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Sportförderung Aalener Vereine: Wieder Diskussion um Radsporthalle

Дата публикации: 26-09-2026 10:33:00

Im Finanzausschuss geht es um die Förderung der Aalener Vereine. Ein Antrag allerdings wird nicht berücksichtigt. Das ist der Grund.

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Stand: 26.09.2026, 12:34 Uhr

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Neben der Jurahalle in Ebnat möchte der Radsportverein Ebnat eine Trainingshalle bauen.

Neben der Jurahalle in Ebnat möchte der Radsportverein Ebnat eine Trainingshalle bauen. © Oliver Giers

Im Finanzausschuss geht es um die Förderung der Aalener Vereine. Ein Antrag allerdings wird nicht berücksichtigt. Das ist der Grund.

Aalen. Die finanziellen Spielräume sind eng. Das wurde in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Bildung und Finanzen (KBFA, 23.09) zur kommunalen Sportförderung erneut deutlich. Dabei ging es darum, wie die Stadt die zahlreichen Anträge der Vereine in den Jahren 2026 und 2027 bedienen kann. Für Diskussionen sorgte einmal mehr ein Förderantrag für die Radsporthalle in Ebnat. Obwohl die finanziell "bis auf Weiteres" eigentlich längst auf Eis gelegt ist.

Die Verwaltung hatte eine Liste mit Fördermaßnahmen vorgelegt. Insgesamt steht nach der bisherigen Beschlusslage des Gemeinderates vom 2. Oktober 2025 ein jährlicher Ansatz von 800.000 Euro für die Sportförderung im Raum. Davon sind für den Doppelhaushalt 2026/2027 allerdings bereits 600.000 Euro gebunden, beziehungsweise schon zur Verfügung gestellt. Weitere 200.000 Euro können für das Jahr 2027 noch verteilt werden.

Ebnat wird berücksichtigt – aber nicht der dortige Radsport

Das ist nicht viel – angesichts der zwölf Anträge, die bis zum Stichtag 30. Juni 2026 mit einem Gesamtvolumen von 1,316 Millionen Euro bei der Stadtverwaltung eingegangen sind. Da sie noch nach den alten Sportförderrichtlinien vom 1. Januar 2024 zu behandeln sind, ergibt sich daraus noch ein Zuschussvolumen von rund 514.000 Euro, das aber bis 2029 verteilt wird. 

Die größte Position in den Anträgen betrifft die Erweiterung der Tennishalle des TC Ebnat mit 348.400 Euro. 80.000 Euro soll der Verein im Jahr 2027 dafür bekommen, 168.400 Euro im Jahr 2028, 100.000 Euro dann 2029, so der Vorschlag der Stadt. Berücksichtigt werden sollen unter anderem der Neubau der Flutlichtanlage auf dem Sportplatz Bürgle der DJK-SV Wasseralfingen, die Renovierung des Vereinsgebäudes des Post SV Aalen, sowie weitere Maßnahmen wie eine Startbrücke im Hirschbachbad für die Aalener Sportallianz, Gerätebeschaffungen, LED-Umrüstungen und Gebäudesanierungen.

Nicht berücksichtigt wird der Antrag des RSV Ebnat für den Bau einer Radsporthalle mit einem Gesamtvolumen von 2, 44 Millionen Euro und einem Fördervolumen von 1.505 Millionen Euro, so Bürgermeister Bernd Schwarzendorfer. Der Antrag werde nicht berücksichtigt, weil der Gemeinderat bereits im April 2025 beschlossen habe, "dass bis auf Weiteres weder eine Radsporthalle noch eine Freilufthalle durch die Stadt bezuschusst wird." 

Kritik von Rehm – "bis auf Weiteres" lösen

Die Fraktionen stellten sich überwiegend hinter die Verwaltungsliste. Dr. Peter Schmidt (CDU) betonte, die jährlich 800.000 Euro gäben den Vereinen Planungssicherheit; Bennet Müller (Grüne) nannte Aalen eine Sportstadt und kündigte Unterstützung der Anträge an, mahnte aber eine Perspektive für Ebnat an. Hermann Schludi (SPD) verwies auf das landesübliche Niveau der Förderung und lehnte zusätzliche Ebnater Projekte im Doppelhaushalt ab. Sabine Kollmann (FW) sah keine strittigen Projekte auf der Liste.

Allein von Norbert Rehm (Aktive Bürger) kam Kritik. Er bemängelte, dass in der Vorlage nicht alle beantragten Summen vollständig aufgeführt seien. Insbesondere die Anträge des RSV Ebnat seien nicht richtig aufgeführt. Die Formulierung „bis auf Weiteres“ müsse irgendwann dazu führen, dass man die Frage auch erledige. Die Bauplatzfrage müsse geklärt werden, damit es eine neue Entscheidungsgrundlage gibt. Deshalb solle man den Tagesordnungspunkt vertagen. 

Zum Hintergrund: Der RSV möchte eine Radsporthalle auf dem städtischen Tartanplatz neben der Jurahalle bauen; der SV Ebnat für 2028 den Bau einer Kalthalle. 

Ortsvorsteher Grieser noch ohne Lösung

Ebnats Ortsvorsteher Uwe Grieser freute sich zunächst über die Förderung für den dortigen Tennisclub, der 50 Jahre Bestehen feiert. Das Konzept sei schlüssig, die Strukturen würden passen. Beim RSV aber sei die Lage komplizierter. "Da muss ich mir schon die Augen reiben, was hier gesprochen wird", so Grieser. Zwei moderierte Gespräche zwischen dem RSV und dem SV hätten bisher noch keine gütliche Lösung in der Standortfrage gebracht. "Die kann ich hier nicht präsentieren", so Grieser. Für ihn sei es am einfachsten, den angedachten Platz zu teilen, dann könne die Stadt "mit der großen Schubkarre kommen." Aber es sei nicht so einfach, so Grieser in Richtung Rehm. Klar sei: Die Trainingsflächen für den RSV, der hochklassig erfolgreich sei, reichten nicht aus, es gebe keine geeignete Wettkampffläche in Aalen und die Frage nach Trainingsmöglichkeiten dort habe die Stadtverwaltung bisher nicht beantwortet. Er sei aber gespannt, was der Gemeinderat vor 2028 beschließe, wenn der Ortschaftsrat Ebnat einen geeigneten Standort finde. 

Nicht nur der Standort fehlt, sondern auch das Geld

"Es geht nicht nur um den Standort", betonte Schwarzendorfer. Man habe keine Mittel und habe vor nicht mal einem Jahr einen Beschluss gefasst. Selbst wenn eine Halle grundsätzlich denkbar wäre, müsse zuerst geklärt werden, wie sie finanziert werden könne. Man habe dem Verein die Ulrich-Pfeifle-Halle für die Meisterschaften angeboten. Für diese müsse aber der Boden verändert werden und auch das sei eine Frage der Finanzierung. 

Mit vier Enthaltungen aus der AfD-Fraktion und einer Gegenstimme von Norbert Rehm wurde der Beschluss mehrheitlich getragen, dem Gemeinderat die geplante Sportförderung zur Entscheidung vorzulegen. 

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