Die Zukunft vieler Spieler aus dem Abstiegskader ist noch völlig unklar. Bei einem der Profis, die im vergangenen Sommer von Klaus Allofs auf Leihbasis verpflichtet wurde, sieht das anders aus. Er muss erst einmal aufpassen, nicht wieder abzusteigen.
Vom verspielten Aufstieg zum Absteiger – die Chronologie des Fortuna-Absturzes
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Düsseldorf · Die Zukunft vieler Spieler aus dem Abstiegskader ist noch völlig unklar. Bei einem der Profis, die im vergangenen Sommer von Klaus Allofs auf Leihbasis verpflichtet wurde, sieht das anders aus. Er muss erst einmal aufpassen, nicht wieder abzusteigen.
„Fußball kann brutal sein“, lautet die erste Reaktion von Jesper Daland auf den Fortuna-Abstieg. Für ihn endete seine Saison auf Leihbasis in Düsseldorf mit dem bitteren Abstieg nach dem 0:3 in Fürth. Am darauffolgenden Montag nahm er an der Verabschiedung des Teams am Arena-Sportpark teil, sein vorerst letzter Auftritt in der Landeshauptstadt. Wenige Tage später nutzte der 26-Jährige die Gelegenheit, in seiner norwegischen Heimat über das Erlebte zu sprechen.
Daland war in der Hinrunde noch eine Konstante in der Fortuna-Startelf. Sein Debüt feierte er Mitte September beim 2:1-Sieg in Münster, da noch mit Alexander Ende als Trainer des Gegners. Daraufhin stand er bis einschließlich zum 17. Spieltag stets in der ersten Elf, ehe er zum Rückrundenstart dann aufgrund einer Gelbsperre aussetzen musste. „In diesem Sport kann sich das Blatt schnell wenden“, erklärte er im Interview mit der Lokalzeitung „KRS“. Den Sommer verbringt Daland in seinem Geburtsort Kristiansand, dann geht es zurück nach Großbritannien.
Daland versucht es nach dem Abstieg wieder in Cardiff
Denn die nächste Herausforderung hat der Verteidiger schon vor Augen. Er peilt an, sich im zweiten Anlauf bei Cardiff City in Wales durchzusetzen. Der Klub, der jüngst in die Zweite Liga in England aufgestiegen ist, hatte Daland nach dem Abstieg in die Drittklassigkeit nach Düsseldorf ziehen lassen. Nun ist Daland zurück in Cardiff – nach einem erneuten Abstieg in die Dritte Liga. Dalands Kampfansage: „Ich glaube, ich bin gut genug. Also werde ich alles tun, um mich wieder in die Mannschaft zu kämpfen.“
Sportlich verliefen die vergangenen beiden Jahre für Daland überhaupt nicht wie erhofft. Neben dem Doppel-Abstieg in aufeinanderfolgenden Jahren verlor der Norweger in der zweiten Saisonhälfte seinen Stammplatz, kam nur noch als Notnagel in Düsseldorf zum Einsatz. Dennoch gibt es vonseiten des 1,91-Meter-Hünen kein böses Blut, als es auf Fortuna angesprochen wird: „Es war eine sehr nette Truppe mit tollen Trainern und eine Stadt, die einfach großartig ist.“
Während viele seiner Teamkollegen mit Abpfiff in Fürth vor einer erst einmal vertraglosen Zukunft standen, weil ihr Arbeitspapier in Düsseldorf nicht für die Dritte Liga gilt, konnte Daland schon seit längerer Zeit planen, wie es für ihn weitergehen soll. Dass sich Fortuna nicht intensiv darum bemühen würde, Daland langfristig an den Verein zu binden, zeichnete sich schon Wochen und Monate vor dem Abstieg an. Nun plant der Defensivmann also mit einem Comeback in Cardiff – und wird darauf hoffen, dass kein dritter Abstieg in drei Jahren folgt.