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Ab 2. Januar: Geld-Änderung für alle Bürger in Deutschland

Дата публикации: 27-09-2026 15:22:56

Kommt Deutschland endlich im 21. Jahrhundert an? Ein Projekt des Digitalministeriums könnte viele lästige Alltagsprobleme der Bürger lösen.

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Stand: 30.09.2026, 10:02 Uhr

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Geldregen aus blauem Himmel (Symbolbild)

Ab 2027 soll es endlich soweit sein: Der digitale Geldbeutel kommt. ©  IlluPics/Imago

Kommt Deutschland endlich im 21. Jahrhundert an? Ein Projekt des Digitalministeriums könnte viele lästige Alltagsprobleme der Bürger lösen.

Sich online ausweisen, einen Vertrag rechtssicher unterschreiben oder ein Bankkonto eröffnen – alles per Smartphone, ohne Behördengang und ohne Ausweiskopie. Genau das soll die digitale Brieftasche „d-you“ ermöglichen, die planmäßig zum 2. Januar 2027 an den Start geht. Federführend verantwortlich ist das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) unter Minister Karsten Wildberger (CDU).

Digitale Brieftasche d-you: Das plant der Bund zum Start 2027

„d-you“ ist die deutsche Variante der EU-weiten „European Digital Identity Wallet“ (EUDI). Grundlage ist die europäische eIDAS-2.0-Verordnung, nach der jeder EU-Mitgliedsstaat bis 2027 eine solche Wallet anbieten muss. Bürger können freiwillig entscheiden, ob sie das kostenlose Angebot nutzen wollen. Betreiber der staatlichen App soll laut der Verbraucherzentrale (VZ) die Common Codes GmbH werden.

Anders als die bereits verfügbare AusweisApp des Bundes steht d-you auch privaten Unternehmen über Schnittstellen offen. „Mit d-you entwickeln wir eine digitale Anwendung, die echten Mehrwert bietet“, sagt Digitalminister Wildberger. Für den Handel sei die Öffnung ein „Gamechanger“, so Stephan Tromp, Vize-Chef des Handelsverbands HDE. Zahlreiche Partner sollen zum Start dabei sein, darunter die Deutsche Post, bei der sich ab 2027 ebenfalls einiges ändert, Vodafone und Rossmann.

Was d-you im Alltag bringt – von digitalen Zahlungen bis zum Mietwagen

Für Bürger könnte die Wallet viele kleine Alltagshürden abbauen. Ein Beispiel ist der Altersnachweis: Wer online Alkohol bestellt oder ein Abo mit Altersgrenze abschließt, muss künftig nur die Volljährigkeit bestätigen. Das genaue Geburtsdatum bleibt dem Händler oder Anbieter verborgen, ganz nach dem Prinzip der Datensparsamkeit.

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Zum geplanten Start am 2. Januar 2027 bleibt der Funktionsumfang aber überschaubar. Bestätigt sind zunächst der Altersnachweis, der rechtssichere Vertragsabschluss und die Kontoeröffnung. Allmählich sollen weitere Anwendungen folgen, geplant sind unter anderem:

  • digitale Zahlungen freigeben und Käufe im Netz absichern
  • Personalausweis, Führerschein und Krankenkassenkarte direkt auf dem Handy speichern
  • eine SIM-Karte registrieren oder Reisetickets verwalten
  • die Steuererklärung abgeben oder sich an einer Hochschule einschreiben
  • am Flughafen einen Mietwagen abholen

Vieles, wofür heute noch Papier, Postident-Verfahren oder ein Gang zum Amt nötig ist, ließe sich so per Handy erledigen. Perspektivisch soll d-you dank des einheitlichen EU-Standards auch im europäischen Ausland funktionieren. Dies könnte sich beispielsweise als praktisch im Urlaub erweisen.

Verbraucherzentrale hat Bedenken bei neuer „d-you“-Wallet

Bei allen Vorteilen bleiben Bedenken. Die VZ verweist auf den zentralen Verwaltungsserver der App. Dies ist eine potenziell angreifbare Stelle, an der die Anforderungen an die Datensicherheit besonders hoch seien. Trotz aller Schutzmaßnahmen könnten Datenschutzbedenken bleiben.

Auch die Nutzer selbst sieht die Verbraucherzentrale in der Pflicht: Wer unbedacht Daten preisgibt, könne zur Schwachstelle für Missbrauch und Identitätsdiebstahl werden. Als Schutzmaßnahme soll der Quellcode der App veröffentlicht werden, damit unabhängige Fachleute die Technik prüfen können.

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