Ein Touristenpaar setzte sich gemeinsam an einen öffentlichen Strand in Triest, Italien. Das sorgte für Ärger.
Ein Touristenpaar setzte sich gemeinsam an einen öffentlichen Strand in Triest, Italien. Das sorgte für Ärger.
Im italienischen Triest gibt es einen öffentlichen Strand mit einer ungewöhnlichen Besonderheit: Bis heute trennt am Pedocin eine Mauer den Bereich für Frauen und Kinder bis zwölf Jahre von dem für Männer. Ein Touristenpaar aus Mailand schien diese Regel nicht zu kennen und setzte sich gemeinsam in den Männerbereich. Dies berichtet die italienische Zeitung „La Repubblica”.
Das fiel einem Stammgast des Strandes auf, die wegen ihres behinderten Kindes ausnahmsweise die Seite gewechselt hatte. Sie sprach die Frau des Paares demnach darauf an und bat sie, den Bereich zu wechseln.
Daraufhin soll die Touristin sie heftig beleidigt haben und die Strandregelung als rückständig, sexistisch und „mittelalterlich” bezeichnet haben. Laut „La Repubblica” kam es zudem zu einem Gerangel, als eine Mitarbeiterin des Strandbads eingreifen wollte. Kurz darauf verließ das Paar den Strand und verlangte den Eintrittspreis zurück.
Der Vorfall löste in Triest viele Diskussionen aus. In der Stadt selbst wird der Pedocin als Traditionsort betrachtet und gerade viele Frauen verteidigen laut „La Repubblica” die Mauer entschieden. Für sie bietet die Trennung Privatsphäre und Freiheit, etwa für ungestörte Gespräche oder zum sonnenbaden. Wer sich treffen wolle, könne das einfach im Wasser bei den Bojen tun, heißt es dort.
In Sardinien wurde in dieser Saison dagegen eine neue Strandregel eingeführt: Am Strand Punta Molentis in der Gemeinde Villasimìus auf Sardinien gelten nun strikte Vorschriften für Schattenspender. Wer zwischen zehn und 65 Jahre alt ist, darf am Meer keinen eigenen Sonnenschirm mehr aufspannen. Nur Familien mit Kindern unter zehn Jahren sowie Personen über 65 Jahren sind von dieser Vorgabe ausgenommen – und selbst sie dürfen jeweils nur einen Schirm nutzen.