Iran soll modernisierte Shahed-Drohnen aus Russland erhalten haben. US-Dienste vermuten auch Hilfe bei der Zielauswahl für Angriffe im Nahen Osten.
Iran soll modernisierte Shahed-Drohnen aus Russland erhalten haben. US-Dienste vermuten auch Hilfe bei der Zielauswahl für Angriffe im Nahen Osten.
Der Iran soll von Russland modernisierte Shahed-Drohnen und zusätzliche Zieldaten für Angriffe auf US-Streitkräfte und strategische Ziele im Nahen Osten erhalten haben. Damit wäre die militärische Zusammenarbeit beider Staaten deutlich enger als bisher bekannt. Das zeigt eine Auswertung des Institute for the Study of War (ISW), die sich auf US-Geheimdienste beruft.
Demnach hat Moskau nicht nur Drohnen des Iran übernommen und im Krieg gegen die Ukraine eingesetzt, sondern die dort gewonnenen Erfahrungen an Teheran zurückgegeben. Aus den iranischen Typen Shahed-131 und Shahed-136 entwickelte Russland die Modelle Geran-1 und Geran-2, die nach vielen Einsätzen technisch überarbeitet wurden.
Die kleinere Geran-1 dient vor allem taktischen Angriffen, so das Fachmagazin „Army Recognition“. Die Drohne trägt einen Sprengkopf von 10 bis 20 Kilogramm.
Die größere Geran-2 wurde im Ukraine-Krieg zum wichtigsten russischen Langstreckensystem dieser Art. Sie ist rund 3,5 Meter lang, trägt meist 40 bis 50 Kilogramm Sprengstoff und soll 1500 bis 2500 Kilometer weit fliegen können. Bei ihr gab es mehrere Änderungen:
Auch die Fertigung wurde so angepasst, dass größere Stückzahlen möglich sind. Russland soll inzwischen mehrere tausend dieser Drohnen pro Jahr herstellen können.
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Nach Einschätzung von US-Geheimdiensten könnten genau diese Verbesserungen inzwischen wieder in Drohnen des Iran stecken, so der Bericht. Russland soll dem Iran auch Informationen für die Zielauswahl bei Angriffen auf amerikanische Einrichtungen geliefert haben. Dazu könnten Satellitenaufklärung, Funkaufklärung und Daten über Standorte von US-Kräften gehören.
Für das US-Militär hätte das erhebliche Folgen. Künftige Angriffe könnten präziser geplant werden und besser gegen Flugabwehr bestehen. „Hochwertige Zielinformationen entscheiden bei modernen Präzisionsangriffen oft ebenso sehr über den Einsatzerfolg wie die Eigenschaften der eingesetzten Waffe“, so die Auswertung des ISW. Betroffen wären demnach Basen, Logistikzentren, Munitionslager und Marineanlagen im Nahen Osten.
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