Da hat etwas in ihm gebrodelt: Gianni Infantino teilt aus. Und wie. Der Fifa-Präsident rechnet mit seinen Kritikern ab.
Da hat etwas in ihm gebrodelt: Gianni Infantino teilt aus. Und wie. Der Fifa-Präsident rechnet mit seinen Kritikern ab.
In einem 15-seitigen Instagram-Statement wirft Infantino kritischen Beobachtern und Medien vor, „Hass zu verbreiten“ und Falschinformationen zu streuen.
Die WM habe „die Menschheit von ihrer besten Seite“ gezeigt und Milliarden Menschen begeistert, schreibt der 56-Jährige.
Wer das nicht erkannt habe, sei „von Hass und Kritik so vereinnahmt“ gewesen, dass ihm die Freude am Fußball entgangen sei. „Während ihr spaltet, vereinen wir“, so seine Botschaft.
„An diejenigen, die hinter ihren Stiften und Blättern, hinter ihren Bildschirmen sitzen und Hass und falsche Gerüchte verbreiten, möchte ich sagen: Während ihr euch im Hintergrund versteckt, stehen wir bei der Fifa an vorderster Front, organisieren, arbeiten hart und sorgen dafür, dass die beste Show der Welt stattfindet.“
Kritikern empfehle er „zu meditieren, zu beten oder ein Fußballspiel zu schauen“, anstatt ihre Energie mit Hass zu verschwenden.
Während die WM sportlich tatsächlich ein großer Erfolg war, sorgten sportpolitische Kontroversen immer wieder für Unruhe. Angefangen bei Visa-Beschränkungen für Fans und Offizielle – so wurde etwa dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan kurz vor Turnierstart die Einreise verweigert – über horrende Ticketpreise bis zum Fall Folarin Balogun.
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„Tatsächlich sind ,umstrittene‘ Schiedsrichterentscheidungen oder ,seltsame‘ Disziplinarmaßnahmen – wie beispielsweise möglicherweise irrtümlich vergebene rote oder gelbe Karten oder anschließende Entscheidungen, Spieler in bestimmten Situationen nicht zu sperren – in einigen der größten Ligen weltweit an der Tagesordnung und werden allgemein akzeptiert.“
Zuletzt hatte am Freitag die Ethikkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat eine Beschwerde der Menschenrechtsorganisation FairSquare gegen den Präsidenten des Weltverbands Fifa zurückgewiesen.
FairSquare hatte Infantino vorgeworfen, er habe „wiederholt gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität verstoßen, indem er US-Präsident Donald Trump seine politische Unterstützung bekundete“. Die simple Begründung des IOC: Die Eingabe falle nicht in ihren Zuständigkeitsbereich, weil „jeder Fachverband unabhängig“ sei.
Infantino schreibt in seiner Abrechnung, es gehe für ihn nicht um Politik. „Im Fußball geht es um Einheit, nicht um Spaltung. Fußball ist größer als Hass und Diskriminierung.“
Kommentare unter dem Instagram-Post lässt Infantino – wie Fragen auf Pressekonferenzen – nicht zu.
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