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„Frech“: Fluglinie SunExpress speist Hitze-Opfer vom Flughafen Köln mit 9 Euro ab

Дата публикации: 01-07-2026 12:44:00

Bei einem SunExpress-Flug von Köln nach Antalya kam es zu massiven Hitze-Problemen an Bord. Die Airline erstattete den Opfern einen Mini-Betrag – als „Geste“.


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Bei einem SunExpress-Flug von Köln nach Antalya kam es zu massiven Hitze-Problemen an Bord. Nachdem FOCUS online über den Vorfall berichtet hatte, erstattete die Airline den Passagieren einen Mini-Betrag. Die Fluggäste sind empört.

Nach einem Hitzedrama an Bord einer SunExpress-Maschine vor wenigen Tagen hat die Fluggesellschaft betroffenen Passagieren jeweils 9 Euro zurückerstattet und sich für den Vorfall entschuldigt. Angesichts des geringen Betrages fühlen sich Fluggäste verschaukelt. Sie sprechen von einem schlechten Scherz und wollen die Beschwerdestelle einschalten.

SunExpress reagiert auf Artikel von FOCUS online

Die Zahlung von SunExpress erfolgte, nachdem FOCUS online die Schilderungen der Passagierin Stefanie Özdas veröffentlicht hatte. Sie war am 20. Juni gemeinsam mit ihrer Familie vom Flughafen Köln/Bonn ins türkische Antalya geflogen. Vor dem verspäteten Start des Flugs XQ615 verbrachten die Passagiere rund 45 Minuten in der überhitzten Maschine ohne laufende Klimaanlage.

Die 53-jährige Stefanie Özdas aus Montabaur hatte von Temperaturen um die „55 Grad“ gesprochen und chaotische Szenen geschildert. „Es war so heiß, dass die Kinder und Erwachsenen durchnässt waren.“ Viele kleine Kinder hätten geweint, die Stimmung sei „bedrohlich“ gewesen. „Man musste sich zusammenreißen, dass man nicht ausflippt. Es war kurz davor, dass eine Panik ausbricht.“

„Ein Witz“: Fluggesellschaft erstattet 9 Euro pro Person

Erst rund fünf Minuten vor dem Start sei der Motor des Flugzeugs angestellt worden und damit auch die Klimaanlage. „Aber nur, nachdem sich mehrere Menschen beschwert hatten“, so die Frau aus Rheinland-Pfalz. Zuvor sei den Passagieren gesagt worden, der Tower habe „keine Erlaubnis gegeben, die Maschine anzustellen, damit die Klimaanlage läuft“.

Die Reaktion der deutsch-türkischen Fluggesellschaft SunExpress bezeichnete Stefanie Özdas gegenüber FOCUS online nun als „Witz“. Sie sagte: „SunExpress hat sich bei uns telefonisch gemeldet aufgrund des Artikels. Man hat sich bei uns entschuldigt – und uns mit einer Erstattung von 9 Euro pro Person abgespeist“, so Stefanie Özdas. „Das finde ich frech.“

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Die Bordkarte von Stefanie Özdas, die über die enorme Hitze an Bord des Flugzeugs klagte. Fol

Gegenüber FOCUS online bestätigte SunExpress die Zahlung. Aus dem Statement geht auch hervor, dass die Erstattung von 9 Euro pro Passagier keine Entschädigung für die Strapazen in dem überhitzten Flugzeug war, sondern lediglich eine „Geste“.

Airline: „Geste” aufgrund „unangenehmer Erfahrung”

Zitat: „Nachdem uns die Schilderung unseres Gastes bekannt wurde, sind wir aktiv auf die Familie zugegangen und haben ihnen für den Rückflug mit uns Sitzplätze mit mehr Beinfreiheit sowie unser SunPriority-Paket angeboten“, so eine SunExpress-Sprecherin.

Die Familie habe das zwar grundsätzlich angenommen, wollte jedoch die von ihr ursprünglich gewählten Sitzplätze behalten. „Daher haben wir die entsprechende Sitzplatzgebühr für das höherwertige Angebot erstattet. Dies ist als Geste aufgrund der geschilderten unangenehmen Erfahrung zu verstehen.“

Stefanie Özdas: „Geht darum, ernstgenommen zu werden”

Stefanie Özdas will das nicht akzeptieren. Dabei gehe es ihr „gar nicht so sehr ums Geld“, erklärte die Frau gegenüber FOCUS online. „Sondern darum, ernstgenommen zu werden.“ Deshalb wolle sie sich nun an die Beschwerdestelle der Airline wenden.

Wird es in der Kabine unerträglich heiß, könne von einer akuten Gesundheitsgefahr ausgegangen werden, so Karolina Wojtal vom Europäischen Verbraucherzentrum. „In solchen Fällen muss die Crew unverzüglich Wasser verteilen.“

Hitzedrama: Geld gibt es nur bei ärztlichem Attest

Damit Betroffene Anspruch auf Schmerzensgeld gegenüber der Airline geltend machen können, müssen sie jedoch – etwa durch ein ärztliches Attest – nachweisen, dass die Hitze zu einer „tatsächlichen Verletzung der körperlichen Gesundheit“ geführt hat, erklärt Wojtal. „Bloßes Unwohlsein, Kreislaufbeschwerden oder Kopfschmerzen reichen rechtlich nicht aus.“

SunExpress bestätigte mittlerweile auch, dass sich „ein weiterer Fluggast mit uns in Verbindung gesetzt hat“, der die Zustände an Bord von Flug XQ615 kritisiert habe. „Wir stehen mit ihm in Kontakt und prüfen auch diesen Fall individuell.“

Ähnlicher Vorfall einen Tag später in Frankfurt am Main

Einen Tag nach dem Hitzedrama von Köln war es am 21. Juni zu einem ähnlichen Vorfall bei einem Flug von Frankfurt am Main nach Antalya gekommen. Dort mussten die Reisenden mehr als eine Stunde im aufgeheizten Innenraum der Maschine ausharren. Viele klagten über Kreislaufprobleme und Unwohlsein. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei mussten anrücken. Nach Angaben der Fluggesellschaft verursachte ein technischer Defekt am Hilfsaggregat die Überhitzung in der Kabine. 

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Классификация: Происшествия. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 9. Тональность: -2. Информативность: 5. Источник: rss.focus.de.