Selenskyj: Russland will 30.000 Soldaten aus Nordkorea +++ Festnahme nach tödlichem Angriff auf Kiewer Umland +++ Moskau verlängert Verbot von Benzinexport +++ Der Newsblog.

Archivbild: Ukrainische Luftabwehr bei einem früheren russischen Raketenangriff. Russland hat erneut Kiew mit ballistischen Raketen angegriffen. Foto: dpa
Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew mit ballistischen Raketen an. Das teilt die ukrainische Luftwaffe mit. Herabfallende Trümmerteile lösen nach Angaben des Bürgermeisters in mindestens drei Bezirken Brände aus.
Ein F-16-Kampfjet hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine Drohne abgeschossen, die den Luftraum des Landes verletzt hatte. Dies ist der dritte derartige Vorfall innerhalb von drei Tagen. Die Drohne sei in einer Entfernung von zwölf Kilometern nordöstlich der Stadt Sulina über eigenen Hoheitsgewässern abgeschossen worden, teilte das Ministerium mit.
Vor der Klausurtagung der CSU-Landesgruppe fordert ihr Vorsitzender Alexander Hoffmann ein offizielles Rüstungsabkommen mit Kiew, um die Bundeswehr mithilfe ukrainischer Drohnentechnologie aufzurüsten.
„Wir sind der Auffassung, es braucht eine Unterstützungsdividende von der Ukraine“, sagte Hoffmann der „Bild am Sonntag“. Deutschland werde die Hilfe „unter allen Umständen fortsetzen“. Gleichzeitig habe Kiew damit „wirklich herausragende Fähigkeiten entwickelt – im Bereich Drohnen, Drohnenabwehr und Marschflugkörper“.
Hoffmann fordert daher eine verbindliche Gegenleistung für die Bundeswehr: „Wir sagen: Deutschland muss an diesen Rüstungsinnovationen teilhaben, um seine eigene Verteidigungs- und Abschreckungsfähigkeit zu stärken. Deswegen fordern wir ein zwischenstaatliches Abkommen mit Kiew, in dem sich die ukrainische Seite verpflichtet, ihre technologischen Fähigkeiten mit uns zu teilen.“
In der Nacht ist es nach russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in mindestens drei Bezirken zu Bränden gekommen. Demnach hätten herabstürzende Trümmerteile die Feuer ausgelöst. Die russischen Streitkräfte griffen die Stadt der ukrainischen Luftwaffe zufolge mit ballistischen Raketen an.
Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters hörten mehrfache Explosionen. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zuvor vor neuen russischen Angriffen innerhalb von 48 Stunden gewarnt.
Russland will nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj 30.000 Soldaten aus Nordkorea rekrutieren. Bereits seit Juni bereite sich Russland darauf vor, nordkoreanische Militärangehörige in der Region Woronesch einzusetzen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache. Zudem werde Nordkorea Russland mit neuen Startanlagen für ballistische Raketen ausstatten. Im Rahmen eines gegenseitigen Verteidigungsabkommens zwischen den beiden Ländern entsandte Nordkorea im Jahr 2024 rund 14.000 Soldaten, um an der Seite Russlands in der Region Kursk zu kämpfen, nachdem die Ukraine einen groß angelegten Einmarsch in dieses Gebiet unternommen hatte.
Nach dem tödlichen russischen Angriff auf eine Veranstaltung mit einer geplanten Waffenausstellung im Kiewer Umland ist in der Ukraine nach Behördenangaben der Hauptorganisator festgenommen worden. Ihm sei mitgeteilt worden, dass er der Fahrlässigkeit im Amt, die zum Tod von Menschen geführt habe, verdächtigt werde, erklärte der ukrainische Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko bei Telegram. Hinter dem Angriff stecke Russland, sagte Krawtschenko. Es würden aber Umstände geprüft, die das Ausmaß der Tragödie vergrößert haben könnten.
Am Freitagmittag waren bei einem russischen Raketenangriff westlich von Kiew zehn Menschen getötet und etwa 100 verletzt worden. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Krawtschenko verwies auf Angaben der Ermittler, wonach einer der Waffenverbände ohne Abstimmungen mit den zuständigen Behörden die große Veranstaltung organisiert hatte. Daran nahmen demnach Militärangehörige, Vertreter staatlicher Stellen, internationale Partner und Wirtschaftsvertreter teil. Auf dem Programm stand den Angaben nach auch eine Vorführung von Flugabwehrsystemen.
Mehr als 300 Menschen seien zu der Veranstaltung im Freien eingeladen worden, so Krawtschenko. Der nächstgelegene Schutzraum sei etwa 100 Meter entfernt und nur 34 Quadratmeter groß gewesen. Das bedeute, dass Hunderte Menschen von Anfang an einem „offensichtlichen Sicherheitsrisiko“ ausgesetzt gewesen seien, teilte Krawtschenko mit. Neun Tage vor dem Ereignis seien Einladungen verschickt worden - der genaue Ort sei einen Tag vorher mitgeteilt worden. Es werde geprüft, ob das dazu beigetragen haben könnte, dass Russland einen gezielten Angriff vorbereiten konnte.
Russland verlängert das Verbot von Benzinexporten bis Ende des Jahres. Dieselausfuhren sollen wieder erlaubt werden, „sobald sich der Markt erholt“, sagt der stellvertretende Ministerpräsident Alexander Nowak der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Russland hat mit dem Exportverbot auf die Verknappung von Treibstoff reagiert, die durch die wiederholten ukrainischen Angriffe auf Raffinerien und Ölanlagen auch weit im russischen Hinterland ausgelöst wird. In etlichen Gebieten Russlands ist die Abgabe von Benzin und Diesel an den Tankstellen rationiert.
Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Saporischschja ist mindestens eine Frau getötet worden. Mindestens elf weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit. Unter den Verletzten sind demnach auch drei Kinder im Alter von drei, fünf und sieben Jahren. Fedorow veröffentlichte Fotos, die massive Zerstörungen von Häusern zeigen.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben mit Drohnen die Ölplattform Filanowski des russischen Konzerns Lukoil im Kaspischen Meer angegriffen. Auch die beiden Frachtschiffe „Port Olja 2“ und „Begej“ seien attackiert worden, teilt der ukrainische Sicherheitsdienst auf Telegram mit. Es werde vermutet, dass die Schiffe an Militärtransporten zwischen Russland und dem Iran beteiligt seien.
Bei ukrainischen Drohnenangriffen sind nach Angaben der Besatzungsbehörden im russisch besetzten Teil des südukrainischen Gebiets Saporischschja mindestens acht Menschen getötet worden. Weitere 14 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Verwaltungschef Jewgeni Balizki mit. Unter den Opfern seien auch Minderjährige. Der Angriff in der Nacht traf demnach eine touristische Einrichtung in der Siedlung Kyryliwka im Kreis Melitopol. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.
Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge eine Ölraffinerie und eine Rüstungsfabrik weit im russischen Hinterland angegriffen. Die ukrainische Armee habe eine Ölraffinerie in Tjumen und eine Fabrik in Kirow getroffen, die Komponenten für Geschosse herstelle, teilt Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Zudem sei ein Logistikstandort in Jekaterinburg getroffen worden. Weitere Details nennt Selenskyj nicht. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto hat seinem ukrainischen Ex-Kollegen Mychajlo Fedorow nach dessen Entlassung einen Beraterposten angeboten. Der Vertraute von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni lobte Fedorow in der Tageszeitung „La Repubblica“ als ausgesprochen innovativen Politiker. Deshalb habe er ihn am Tag nach der Entlassung durch Präsident Wolodymyr Selenskyj angerufen und gefragt: „Wann möchtest du nach Rom kommen, um als Berater mit mir zusammenzuarbeiten?“
Konkret wurden die Pläne nach Crosettos Darstellung jedoch nicht. „Er war gerührt und hat verstanden, dass dies ein Zeichen meiner Wertschätzung und Freundschaft war.“ Crosetto ist eine der zentralen Figuren der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens), die von Meloni geführt wird. Er kündigte auch neue Waffenlieferungen für Kiew an. Italien gilt in Europa als einer der zuverlässigen Unterstützer der Ukraine. Das Land wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg.
Die gleichen Probleme, mit denen er in der Ukraine konfrontiert war, haben wir auch in Italien, Deutschland und Frankreich. Es gibt Widerstand gegen Veränderungen. Und es gibt diejenigen, die nach vorn blicken und verstanden haben, dass Innovation mit erschreckender Geschwindigkeit voranschreitet. Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto
Crosetto sagte, Fedorow habe im Krieg „die Spielregeln auf dem Schlachtfeld komplett auf den Kopf gestellt“. Er stehe für Innovation. Fedorow ist in der Ukraine bereits der vierte Verteidigungsminister seit Kriegsbeginn, der entlassen wurde. Der 35-Jährige war gerade einmal sechs Monate im Amt.
Die Ukraine hat Russland erneut mit hunderten Drohnen angegriffen. Der russische Online-Versandhändler Wildberries evakuierte wieder Mitarbeiter, diesmal in Jekaterinburg.
In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die brennende Autos und eine Evakuierung von Mitarbeitern des Versandhändlers zeigen sollen. Das Unternehmen bestätigte, dass das Logistikzentrum in Jekaterinburg aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Es sei aber nicht beschädigt worden und der Betrieb solle bald wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Tagen sind mehrfach Wildberries-Standorte bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen worden.
Bei einem nächtlichen Angriff auf Ferienlager im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja sind nach russischen Angaben acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Kinder, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Drohnen mit ukrainischer Technologie sollen in einer Fabrik in den USA hergestellt werden. „Wir werden eine große Fabrik in den USA bauen“, sagt Selenskyj in einem auf der Plattform X veröffentlichten Interview mit der rechtsgerichteten Bloggerin Laura Loomer. Ein mit den USA getroffenes Drohnen-Abkommen sei ein Gewinn für beide Seiten. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen in Washington heißt es jedoch, die Einzelheiten des Abkommens würden noch ausgearbeitet.
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Sumy sind nach Angaben örtlicher Behörden drei Menschen getötet worden. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem mindestens zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte der Leiter der städtischen Militärverwaltung über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.
Ein F-16-Kampfjet hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine weitere Drohne im nationalen Luftraum abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine, teilte das Ministerium mit. Damit hat das Nato-Land zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen eine Drohne abgeschossen, nachdem bereits zuvor der rumänische Luftraum mehrmals verletzt worden war. Die erste Drohne stammte rumänischen Ermittlern zufolge aus Russland.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj rechnet in den kommenden 48 Stunden mit neuen russischen Raketenangriffen auf die Ukraine. Ein solcher Angriff könne noch am Freitag erfolgen, sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zudem gehe aus Geheimdienstinformationen hervor, dass Russland in den kommenden Monaten eine Aufstockung seiner Truppen beabsichtige.
Lettland hat wegen eines Angriffs auf die ostukrainische Stadt Slowjansk, bei dem sein Honorarkonsulat beschädigt wurde, den russischen Geschäftsträger einbestellt. Bei dem Angriff seien zwei Mitarbeiter des Konsulats verletzt worden, teilt das lettische Außenministerium mit. Honorarkonsul Oleksandr Pavenko sei unverletzt geblieben. Das Ministerium habe der russischen Botschaft zudem eine Protestnote überreicht. Darin verurteile Lettland den Angriff auf Slowjansk und die Beschädigung des Konsulatsgebäudes aufs Schärfste.
Auch die Europäische Union will wegen des russischen Angriffs auf Slowjansk und der Beschädigung des lettischen Honorarkonsulats den russischen Botschafter einbestellen. Dies kündigt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas an. Zudem werde sie neue Sanktionen gegen den militärisch-industriellen Komplex Russlands vorschlagen. „Russlands wahllose Angriffe auf Kiew und andere Regionen fordern zivile Opfer gezielt und nicht durch Zufall“, erklärte Kallas auf der Social-Media-Plattform X. Der Angriff auf das lettische Honorarkonsulat in Slowjansk unterstreiche Moskaus völlige Missachtung des Völkerrechts.
US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beraten am 28. Juli in Washington. Das Treffen finde im Weißen Haus statt, teilt das US-Präsidialamt mit. Selenskyj hatte in einer Mitteilung eine anstehende Reise in die USA bestätigt. Details nannte er nicht.

Selenkskyj und Trump beim vergangenen Nato-Gipfel in Ankara. AP
Bei einem russischen Raketenangriff in der ukrainischen Hauptstadt-Region Kiew sind Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge sechs Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, teilt Selenskyj auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Die Bemühungen, den genauen Hergang und das Schicksal der Betroffenen zu klären, dauerten an, erklärt der Präsident weiter.
Ukrainische Behörden werfen Russland vor, einen weiteren Kriegsgefangenen erschossen zu haben. Russische Militärs hätten einen Soldaten der ukrainischen Streitkräfte beim Dorf Jalta im Gebiet Donezk gefangen genommen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Auf Befehl eines Vorgesetzten habe ein russischer Soldat den ukrainischen Armeeangehörigen nach einem Verhör erschossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt demnach wegen des Vorwurfs eines Kriegsverbrechens.
Die beiden Kriegsparteien haben erneut Tote nach gegenseitigen Angriffen gemeldet. Nach Angaben der ukrainischen Behörden sind bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk fünf Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region Donezk, Wadym Filaschkin, über den Kurzmitteilungsdienst Telegram mit. Zwei Fliegerbomben hätten zehn Privathäuser, ein Unternehmen sowie das Gelände des lettischen Konsulats beschädigt. Zudem seien bei einem russischen Drohnenangriff auf die Hafeninfrastruktur in der südukrainischen Region Mykolajiw zwei zivile Schiffe beschädigt worden, wie der dortige Regionalgouverneur Heorhij Reschetilow auf Telegram mitteilt. Verletzt worden sei niemand.
Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf eine Fabrik in der russischen Region Kirow sind Russland zufolge sechs Menschen getötet worden. Zudem seien 26 Personen verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region, Alexander Sokolow, mit. Einige der Verletzten würden im Krankenhaus behandelt. Ein durch den Angriff ausgelöstes Feuer sei gelöscht worden. Die Region Kirow liegt im östlichen Teil des europäischen Russland.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich mit Vertretern des US-Unternehmens Raytheon getroffen, das die Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot herstellt. Das Unternehmen sei bereit, gemeinsam mit der Ukraine Abfangraketen zu produzieren, teilte Selenskyj am Donnerstagabend mit. Raytheon äußerte sich auf seiner Webseite oder in Social-Media-Konten zunächst nicht zu dem Treffen mit Selenskyj. Dieser erklärte in den sozialen Medien, man bleibe „in engem Kontakt“.

Wolodymyr Selenskyj dpa
Die Ukraine ist dringend auf das Flugabwehrsystem angewiesen, um ballistische Raketen abwehren zu können, die Russland in seinem Angriffskrieg gegen das Land einsetzt. US-Präsident Donald Trump hatte vor knapp drei Wochen angekündigt, dass die Ukraine eine Lizenz zur Produktion von Patriot-Systemen erteilt bekomme.
Die aus Russland abgefeuerten ballistischen Raketen lassen sich nur schwer stoppen und werden für Opfer unter der Zivilbevölkerung verantwortlich gemacht. Selenskyj ruft westliche Partner der Ukraine seit Jahren zu schnelleren und umfangreicheren Patriot-Lieferungen auf.
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