Vor zwei Jahren schoss der Grieche die Düsseldorfer in die Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga, seitdem läuft es für den Flügelspieler unverändert gut. Der belgischen Liga scheint er längst entwachsen. Nun lockt die Champions League.
Düsseldorf · Vor zwei Jahren schoss der Grieche die Düsseldorfer in die Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga, seitdem läuft es für den Flügelspieler unverändert gut. Der belgischen Liga scheint er längst entwachsen. Nun lockt die Champions League.
Ausführlich auf die diametrale Entwicklung von Fortuna und Christos Tzolis seit dessen Abgang im Sommer 2024 einzugehen, darauf können die meisten Düsseldorfer sicherlich verzichten – der Grieche vermutlich auch. Um zwei positive Aspekte anzubringen: Die Fortuna-Fans freuen sich über die bemerkenswerte Entwicklung des Flügelspielers in den vergangenen Jahren, der einstige Publikumsliebling meldete sich wiederum im Abstiegskampf mit einer Videobotschaft bei den Fortunen, um noch einmal seine Unterstützung zu zeigen. Für die Rot-Weißen endete die Saison überhaupt nicht wie erhofft, für Tzolis hingegen schon. In beiden Fällen stellt sich aber die Frage, wie es nun weitergeht.
Für den Griechen endete die Spielzeit in Brügge mit einer einmal mehr beachtlichen Anzahl an Torbeteiligungen. Wettbewerbsübergreifend erzielte er für den belgischen Erstligisten 22 Treffer und bereitete 29 Tore vor. Damit hat sich Tzolis einmal mehr in die Notizblöcke der internationalen Scouts gespielt. Interessant dabei ist, wie entspannt der Ex-Fortune mit dem Thema umgeht. Rund um die Ehrung zum Spieler der Saison in Belgien stand er für mehrere Interviews parat, natürlich war da auch der bevorstehende Transfersommer ein großes Thema.
Auf die Frage, wie ein Verein ihn von einem Wechsel überzeugen könnte, sagte Tzolis im Gespräch mit „Het Nieuwsblad“: „Es müsste schon ein Champions-League-Team aus England, Deutschland, Spanien oder Italien sein.“ Dann folgte noch der Zusatz mit einem Schmunzeln: „Ja, wenn PSG anklopft, würde ich das sicherlich auch machen.“ Einen Wechsel zum Conference-League-Sieger Crystal Palace, der Tzolis bereits im Winter holen wollte, schloss er wiederum aus.
Bei einem anderen Premier-League-Klub sieht das ganz anders aus. Offenbar haben die Verantwortlichen von Manchester United gute Karten, sollte sie Interesse daran haben, den Zweitliga-Torschützenkönig von 2024 verpflichten zu wollen: „United könnte mich überzeugen. So ein großer Klub mit einer derart großen Geschichte. Da wäre es hart, dazu Nein zu sagen.“ Beim Sportportal „Sporza“ fiel Tzolis hingegen mit einer spannenden Barcelona-Aussage auf, als er gefragt wurde, welcher Klub denn sein Traumverein sei. „Barcelona“, sagte der Grieche, ordnete das aber gleich selbst ein. „Aber ich weiß, dass es nicht realistisch ist. Barca wird keinen Flügelspieler von Club Brügge kaufen. Es ist und bleibt ein Kindheitstraum.“
Mit dieser Bescheidenheit fiel Tzolis auch immer wieder in seiner Saison in Düsseldorf auf, wobei ihm nicht nur Fortuna- und Barcelona-Fans wohl gerne zurufen würden, dass für einen Spieler mit einer solchen Entwicklung in den vergangenen Jahren erst einmal nichts unmöglich erscheint. Wohin es Tzolis letztlich zieht, da scheint aktuell noch vieles vorstellbar zu sein.
Wo sich aber die belgischen Medien offenbar einig sind: Wenn der Ex-Düsseldorfer seinen nächsten Karriereschritt wagt, winkt Brügge ein Rekord-Transfer. Bislang spülten die Transfers von Charles De Ketelaere (2022) und Ardon Jashari (2025), jeweils zu Milan, jeweils etwas mehr als 35 Millionen Euro in die Kassen des Traditionsvereins. Bei einem Tzolis-Wechsel dürfte dann die 40-Millionen-Marke erstmals geknackt werden.