Die weiß-grünen Räder und Scooter stehen auch in zahlreichen deutschen Städten bereit. Jetzt nimmt das Start-up Lime in den USA Kurs auf die Börse.
Das von Uber unterstützte E-Bike-Start-up Lime kommt einem Börsengang in den USA näher. Der IPO ist ein erster Testlauf für das Interesse von Anlegern an dem Unternehmen, dessen unverwechselbare hellgrüne Zweiräder durch die Straßen in Städten von London bis Paris kurven.
Einem Bericht der „Financial Times “ zufolge reichte Limes Muttergesellschaft Neutron Holdings am Freitag das sogenannte S-1-Formular ein. Daraus geht hervor, dass das Unternehmen plant, an der Nasdaq unter dem Tickersymbol „LIME“ notiert zu werden. Laut dem Antrag sind Goldman Sachs und JPMorgan die federführenden Banken, die den Börsengang begleiten. Die Bedingungen des Angebots wurden nicht bekannt gegeben.
Der in San Francisco ansässige Betreiber von E-Bike- und E-Scooter-Verleihdiensten wurde zuletzt im Jahr 2020 mit rund 500 Millionen US-Dollar bewertet, als Uber einen Anteil erwarb. Dieser Deal bedeutete jedoch einen Rückgang gegenüber der Bewertung von 2,4 Milliarden US-Dollar vor der Coronapandemie.
Der Börsengang könnte einen Wendepunkt für Lime und den gesamten Mikromobilitätssektor markieren. Bislang hatten die jungen Firmen in diesem Bereich mit regulatorischen Hürden zu kämpfen. Nach Jahren hoher Verluste gelang es vielen Firmen nicht, Investoren für sich zu gewinnen.
Unter Berufung auf den Prospekt berichtete die „FT“, dass der Umsatz von Lime im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent auf 886 Millionen US-Dollar gestiegen ist, die Nettoverluste im gleichen Zeitraum jedoch um 75 Prozent auf 59,3 Millionen US-Dollar kletterten.
Konkurrent Bird meldete 2023 nach schweren Verlusten Insolvenz an. Das Unternehmen war einst mit mehr als zwei Milliarden US-Dollar bewertet worden.
Lime wurde 2017 gegründet und bietet in rund 230 Städten in 29 Ländern die kurzfristige Vermietung von Elektrofahrrädern und -rollern an. In der Pandemie war die vom ehemaligen Uber-Manager Wayne Ting (42) geleitete Gruppe unter Druck geraten. Die Dienste waren stark eingeschränkt und das Unternehmen gezwungen, den Betrieb in fast zwei Dutzend Ländern auszusetzen.
Dem Unternehmen zufolge hält Uber derzeit mehr als 10 Prozent an Lime. Die Integrationsvereinbarung der Unternehmen, die es ermöglicht, Limes Fahrzeuge über die Uber-App zu mieten, trug im vergangenen Jahr etwa 14 Prozent zum Gesamtumsatz von Lime bei. Zweitgrößter Anteilseigner ist demzufolge Andreessen Horowitz mit einem Anteil von mehr als 5 Prozent.
Das Unternehmen steht im Wettbewerb mit mehreren Start-ups wie Voi , Bolt und dem britischen Unternehmen Forest. Zudem konkurriert es mit Lyfts Motivate, dem Betreiber des New Yorker Citi-Bike-Dienstes sowie mehrerer anderer stadtweiter Fahrradverleihsysteme mit festen Abstellstationen.
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Die E-Bikes und Roller von Lime sind stationslos. Daher gibt es immer wieder Beschwerden über überfüllte Gehwege und chaotisch abgestellte Fahrzeuge.
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