Younes Ebnoutalib spielt künftig für Deutschland. Die Entscheidung stieß in Marokko auf Verwunderung. Ausschlaggebend für den Stürmer war Bundestrainer Jürgen Klopp.
Younes Ebnoutalib spielt künftig für Deutschland. Die Entscheidung stieß in Marokko auf Verwunderung. Ausschlaggebend für den Stürmer war Bundestrainer Jürgen Klopp.
„Wenn Kloppo dich anruft, muss man hingehen“, sagt der junge deutsche Nationalspieler Younes Ebnoutalib. Der Stürmer von Eintracht Frankfurt musste in der vergangenen Woche eine schwere Entscheidung treffen: Will er künftig für Deutschland oder Marokko spielen? Der Anruf von Bundestrainer Jürgen Klopp war dann ausschlaggebend, dass Ebnoutalib nun im DFB-Aufgebot steht.
„Die Sache ist erledigt. Wir stehen auf Platz 6 der Weltrangliste und machen weiter.“
Die deutsche Nationalmannschaft hingegen, aktuell nur auf Platz 12 in der Weltrangliste, lieferte in der jüngeren Vergangenheit wenig sportliche Argumente, ein Turnier-Debakel folgte dem nächsten.
Ganz anders sah es zuletzt in Marokko aus. Viertelfinale bei der WM in Nordamerika, Platz vier bei der WM vier Jahre zuvor in Katar, dazu Afrika-Meister 2025. Der marokkanische Fußball blüht.
Und Deutschland? Da gibt es keine Erfolge. Aber da gibt es jetzt Klopp. Das wohl stärkste Argument, zumindest für Younes Ebnoutalib. Der Frankfurter betonte am Dienstag im DFB-Camp von Herzogenaurach, beide Länder zu lieben und auch weiterhin mit Marokko mitzufiebern.
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Aber: Klopp sei halt „einer der besten Trainer der Welt“. Und wenn so ein Mann sich für einen einsetzt, gebe das „schon positive Energie“. Ebnoutalib: „Nach dem Telefonat kamen mir ein bisschen die Tränen.“
Kein Wunder: Vor wenigen Jahren habe er nicht einmal im Traum daran gedacht, eines Tages Nationalspieler für Deutschland zu sein. Sein Weg bis ins Trainingscamp in Herzogenaurach war kompliziert. 2023 ging er noch in Italiens dritter Liga für AC Perugia auf Torejagd, es folgte der Wechsel in die Regionalliga zum FC Gießen.
Im Winter 2024/25 holte der damalige Zweitligist SV Elversberg den Stürmer für 50.000 Euro (!) – es war der Transfer seines Lebens.
Als Klopp ihn dort zum ersten Mal sah, fragte er sich nur: „Wo haben die den denn her?“ Eine Frage, die sich bei den kommenden Länderspielen hoffentlich auch viele deutsche Fans stellen werden.
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