Iran soll im April eine US-F-15E mit Hilfe mehrerer Drohnen geortet haben. Die Entwicklung zeigt, wie schnell Teheran seine Taktik anpasst – während den USA Abfangraketen fehlen.
Iran soll im April eine US-F-15E mit Hilfe mehrerer Drohnen geortet haben. Die Entwicklung zeigt, wie schnell Teheran seine Taktik anpasst – während den USA Abfangraketen fehlen.
Iranische Truppen sollen beim Abschuss eines US-Kampfjets im April mehrere Drohnen eingesetzt haben. Nach Angaben der „New York Times“ unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten US-Militärvertreter, erhielt das iranische Kommando durch die Drohnen „entscheidende Informationen“, um den Kampfjet ins Visier zu nehmen. Die F-15E Strike Eagle soll anschließend von einer schultergestützten Rakete getroffen worden sein. Die Waffe gilt als möglicherweise chinesischer Herkunft.
Der Pilot und der Waffenoffizier konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Der Pilot wurde rasch gefunden, der Waffenoffizier blieb jedoch fast zwei Tage verschwunden. US-Spezialkräfte suchten schließlich nach ihm und brachten ihn in Sicherheit.
Ein möglicher Hinweis auf diese Taktik stammt aus dem Bericht des Piloten. Er berichtete laut „CNN“ von einer ungewöhnlichen Drohnenformation am Himmel. Mehrere Fluggeräte hätten sich bewegt, als wären sie miteinander verbunden. Unter größeren Drohnen seien kleinere Geräte wie „Beine“ zu sehen gewesen. Der Pilot sprach auch von einem „Minenfeld aus Drohnen“.
Ob diese Formation tatsächlich an der Ortung der F-15E beteiligt war, ist jedoch unklar. Die Berichte beruhen auf Aussagen nicht genannter Quellen. Möglich ist auch, dass andere Drohnen das Flugzeug entdeckten und die auffällige Formation damit nichts zu tun hatte.
Experten weisen zudem darauf hin, dass dafür keine hochentwickelte Schwarmtechnologie nötig wäre. Bereits eine einzelne Drohne mit Kamera könnte grobe Angaben zu Richtung, Geschwindigkeit und Höhe liefern. Mehrere Drohnen könnten zusammen ein einfaches, aber schwer angreifbares Beobachtungsnetz bilden.
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Ein US-Militärvertreter sagte laut „The War Zone“, Iran habe sich bei seinem Vorgehen an Erfahrungen aus dem Ukraine-Krieg orientiert. Die Ukraine nutzt vergleichsweise günstige Drohnen zur Aufklärung, zur Zielverfolgung und zur Unterstützung teurerer Waffen.
Drohnen könnten zudem Radar- und Funksignale erfassen. Dadurch ließe sich möglicherweise der Standort eines Flugzeugs bestimmen. Nach den schweren Angriffen der USA und Israels auf iranische Luftabwehrsysteme könnte ein solches Netz eine einfache Ersatzlösung gewesen sein.