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Immobilienkauf wird teurer: Worauf Käufer achten müssen

Дата публикации: 09-05-2026 08:50:00

Immobilienpreise ziehen wieder an. Warum der Markt stabil bleibt, was Käufer beachten müssen und weshalb Finanzierung jetzt entscheidend ist.

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Crash oder Comeback? Auf dem Immobilienmarkt kursieren extreme Prognosen. Tatsächlich zeigt sich ein differenziertes Bild: Preise steigen wieder leicht, doch Käufer und Verkäufer müssen umdenken.

Wer sich aktuell mit Immobilien befasst, bekommt zwei extreme Szenarien präsentiert. Die eine lautet: Jetzt brechen die Preise ein. Die andere: Wer nicht sofort kauft, wird es bald bereuen. So pauschal stimmt beides nicht. Der Markt ist weder im freien Fall noch zurück in der alten Euphorie. Er ist anspruchsvoller geworden.  

Arndt Gerhardts ist Immobilienmakler und seit über 20 Jahren in der Branche tätig. Er ist Autor des Buches "Hurra, mein Haus ist weg!", einem Ratgeber, in dem er Schritt für Schritt erklärt, wie man eine Immobilien erfolgreich verkauft. Gerhardts ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

Preise steigen wieder – aber selektiv

Nach der Korrektur Ende 2022 sind die Preise 2025 wieder gestiegen. Im dritten Quartal 2025 lagen die Wohnimmobilienpreise in Deutschland 3,3 Prozent über dem Vorjahresquartal und ein Prozent über dem Vorquartal. Das Statistische Bundesamt spricht vom vierten Anstieg in Folge.

Wichtig ist: Den einen Immobilienmarkt gibt es nicht, sondern gute und schwache Lagen. Es gibt energetisch vernünftige Häuser und Objekte, bei denen der Käufer schon beim ersten Rundgang die künftige Rechnung mitkauft. 

Es gibt solvente Interessenten und solche, die an der Finanzierung scheitern, noch bevor es ernst wird. Deshalb steigen die Preise nicht mehr automatisch. Sie halten sich dort, wo das Angebot knapp ist und die Immobilie in Lage, Zustand und Zukunftsfähigkeit überzeugt.

Neubau-Mangel stützt die Preise

Weil zu wenig gebaut wird, fallen die Preise nicht grundsätzlich. Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken rechnet für dieses Jahr mit einem moderaten Anstieg um 3,1 Prozent. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der Finanzierungsvermittler für Immobilien Dr. Klein. 

Das ist weit entfernt von den Jahren, in denen fast alles teurer wurde, weil Geld billig war. Aber es ist eben auch kein Markt, in dem Wohneigentum in der Breite plötzlich verramscht wird.

Banken finanzieren zwar weiter, aber sie prüfen genauer und rechnen strenger. Und das hat Folgen: Nicht jede Preisvorstellung lässt sich noch durchsetzen. Nicht jeder Käufer bekommt noch jede Kalkulation von der Bank genehmigt.

Energieeffizienz entscheidet über den Wert

Hinzu kommt ein Punkt, der lange unterschätzt wurde und inzwischen den Preis ganz nüchtern mitbestimmt: die Energieeffizienz. Eine gute Energiebilanz senkt nicht nur laufende Kosten. Sie stabilisiert auch den Wert. 

Umgekehrt heißt das: Wer ein unsaniertes Haus verkauft, verkauft vielen Käufern auch eine künftige Baustelle. Und das wirkt sich auf den Preis aus.

Was Käufer und Verkäufer jetzt beachten müssen

Was heißt das nun konkret? Käufer sollten nicht auf den perfekten Zeitpunkt warten, sondern sauber rechnen. Entscheidend sind: 

  1. ein tragfähiges Finanzierungskonzept,
  2. ein ausreichend langer Zeithorizont,
  3. ein ehrlicher Blick auf Zustand, Lage und energetische Qualität. 

Verkäufer wiederum sollten sich von der Vorstellung verabschieden, dass der Markt jeden Wunschpreis bezahlt. Gute Immobilien werden auch 2026 ihren Käufer finden. 

Aber überzogene Preise, schwache Lagen und unsanierte Bestände kosten vor allem eines: Zeit. Und Zeit kostet am Ende oft Geld.

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