Die besten Pool-Plätze mit einem Handtuch zu markieren, ist eine gängige, aber nervige Praxis. Nun hat sich eine Touristin darüber beschwert, dass auch schon Tische für Abendshows reserviert werden.
Die besten Pool-Plätze mit einem Handtuch zu markieren, ist eine gängige, aber nervige Praxis. Nun hat sich eine Touristin darüber beschwert, dass auch schon Tische für Abendshows reserviert werden.
Viola (39) verbrachte mit ihrer Familie zwei Wochen Urlaub auf dem Campingplatz „El Delfín Verde“ in Spanien. Die Anlage bietet zahlreiche Schwimmbecken, Restaurants, Sportangebote, ein Kinderprogramm und tägliche Shows. Die Abendshows waren laut Viola so beliebt, dass Gäste bereits dazu übergingen, wie an Pools in vielen Hotelanlagen, Plätze im Vorfeld zu resrevieren.
„Eines Abends kamen wir rechtzeitig im Theater an und sahen überall leere Tische. Doch dann stellte sich heraus, dass auf fast jedem Tisch etwas lag. Ein Handtuch über einem Stuhl. Ein Buch auf dem Tisch. Eine große Wasserflasche. Eine Strickjacke. Es waren keine Menschen da. Doch all diese Tische waren offenbar ‚besetzt‘“, erzählte Viola dem niederländischen Portal „Kids en Kurken“.
Als sie eines Abends an einem Tisch Platz nahm, der vermeintlich reserviert war, tatsächlich aber frei war, wurde sie nach eigenen Angaben von einer Frau zur Rede gestellt. Diese behauptete, ihre Familie habe den Tisch zuvor reserviert.
„Ich fand das wirklich unglaublich. Wenn du wirklich dort bist, ist es in Ordnung. Aber ich finde immer noch, dass ein Handtuch keinen Anspruch auf einen Sitz hat“, sagte die empörte Urlauberin gegenüber „Kids en Kurken“.
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Ein anderer Handtuchkrieg in einem Ferienhotel landete sogar schon vor Gericht: 986,70 Euro bekam eine Familie zurück, die im Sommer 2024 für eine Pauschalreise nach Kos in ein Hotel mit sechs Pools 7186 Euro bezahlt hatte. Das Problem: Bereits ab sechs Uhr morgens waren nahezu alle Liegen mit Handtüchern reserviert, obwohl sie stundenlang leer standen. Die Hausordnung verbot das Reservieren ausdrücklich. Doch durchgesetzt wurde sie nie.
Das Amtsgericht Hannover wertete das im Frühjahr 2026 als Reisemangel und sprach der Familie 15 Prozent des Tagesreisepreises für jeden betroffenen Tag zu. Die Urteilsbegründung ist bemerkenswert: Urlauber müssen fremde Handtücher nicht selbst abräumen, weil das Streit provoziert. Die Verantwortung liegt beim Veranstalter. Er haftet, wenn das Hotel seine eigenen Regeln nicht durchsetzt.