Olympiasiegerin Justine Braisaz-Bouchet bereitet sich abseits der französischen Nationalmannschaft auf die Biathlonsaison 2026/27 vor. Das hat womöglich schwerwiegende Konsequenzen, wie Sportchef Stéphane Bouthiaux deutlich machte.

Justine Braisaz-Bouchet bekommt keine Einsatzgarantie vom französischen Biathlonverband
Foto: © IMAGO/Pierre Teyssot
17. Juni 2026, 07:36

sport.de
Olympiasiegerin Justine Braisaz-Bouchet bereitet sich abseits der französischen Nationalmannschaft auf die Biathlonsaison 2026/27 vor. Das hat womöglich schwerwiegende Konsequenzen, wie Sportchef Stéphane Bouthiaux deutlich machte.
Aufgrund ihrer Resultate im vergangenen Winter ist Frankreichs Biathlon-Star Justine Braisaz-Bouchet für die ersten beiden Weltcup-Wochenenden in der kommenden Saison eigentlich gesetzt. Doch dieser Status wackelt, wie Sportchef Stéphane Bouthiaux im Gespräch mit dem "Nordic Magazine" erklärte.
Weil sich die 29-jährige Olympiasiegerin freiwillig im Alleingang auf die Saison 2026/27 vorbereitet, gibt es diese Einsatzgarantie nicht. "Sie muss uns beweisen, dass sie fit genug für den Weltcup ist. Sie wird nicht nominiert, sondern muss uns erst zeigen, dass sie fit ist", betonte Bouthiaux.
Sollte Braisaz-Bouchet körperliche Defizite offenbaren, ist es dem Verantwortlichen zufolge nicht ausgeschlossen, dass sie ihren Startplatz sogar verliert. "Wenn die junge Generation sie komplett abhängt, werden wir die notwendige Entscheidung treffen. Aber das ist nicht das, was wir wollen", meinte er.
Biathlon-Star bekommt "Start-Befehl"Obwohl Braisaz-Bouchet nicht in den französischen Trainingslagern dabei sein wird, wirft der Verband ein ganz genaues Auge auf ihre Vorbereitung. Man werde vor allem die Fitnesswerte beobachten, sagte Bouthiaux dazu.
Weitere Vorgaben erteilte der Verband ihr auch für drei spezielle Events. "Wir haben ihr gesagt, dass sie beim Auftakt der Sommer-Tour in La Féclaz im September und in Arçon im Oktober und danach bei den Rennen in Bessans starten soll", erklärte der Sportchef, der bei diesen drei Rennen die Wettkampfhärte von Braisaz-Bouchet unter die Lupe nehmen möchte.
Braisaz-Bouchet hatte sich vor einigen Tagen ganz offiziell aus Frankreichs Biathlon-Team abgekapselt. Der Verband veröffentlichte daraufhin ein Statement und erklärte, dass die 29-Jährige in den Sommermonaten mehr Zeit mit ihrer Familie verbringen möchte. Dies, so hieß es in der Pressemitteilung, werde auch voll und ganz vom Verband unterstützt.
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