Sollen Kinder und Lehrer in den Schulen besser vor der zunehmenden Hitze geschützt werden? PP und Vox sagen "Nein" und haben am Donnerstag (24.9.) im Stadtrat von Palma zwei Initiativen von PSOE und Més per Palma abgelehnt, mit denen öffentliche Schulen an die steigenden Temperaturen angepasst werden sollten. Beide Parteien stimmten dagegen, obwohl sie in der zurückliegenden Woche im zuständigen Ausschuss noch signalisiert hatten, zumindest einen Teil der vorgeschlagenen Maßnahmen unterstützen zu wollen.
Sollen Kinder und Lehrer in den Schulen besser vor der zunehmenden Hitze geschützt werden? PP und Vox sagen "Nein" und haben am Donnerstag (24.9.) im Stadtrat von Palma zwei Initiativen von PSOE und Més per Palma abgelehnt, mit denen öffentliche Schulen an die steigenden Temperaturen angepasst werden sollten. Beide Parteien stimmten dagegen, obwohl sie in der zurückliegenden Woche im zuständigen Ausschuss noch signalisiert hatten, zumindest einen Teil der vorgeschlagenen Maßnahmen unterstützen zu wollen.
Besonders deutlich äußerte sich Vox-Stadtrat Luis Acosta, bei dessen Ausführungen es nicht weit war bis zum obligatorischen Vorwurf der Verweichlichung jüngerer Generationen.
Vox und ihre Mär vom Sommer, der schon immer heiß warEr stellte die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen gegen Hitze in den Klassenräumen infrage und berief sich auf die „Kultur der Anstrengung“. „Es wirkt, als hätten wir in Palma gerade erst entdeckt, dass es zu Beginn und am Ende des Schuljahres heiß ist. Dabei war es auf Mallorca zu dieser Zeit schon immer warm. Das ist kein neues Phänomen des Jahres 2026“, sagte Acosta.

Klimaanlagen an einem Gebäude auf Mallorca / DM
Kurze Einordnung: Der Vox-Stadtrat ist 1955 geboren. Nimmt man den zehnjährigen Luis Acosta als Referenz, sah er sich 1965 im Juni und September Tageshöchsttemperaturen in Palma am Tag von etwa 27 Grad gegenüber. 60 Jahre später, also 2025, lag bereits die Durchschnittstemperatur in Palma bei 26 bis 27 Grad, häufig gibt es inzwischen bereits im Juni und September Tage, an denen die Temperatur sich der 40-Grad-Marke nähert.
"Pseudo-Ökologismus und Klimaalarmismus"Frühere Generationen hätten unter schwierigeren Bedingungen und ohne Klimaanlagen gelernt. „Wir von Vox glauben an die Kultur der Anstrengung. Nicht jede Unannehmlichkeit sollte zu einer Ausnahmesituation erklärt werden, die Investitionen in Millionenhöhe rechtfertigt“, erklärte er. „Frühere Generationen wurden unter deutlich anspruchsvolleren Bedingungen ausgebildet, ohne dass die Räume klimatisiert werden mussten. Ich selbst bin ein Beispiel dafür.“
Acosta stellte zudem die ökologische Sinnhaftigkeit der Vorschläge infrage, da Klimatisierungsmaßnahmen seiner Ansicht nach zu einem höheren Energieverbrauch führen würden. PSOE und Més warf er „Pseudo-Ökologismus“ und alljährlichen „Klimaalarmismus“ vor. Vox stimmte schließlich gegen beide Anträge.
Aus teilweiser Zustimmung wird AblehnungDamit änderte sich das Bild gegenüber der vergangenen Woche. Im Ausschuss hatten PP und Vox die Vorschläge noch teilweise unterstützt, weshalb zunächst damit gerechnet worden war, dass zumindest einige Punkte im Plenum angenommen würden.
Der Antrag der PSOE sah vor, dass die Stadt noch vor Ende 2026 eine Bestandsaufnahme der Schulen sowie einen priorisierten und mit Zeitplan versehenen Maßnahmenkatalog vorlegt. Zudem sollte im Haushalt 2027 ein eigener Posten für Klimatisierung und Belüftung, zusätzliche Schattenflächen, Baumpflanzungen, die Begrünung von Schulhöfen, Trinkwasserstellen und Energieeffizienz vorgesehen werden.
Vorschläge: Sonnensegel, Vegetation und effiziente KühlsystemeMés per Palma legte elf Forderungen vor. Dazu gehörten eine aktuelle Analyse der Hitzebelastung an öffentlichen Schulen und ein Zeitplan für Klimatisierungsmaßnahmen mit konkreten Projekten, Budgets und Fristen.

Immer längere Hitzeperioden stehen Mallorca wegen des Klimawandels bevor / Manu Mielniezuk
Vorgeschlagen wurden außerdem Sonnensegel und andere Verschattungen, eine bessere Dämmung und Belüftung, mehr Vegetation sowie effiziente Kühlsysteme. Zudem sollte eine Karte zur Hitzebelastung erstellt werden, um besonders stark betroffene Schulen zu identifizieren.
„Unsere Kinder sollen es besser haben“Die sozialistische Stadträtin Silvana González widersprach Acosta direkt. „Kultur der Anstrengung? Unwürdige Bedingungen? Wir wollen, dass unsere Kinder bessere Bedingungen haben als wir, unsere Eltern und unsere Großeltern“, sagte sie.
González erinnerte daran, dass sich der Stadtrat im vergangenen Juni noch einstimmig für einen kommunalen Plan zur Klimaanpassung und Begrünung der Schulhöfe ausgesprochen hatte. Sie warf der PP vor, nun konkrete weitere Schritte zu blockieren.
PP verteidigt bisherige AnpassungenZiel der Initiative sei es gewesen, aus allgemeinen Absichtserklärungen konkrete Maßnahmen mit Zeitplan und Budget zu machen. Sobald es darum gehe, Zusagen tatsächlich umzusetzen, verschwinde die Unterstützung, kritisierte sie.
Für die PP verteidigte Infrastrukturstadträtin Belén Soto die bisherigen Maßnahmen der Stadtregierung an den Schulen und warf González vor, lediglich eine negative Schlagzeile produzieren zu wollen. Zugleich kritisierte sie, dass die Sozialisten entsprechende Projekte während ihrer eigenen Regierungszeit nicht umgesetzt hätten.
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