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8 Dinge, die Italiener am Strand ganz anders machen

Дата публикации: 14-07-2026 09:01:00

Der italienische Strand folgt Regeln, die nirgendwo stehen. Das Programm zwischen Liegestühlen und Espressi ist seit Generationen quasi unverändert.

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Stand: 14.07.2026, 11:01 Uhr

Von: Stephanie Kayser

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Sonnenuntergang am Strand von Gallipoli: Das Handy ist auch am Start.

Sonnenuntergang am Strand von Gallipoli: Das Handy ist auch am Start. © la-bella-vita.club

Der italienische Strand folgt Regeln, die nirgendwo stehen. Das Programm zwischen Liegestühlen und Espressi ist seit Generationen quasi unverändert.

Zwischen Sonnenschirmen und Espressi wiederholen sich manche Szenen Tag für Tag, fast auf die Minute. Wer genau hinschaut, erkennt Italiener am Strand, noch bevor sie ein Wort sagen.

1. Der Stammplatz

Derselbe Sandstreifen, seit Jahrzehnten, ohne Diskussion. Der Bademeister grüßt beim Namen, die Nachbarn kennen drei Generationen der Familie. Wer den Schirm einen Meter daneben aufstellt, bekommt das noch Wochen später zu hören, beschreibt la-bella-vita.club.

2. Die Vollausstattung

Der Sonnenschirm ist quasi noch ein Überbleibsel von den alten Römern und genauso unkaputtbar. Dazu Liegen, Klapptisch, Kühltasche, auf jeden Fall ein Radio oder wahlweise ein Lautsprecher für die Playlist. Am Ende steht die halbe Wohnungseinrichtung im Sand und man fühlt sich wie zu Hause.

Die berühmte Bucht von Polignano a Mare in Apulien.

Die berühmte Bucht von Polignano a Mare in Apulien. © la-bella-vita.club3. Espresso im Stehen

Ein Kaffee aus dem Pappbecher, getrunken mit Blick aufs Meer, zwischen zwei Schwimmgängen. Man steht dabei am Rand des Geschehens, sieht die anderen kommen und gehen. Der Espresso ist schnell ausgetrunken, das Stehenbleiben dauert oft länger.

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Die Titelseite des PDFs Reiseperlen Italien, auf dem ein schöner Strand zu sehen ist. (Montage)

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4. Zeremonie vorm Wasser

Kopfüber rein, das machen nur Touristen. Erst die Arme abkühlen, dann der Nacken, dann, mit spürbarer Dramatik, der Rest. Ist die Kälte einmal überstanden, wird selten weitergeschwommen. Man bleibt stehen, bis zur Brust im Wasser, und führt dort stundenlang Gespräche, die am Vormittag begonnen haben und am Nachmittag gefühlt noch nicht zu Ende sind.

Türkises Wasser, weißer Strand: die Bucht von Porto Cesareo.

Türkises Wasser, weißer Strand: die Bucht von Porto Cesareo. © la-bella-vita.club

5. Racchettoni ohne Ende

Klack-Klack-Klack, über den ganzen Strand, stundenlang. Eine Partie Beachtennis endet erst, wenn der Nachbarschirm die Schläger einpackt. Und der Nachbarschirm hat selten Eile.

6. Mammas Sonnencremeregime

Eingecremt wird nicht einfach. Das Eincremen wird zelebriert. Alle zwei Stunden, großzügig, mit mütterlicher Endgültigkeit. Wer vierzig ist und noch mit Mama am Strand ist, cremt sich natürlich nicht selbst ein.

Der Altstadt-Strand von Gallipoli: Ohne Schirm geht nix.

Der Altstadt-Strand von Gallipoli: Ohne Schirm geht nix. © la-bella-vita.club

7. Mittagsbankett mit Handtuch

Eine Frischhalte-Box aus der Tiefkühltasche wird geöffnet, dann die nächste, dann noch eine. Wassermelone, gebratene Paprika, Melanzane, ein Berg Tomatensalat, dazwischen Panini und die Pizzastücke von gestern, die heute genauso gut schmecken. Bei sechs Personen wird grundsätzlich für zwölf gepackt, man weiß ja nie, wer noch vorbeischaut. Die Prozession der Beach-Köstlichkeiten zieht sich über mindestens 90 Minuten.

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8. Telefonieren zwischendrin

Wenn gerade keine Siesta gehalten, kein Racchettoni gespielt und nicht gegessen wird, dann wird in der Regel geschwätzt. Wenn nicht live vor Ort, dann via Telefon. Mit der Nonna, die heute nicht mitgekommen ist. Mit dem Fußballkollegen, wegen des Spiels am Abend. Mit dem Cousin zweiten Grades, dessen Freundin doch heute Geburtstag hat, oder war das schon gestern? Mit dem Nachbarn, der kurz nachsehen soll, ob die Einfahrt wieder zugeparkt ist. Am Ende jedes Gesprächs steht dasselbe Wort: tutto a posto, alles im Lot. Ein kleines Update schadet auch am Strand nicht.

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