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Hisense E7S im Test: QLED-Fernseher mit Dolby Vision für unter 500 Euro

Дата публикации: 31-07-2026 14:20:00

Ein 100-Hertz-Fernseher ist Voraussetzung für ein ruckelfreies Bild? Muss nicht sein, wie der COMPUTER BILD-Test des Hisense 65E7S beweist.

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Ein 65-Zoll-TV für 499 Euro: Das gibt es nur bei HisenseHisense E7S im Test: QLED-Fernseher mit Dolby Vision für unter 500 Euro

Ein 65-Zoll-QLED-TV für 499 Euro – kann das gut gehen? Unser Test zeigt, wo der Hisense E7S überrascht und welche Kompromisse Sie eingehen müssen.

Foto: COMPUTER BILD

Ein 100-Hertz-Fernseher ist Voraussetzung für ein ruckelfreies Bild? Muss nicht sein, wie der COMPUTER BILD-Test des Hisense 65E7S beweist.

Testfazit

Hisense platziert den E7S als günstigen Einstiegs-Fernseher im LCD-Segment. Im Test überzeugte der China-TV mit kräftigen Farben und einer guten Bewegtbilddarstellung. Für die Preisklasse ungewöhnlich und daher löblich sind die Implementierung von Dolby Vision und HDR10+. Überzeugt hat uns auch die schlanke und intuitive Benutzeroberfläche Vidaa. Aufgrund einer Bildraten-Begrenzung auf 60 Hertz ist der QLED-Fernseher allerdings für Gamer weniger geeignet. Das Beste am 65E7S ist ohnehin der Preis: Zum Testzeitpunkt war die 65-Zoll-Version für 499 Euro zu haben.

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Pro

  • Gute Farbwiedergabe
  • Dolby Vision und HDR10+
  • Schlankes Betriebssystem

Kontra

  • Nicht sehr hell
  • Nur 60 Hertz

Die Zeiten, in denen China-Fernseher von

TCL

und

Hisense

ihr Dasein in Dönerbuden und Spielhallen fristeten, sind vorbei. Die Chinesen greifen den LCD-Markt großflächig an und platzieren ihre Geräte im Premium-, Mittelklasse- und Einsteigersegment. Zu Letzterem zählt auch der Hisense E7S, den wir als 65-Zoll-Variante 65E7S (Bildschirmdiagonale 165 Zentimeter) im Test hatten. Wie viel Fernseher es für 500 Euro geben kann? Wir haben es herausgefunden!

Hisense E7S im Test: Rückseite aus Alu

Der Hisense E7S ist fix aufgebaut. Mit vier Schrauben lassen sich die beiden Plastikfüßchen an der Gehäuse-Unterseite des Fernsehers befestigen. Obwohl der TV sehr leicht ist und wir zunächst einen Plastikbomber vermuten, sind Rückseite und Rahmen aus Aluminium. Nur der Technikrucksack ist aus Kunststoff gefertigt.

Ab Werk kommt der Hisense E7S mit knackigen, aber etwas zu kühlen Farben.

Ab Werk kommt der Hisense E7S mit knackigen, aber etwas zu kühlen Farben.

Foto: COMPUTER BILD

Vidaa zeigt, wie es geht

Durch die Einrichtung führt uns die intuitiv bedienbare Benutzeroberfläche Vidaa. Hier lässt sich etwa entscheiden, ob wir Alexa oder Vidaa Voice als Sprachassistentin nutzen wollen. In letztgenanntem Fall müssen User ein Vidaa-Konto anlegen. Für Apps gibt es dagegen – anders als bei den meisten TV-Herstellern – keinen Login-Zwang. Sehr schön!

Neben Dolby Vision unterstützt der E7S das Raumklangformat Dolby Atmos, letzteres aber nur virtuell.

Neben Dolby Vision unterstützt der E7S das Raumklangformat Dolby Atmos, Letzteres aber nur rein virtuell.

Foto: COMPUTER BILD

Nicht alle Apps verfügbar

Kleiner Nachteil? Auf dem hierzulande noch recht unbekannten Smart-TV-System sind nicht immer alle Apps verfügbar. Zum Testzeitpunkt fehlte allerdings nur Sky WOW. Netflix, Spotify & Co. waren vorhanden. Es gibt sogar HD+ und MagentaTV. Natürlich lässt sich mit dem Hisense E7S auch herkömmliches Fernsehen via Satellit, Antenne oder Kabel empfangen.

Wie viele Farben der China-TV zeigt, offenbart der Calman-Test.

Wie viele Farben der China-TV zeigt, offenbart der Calman-Test.

Foto: COMPUTER BILD

Etwas kühl ab Werk

Ab Werk liefert Hisense den 65E7S im KI-Modus Bild- und Klangverbesserung (ACR) aus. Damit zeigt der Fernseher ein brillantes Bild mit guten, aber etwas unterkühlten Farben. Besser, User aktivieren den Filmmaker Mode. Mit einer Farbtemperatur von 6.719 Kelvin verfehlte der E7S den optimalen Weißpunkt von 6.500 Kelvin nur knapp.

Deutlich voller klingt der Ton auch mit der "Kino"-Einstellung nicht.

Deutlich voller klingt der Ton auch mit der "Kino"-Einstellung nicht.

Foto: COMPUTER BILD

Quantum Dots für kräftige Farben

Zudem deckt der Hisense-Fernseher den fürs TV-Schauen relevanten sRGB-Farbraum zu knapp 97 Prozent ab, während es vom für HDR-Inhalte wichtigen DCI-P3-Farbraum stolze 94 Prozent zu sehen gibt. Die großen Farbräume sind auch den Quantum Dots (daher die Bezeichnung QLED) zu verdanken – kleine Nanokristalle, die für besonders reine Grundfarben sorgen.

Ob die Blumenwiese auf dem 65E7S auch ohne Quantum Dots so farbenfroh wäre?

Ob die Blumenwiese auf dem 65E7S auch ohne Quantum Dots so farbenfroh wäre?

Foto: COMPUTER BILD

Hier liegen die Schwächen

Bei Leuchtkraft und Kontrast ging dem Hisense 65E7S im Test leider die Puste aus. So war die maximale HDR-Helligkeit nur unwesentlich höher als bei SDR-Inhalten (339 Nits zu 282 Nits) und das Kontrastverhältnis lag bei 5.640:1. Damit sehen schwarze Bildinhalte eher dunkelgrau aus, was sich gut an Cinemascope-Balken in Filmen beobachten lässt. Mangels Local Dimming und der vergleichsweise niedrigen Maximalhelligkeit gibt es immerhin kaum Blooming, also ein Überstrahlen heller in dunkle Bildbereiche.

Von OLED-Schwarz ist der Hisense 65E7S ein gutes Stück entfernt und das Glossy Display spiegelt etwas.

Von OLED-Schwarz ist der Hisense 65E7S ein gutes Stück entfernt und das Glossy Display spiegelt etwas.

Foto: COMPUTER BILD

Top für abgedunkelte Wohnzimmer

Trotzdem: In abgedunkelten Räumen lassen sich Filme und Serien auf dem E7S problemlos genießen. Um das Beste aus dem Panel zu holen, ist der Hisense mit den Bild-Verbesserern

Dolby Vision

und HDR10+ ausgerüstet. Damit zeigt der Fernseher kompatible HDR-Inhalte genau so, wie vom Regisseur beabsichtigt – begrenzt durch Maximalhelligkeit und -kontrast.

Auch für HDR10+-Inhalte gibt es einen extra Filmmaker Mode.

Auch für HDR10+-Inhalte gibt es einen extra Filmmaker Mode.

Foto: COMPUTER BILD

Dolby Vision IQ ist dabei

Beachtlich für die Preisklasse: Der 65E7S bezieht bei Dolby-Vision-Material auf Wunsch auch die Raumhelligkeit mit ein ("Dolby Vision IQ", das IQ steht für Intelligence). So bleiben selbst bei Tageslicht Details in dunklen Filmszenen sichtbar, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer den Bildmodus anpassen müssen. Auf "Dolby Vision 2 (Max)" verzichtet der U7DSE allerdings. Das fällt derzeit indes kaum ins Gewicht, da es für den neuen HDR-Standard bislang keine Inhalte gibt.

Hisense E7S im Test: QLED-Fernseher mit Dolby Vision für unter 500 Euro

Dank Dolby Vision IQ kann der Hisense-Fernseher auf Wunsch die Raumhelligkeit miteinbeziehen.

Foto: COMPUTER BILD

Wie stabil sind die Blickwinkel?

Was trotz des theoretisch blickwinkelstabilen VA-Displays auffällt: Farben und Kontraste verwaschen umso schneller, je schräger User auf den Bildschirm des E7S schauen. Besser macht das etwa der

Hisense 65U7DSE

. Der kostet aber auch 300 Euro mehr. Keine Frage des Geldes scheint die gute Zwischenbildberechnung im Hisense E7S zu sein. Das ist umso beachtlicher, als dass im TV nur ein herkömmliches 60- und kein

100-Hertz-Display

steckt.

Die Fernbedienung fühlt sich nicht besonders hochwertig an, überzeugt aber mit ihrer handlichen Form und allen wichtigen Bedienelementen.

Die Fernbedienung fühlt sich nicht besonders hochwertig an, überzeugt aber mit ihrer handlichen Form und allen wichtigen Bedienelementen.

Foto: COMPUTER BILD

Bewegungsglättung bei 60 Hertz?

Doch auch hier gibt es eine Einstellung für die Bewegungsglättung, im Hisense-Menü Bildschärfe genannt. Zwar kann der E7S ein normales 50 Hertz starkes TV-Signal nicht noch flüssiger machen – 24p-Material, also quasi jeden Kino-Film, dagegen schon. Was auf der großen, weit entfernten Leinwand kaum auffällt, sticht im Heimkino umso mehr ins Auge: Besonders in hektischen Szenen scheint das Bild leicht zu ruckeln. Hier schafft der Hisense mit verschiedenen Eingriffsstufen Abhilfe.

Mit der "Standard"-Bildschärfe erzeugt der E7S überraschend flüssig Bilder. Die sind allerdings nicht frei von Artefakten.

Mit der "Standard"-Bildschärfe erzeugt der E7S überraschend flüssige Bilder. Die sind allerdings nicht frei von Artefakten.

Foto: COMPUTER BILD

Die beste Einstellung der Zwischenbildberechnung

Der größte sichtbare Unterschied zu einem 100-Hertz-Panel, wie es etwa im Hisense 65U7DSE steckt? Die

Zwischenbildberechnung

erzeugt nicht nur auf der höchsten Stufe Stark, sondern auch auf der zweithöchsten Einstellung Standard teilweise unliebsame Geisterbilder in Form von Konturen um Personen oder Gegenstände in Bewegung. Nahezu artefaktfrei spielt der Fernseher Inhalte dagegen in den Modi Klar und Film. Während Klar einen guten Kompromiss zwischen sanfter Glättung und authentischer Wiedergabe darstellt, empfiehlt sich Film eher für Puristen, die möglichst nah an der 24p-Wiedergabe aus dem Kino bleiben möchten.

Hisense E7S im Test: QLED-Fernseher mit Dolby Vision für unter 500 Euro

Arcade-Racer wie "Forza Horizon 5" oder "Dirt 5" (im Bild) laufen mit maximal 60 Bildern pro Sekunde. Dafür reicht das 60-Hertz-Panel des E7S.

Foto: COMPUTER BILD

Gaming ohne 120 Hertz?

Zwingend abgeschaltet ist die Zwischenbildberechnung beim Gaming. Dieser Kunstgriff ist erstens nicht nötig, da die Grafikkarte von (Gaming)-PC und

Konsole

in der Regel schon so viele Bilder pro Sekunde (fps) ausgibt, wie der Fernseher verarbeiten kann. Und zweitens würde es zu einem starken Input-Lag kommen, wenn der TV nach jedem Bild ein weiteres einfügt. So lag die Eingabeverzögerung im Test bei unkritischen 9,2 Millisekunden. Aufgrund der Begrenzung auf 60 Hertz eignet sich der E7S allerdings nur bedingt für schnelle Multiplayer-Gefechte. Doch lassen sich selbst viele aktuelle PlayStation-5-Spiele (zum Beispiel das Autorennen "Forza Horizon 5") ohnehin nur mit maximal 60 Bildern pro Sekunde zocken, sodass in dem Fall kein Nachteil besteht.

Im Gegensatz zu Premium-Fernsehern besitzt der E7S nur dreimal HDMI mit 60 Hertz.

Im Gegensatz zu Premium-Fernsehern besitzt der E7S nur dreimal HDMI mit 60 Hertz.

Foto: COMPUTER BILD

Der Klang überzeugt weniger

Den Rotstift angesetzt hat Hisense hingegen beim Ton. Filme und Serien untermalt der E7S mit einem etwas dünnen Klang aus zwei nach unten abstrahlenden Stereo-Lautsprechern. Wer den Tonmodus von Standard auf Kino stellt, erhält minimal mehr Volumen, dafür klingt der Fernseher etwa dumpfer. Abhilfe schafft eine Soundbar, die sich an die HDMI-eARC-Buchse des 65E7S hängen lässt.

Externe Verlinkung

Hisense

65E7S (65 Zoll)

  • Gute Farbwiedergabe
  • Dolby Vision und HDR10+
  • Schlankes Betriebssystem
  • Nicht sehr hell
  • Nur 60 Hertz

489,00 EUR

Idealo Logo

Test-Fazit Hisense E7S

Hisense platziert den E7S als günstigen Einstiegs-Fernseher im LCD-Segment. Im Test überzeugte der China-TV mit kräftigen Farben und einer guten Bewegtbilddarstellung. Für die Preisklasse ungewöhnlich und daher löblich sind die Implementierung von Dolby Vision und HDR10+. Überzeugt hat uns auch die schlanke und intuitive Benutzeroberfläche Vidaa. Aufgrund einer Bildraten-Begrenzung auf 60 Hertz ist der QLED-Fernseher jedoch für Gamer weniger geeignet. Das Beste am 65E7S ist ohnehin der Preis: Zum Testzeitpunkt war die 65-Zoll-Version für 499 Euro zu haben. Ansonsten gibt es den Hisense E7S noch in folgenden Größen:

  • Hisense 43E7S, 43 Zoll oder 109 Zentimeter, ideal für etwa 2 Meter
  • Hisense 50E7S, 50 Zoll und 127 Zentimeter, ideal für etwa 2,50 Meter Betrachtungsabstand
  • Hisense 55E7S, 55 Zoll und 140 Zentimeter, ideal für etwa 3 Meter
  • Hisense 58E7S, 58 Zoll und 140 Zentimeter, ideal für etwa 3,10 Meter
  • Hisense 65E7S, 65 Zoll und 164 Zentimeter, ideal für etwa 3,30 Meter (im Test)
  • Hisense 75E7S, 75 Zoll und 190 Zentimeter, ideal für 3,80 Meter
  • Hisense 85E7S, 85 Zoll und 215 Zentimeter, ideal ab 4,30 Meter

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