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Frauen sterben meist an Demenz, Männer an krankem Herzen

Дата публикации: 09-10-2026 08:53:00

Herzinfarkte und Schlaganfälle bleiben die tödlichsten Erkrankungen. Die Fallzahlen sinken seit dem Jahr 2022 aber deutlich.

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Herzinfarkte und Schlaganfälle bleiben die tödlichsten Erkrankungen. Die Fallzahlen sinken seit dem Jahr 2022 aber deutlich. Zudem gibt es Unterschiede bei Männern und Frauen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben die häufigste Todesursache in Deutschland. Die Zahl der Menschen, die 2025 daran starben, nahm im Vorjahresvergleich aber um 1,5 Prozent auf 334.100 ab, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. 

Im Vergleich zum Jahr 2022 betrug der Rückgang sogar 6,7 Prozent. Deutliche Rückgänge gab es in dem Zeitraum bei

und sogenannten zerebrovaskulären Krankheiten, zu denen

  • Schlaganfälle,
  • Hirnblutungen
  • und Hirninfarkte gehören (minus 6,3 Prozent).

In den Jahren zuvor, zwischen 2019 und 2022, war hier den Angaben zufolge noch ein Anstieg zu verzeichnen.

In Deutschland starben 2025 rund 1,01 Millionen Menschen

Der Rückgang bei tödlichen Herzinfarkten seit 2022 war bei Frauen mit minus 16,8 Prozent noch deutlicher als bei den Männern mit minus 14,1 Prozent. Alle Altersgruppen konnten profitieren, besonders hoch war der Rückgang laut Bundesamt bei den 80- bis 85-Jährigen mit minus 30,6 Prozent. Bei den zerebrovaskulären Krankheiten sank die Zahl der Todesfälle bei den Männern seit 2022 um 4,6 Prozent und bei den Frauen um 7,7 Prozent.

Insgesamt starben in Deutschland vergangenes Jahr rund 1,01 Millionen Menschen, 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Es handelt sich um den dritten Rückgang in Folge, wie das Bundesamt mitteilt.

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228.800 Menschen erliegen Krebsleiden 

Die zweithäufigste Todesursache nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen war auch 2025 Krebs mit 228.800 Verstorbenen. Es folgten Krankheiten des Atmungssystems mit 81.200 Toten. Fast zwei Drittel der Menschen (64 Prozent) starben an einer Erkrankung, die zu den drei am häufigsten tödlichen Krankheitsgruppen gehört. 

Häufigste Todesursachen bei Frauen und Männern

Bei den Frauen waren die drei häufigsten Todesursachen laut Bundesamt:

  • Demenz mit 7,7 Prozent,
  • chronische ischämische Herzkrankheit mit 5,8 Prozent
  • und Herzinsuffizienz mit 4,3 Prozent.

Männer starben am häufigsten an

  • chronischer ischämischer Herzkrankheit mit 7,7 Prozent,
  • bösartigen Neubildungen der Bronchien und der Lunge mit 5,2 Prozent
  • und Herzinfarkt mit 4,8 Prozent.
Wie Sie Herz- und Krebserkrankungen vorbeugen können

1. Gesund und abwechslungsreich essen

  • Täglich Gemüse und Obst essen, möglichst vielfältig.
  • Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse bevorzugen.
  • Oliven- oder Rapsöl statt vieler gesättigter Fette verwenden.
  • Wurst und verarbeitetes Fleisch reduzieren, rotes Fleisch nur in Maßen essen.
  • Zuckerhaltige Getränke und stark verarbeitete Lebensmittel einschränken.

Das unterstützt den Blutdruck und die Cholesterinwerte und kann unter anderem das Risiko für Darmkrebs senken.

2. Regelmäßig bewegen

  • Ziel: 150–300 Minuten moderate Bewegung pro Woche, beispielsweise zügiges Gehen oder Radfahren.
  • Zusätzlich möglichst zweimal pro Woche Krafttraining.
  • Langes Sitzen regelmäßig unterbrechen.

Sie können mit 10 bis 15 Minuten täglich beginnen. Bewegung hilft, das Risiko für Herzkrankheiten und verschiedene Krebsarten zu verringern.

3. Nicht rauchen

Rauchen ist einer der wichtigsten vermeidbaren Risikofaktoren für Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das gilt auch für Passivrauchen. Wer aufhört, profitiert in jedem Alter. Auch E-Zigaretten sind keine risikofreie Alternative.

4. Alkohol möglichst meiden

Alkohol erhöht das Risiko für mehrere Krebsarten. Für die Krebsprävention gilt: Je weniger Alkohol, desto besser. Für das Herz ist Alkohol ebenfalls kein empfehlenswertes Schutzmittel – beginne also nicht, um vermeintlich gesund zu bleiben.

5. Ausreichend schlafen und Stress bewältigen

Für die meisten Erwachsenen sind etwa sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht ein guter Richtwert. Regelmäßige Schlafzeiten, Erholung, soziale Kontakte und Entspannungsübungen können helfen. Dauerhafter Stress sollte ernst genommen werden, auch wenn er nicht allein als direkte Krebsursache gilt.

6. Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker kontrollieren

Bluthochdruck und erhöhte LDL-Cholesterinwerte verursachen oft lange keine Beschwerden. Lassen Sie sie je nach Alter, persönlichem Risiko und ärztlicher Empfehlung überprüfen.

7. Krebs gezielt vorbeugen

  • Intensive UV-Strahlung vermeiden, Schatten und Kleidung nutzen und Sonnenschutzmittel verwenden.
  • Empfohlene Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wahrnehmen.
  • HPV- und Hepatitis-B-Impfungen entsprechend den Empfehlungen prüfen.
  • Neue Knoten, ungewöhnliche Blutungen, auffällige Hautveränderungen oder anhaltende ungeklärte Beschwerden ärztlich abklären lassen.

dpa

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