Immobilienatlas 2026 zeigt große Preisunterschiede: Während Metropolen teuer bleiben, finden Käufer und Mieter in vielen kleineren Städten noch bezahlbaren Wohnraum.
Die einen suchen noch bezahlbare Wohnungen, die anderen zahlen längst Mondpreise: Der neue Immobilien-Atlas 2026 zeigt, wo Mieten und Kaufpreise noch moderat sind – und wo Wohnen zum Luxus wird.
Wer eine Wohnung sucht, merkt den Unterschied schnell. In Städten wie Plauen, Gera oder Chemnitz liegen die Bestandsmieten noch deutlich unter dem Niveau der Großstädte, während München, Hamburg, Frankfurt oder Berlin weiter an der Spitze stehen. Auch beim Kauf bleibt die Spreizung groß: In den teuren Metropolen kostet Eigentum ein Vielfaches dessen, was in günstigeren Städten verlangt wird.
Die jährliche Veränderung in Prozent seit 2022 ist dabei ein guter Maßstab, um längerfristige Entwicklungen zu erkennen. Die Standzeit eines Mietangebots bei ImmoScout24 bis zur Löschung signalisiert zusätzlich eine über den Preis hinausgehende angespannte oder entspanntere Nachfrage vor Ort. Am schnellsten waren demnach Objekte wieder in Rostock (nach sechs Tagen) vermietet; in Oldenburg, Potsdam und Freiburg im Breisgau nach einer Woche. In Chemnitz und Plauen standen die Anzeigen dagegen 36 Tage lang, bis Mieter gefunden waren.
Die Tabelle zeigt, wo Wohnen im Vergleich noch erschwinglich ist – aufgelistet sind die 10 günstigsten Städte von insgesamt 110 Städten in Deutschland. Besonders auffällig: In Orten wie Plauen, Gera, Chemnitz oder Zwickau liegen die Mieten im Bestand teils nur bei rund sechs Euro pro Quadratmeter, auch die Kaufpreise bewegen sich dort auf einem deutlich niedrigeren Niveau.
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Die zweite Tabelle macht deutlich, warum die Lage in den Metropolen angespannt bleibt. Vor allem München, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart liegen bei Miete und Kauf weit über dem Niveau vieler anderer Städte. Berlin fällt ebenfalls auf, weil die Preise dort weiter kräftig steigen und die Mieten seit 2022 besonders stark zugelegt haben.
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Für Käufer bleibt die Lage zweigeteilt. Wer auf Rendite schaut, findet sie laut Atlas in einigen ostdeutschen Städten deutlich eher als in Hamburg oder München, wo die Kaufpreise hoch und die Mieten im Verhältnis dazu schwächer sind. Genau deshalb lohnt der Blick über die Metropolen hinaus: In günstigeren Städten ist der Einstieg einfacher, während die großen Städte weiter durch hohe Nachfrage geprägt bleiben.
Für die Prognose für 2026 fließen laut Atlas unter anderem Preisentwicklung, Einwohnerzahl sowie der Bestand an Wohngebäuden ein. Als Grundlage dient der durchschnittliche Kaufpreis pro Quadratmeter für eine 80-Quadratmeter-Wohnung mit drei Zimmern in mittlerer Lage und mittlerer Ausstattung. Das glättet Ausreißer nach oben und unten und macht die Werte für den Marktvergleich belastbarer.
Von Gunnar Ebmeyer
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