere Vorteile.
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