Die Krise um Gianni Infantino spitzt sich weiter zu. Nun ist von einer Krisensitzung in Marokko die Rede, während ein Top-Funktionär dem Fifa-Chef offen Erpressung vorwirft.
Die Krise um Gianni Infantino spitzt sich weiter zu. Nun ist von einer Krisensitzung in Marokko die Rede, während ein Top-Funktionär dem Fifa-Chef offen Erpressung vorwirft.
Gianni Infantino soll hochrangige Fifa-Mitarbeiter zu einer Krisensitzung am Mittwoch in Marokkos Hauptstadt Rabat einberufen haben. Das berichten die „Times“ und „Sky News“ übereinstimmend. Es sei allerdings noch unklar, worum es bei dem Treffen genau gehen wird.
Top-Funktionär wirft Infantino Erpressung vor
In der aktuellen Fifa-Krise sieht sich der angezählte Präsident Gianni Infantino nun auch Erpressungsvorwürfen ausgesetzt. Der Chef des jordanischen Fußball-Verbandes, Prinz Ali bin al-Hussein, behauptet, dass seinen Auswahlspielern in den vergangenen Monaten von der Fifa Gelder vorenthalten worden seien. „Bis mir während der Weltmeisterschaft mündlich mitgeteilt wurde, dass es unserem Fußballverband sehr helfen würde, wenn ich Infantino unterstütze„, schrieb al-Hussein dazu auf der Plattform X.
Als Zweitplatzierte des Fifa Arab Cups im Dezember 2025 stünde Jordanien noch ein Preisgeld zu, das Medienberichten zufolge 4,2 Millionen Dollar (gut 3,6 Millionen Euro) betrug. „Das Geld, das unser Team für das Erreichen das Finales bekommen sollte, wurde noch nicht ausgezahlt, und das, obwohl die Fifa gleichzeitig damit angibt, wie viele Milliarden sie noch in Reserve hat„, schrieb al-Hussein auf der Nachrichtenplattform.
„Wir haben ihn bisher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun„, stellte der Prinz klar und ergänzte: „Aber die gesamte Situation läuft auf Erpressung hinaus und wir weigern uns, das zuzulassen.„ Der Weltverband war von dpa für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen angefragt.
Prinz Al-Hussein war 2016 im Rennen um die Präsidentschaft des Weltverbands gegen Infantino angetreten, hatte aber keine Chance. Schon im Jahr zuvor war er dem damaligen Fifa-Boss Sepp Blatter bei der Wahl unterlegen. Von 2011 bis 2015 war er als Vizepräsident im mächtigen Exekutivkomitee der Fifa.
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