An Touristen, die rund um die Uhr Cappuccino bestellen, haben sich die Wirte am Gardasee bereits gewöhnt. Doch für einige gibt es kulinarische Grenzen, die sie nicht überschreiten möchten.
An Touristen, die rund um die Uhr Cappuccino bestellen, haben sich die Wirte am Gardasee bereits gewöhnt. Doch für einige gibt es kulinarische Grenzen, die sie nicht überschreiten möchten.
Mit den Italienern ist nicht zu spaßen, wenn es um die traditionellen Rezepte der italienischen Küche geht. Besonders verpönt ist Pizza Hawaii. Diese Variante ist den Italienern so fremd, dass sie mitunter Mondpreise verlangen, nur um sie nicht servieren zu müssen.
Wie „Südtirol News“ berichtet, wundern sich auch Wirte am Gardasee immer wieder über ungewöhnlichen Essenswünsche der Touristen. So bestellen manche Gäste beispielsweise Fleisch mit Pasta oder Eis auf Pommes mit Ketchup. „Muscheln mit Cappuccino sind ein Klassiker“, kritisierte Angelo Capalbo von der „Osteria della Barchessa“ in Torri del Benaco.
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Der Betreiber der „Osteria al Vicolo“ in Garda betonte gegenüber „Südtirol News“, man sei inzwischen schon an vieles gewöhnt. Cappuccino zu nahezu jedem Gericht sei mittlerweile fast schon Alltag. (Dazu sollte man wissen: Der Italiener trinkt seinen Cappuccino nicht nach 11 Uhr). Allerdings gebe es für ihn eine Grenze, so der Wirt der Osteria: „Bei Sahne auf Carbonara sage ich Nein“, stellt er klar. Er sei zwar bereit, sich auf Gäste einzustellen – gleichzeitig müssten aber auch die italienische Küchenkultur, die Speisekarte und die Qualität der Zutaten respektiert werden.
Der Ärger richtet sich jedoch nicht nur gegen ausländische Touristen. Es gebe auch Italiener, die ungewöhnliche Wünsche haben: Zum Beispiel Spaghetti aglio e olio (Spaghetti mit Knoblauch und Öl), allerdings ohne Knoblauch.
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Rund um den Gardasee gibt es etwa etwa 8000 Gastronomiebetriebe (Restaurants, Pizzerien, Bars und Cafés). Mehrere Dutzend Betriebe sind laut „Gardasee.de“ im Guide Michelin gelistet, darunter mehrere mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Gourmetrestaurants (wie in Gargnano, Limone oder Malcesine). Die höchste Dichte an Lokalen findet sich in den touristischen Hotspots am Südufer und Ostufer wie Sirmione, Desenzano, Lazise, Bardolino und Malcesine.
Im Juli und August war und ist der See wie gewohnt voll mit Badegästen und Wassersportlern, bei anhaltend sommerlichen Temperaturen um die 31 Grad. Allerdings reagieren viele deutsche Urlauber verärgert über deutlich gestiegene Preise bei Unterkunft und Gastronomie.