Ein neuseeländischer Mann hat versucht, seine Verluste auf die Hausverkäufer abzuwälzen. Das ist ihm nun teuer zu stehen gekommen.
Ein neuseeländischer Mann hat versucht, seine Verluste auf die Hausverkäufer abzuwälzen. Das ist ihm nun teuer zu stehen gekommen.
Ein neuseeländischer Mann wurde von dazu verurteilt, mehr als 1,1 Millionen neuseeländische Dollar (etwa 548.895 Euro) Schadenersatz und Kosten zu zahlen. Zuvor war er unrechtmäßig von einem Immobilienkauf zurückgetreten, wie die „Daily Mail“ berichtet.
Paljeet Singh ersteigerte im November 2021 das Haus von Robert und Margaret Smallridge im Aucklander Vorort Avondale für 1,925 Millionen Dollar (960.565 Euro). Die Übergabe sollte ein Jahr später erfolgen, doch sechs Wochen vor dem Termin zog Singh sich zurück und warf den Verkäufern vor, ihm keinen ausreichenden Zugang zur Immobilie für einen Weiterverkauf gewährt zu haben.
Zu diesem Zeitpunkt waren die Immobilienpreise bereits stark gefallen. Das Haus wurde später für 1,13 Millionen Dollar (563.864 Euro) verkauft, rund 800.000 Dollar (399.172 Euro) weniger als ursprünglich gefordert. Die Smallridges klagten wegen unrechtmäßiger Vertragsauflösung auf Schadenersatz, während Singh die Rückzahlung seiner Anzahlung verlangte. Er behauptete, ein potenzieller Käufer habe wegen fehlender Besichtigungsmöglichkeiten abgesagt.
Die Smallridges sagten vor Gericht aus, sie hätten einem einzigen Zugangsanfrage sofort zugestimmt. Zudem stellte sich heraus, dass Singh den Verkäufern zunächst finanzielle Probleme als Rücktrittsgrund genannt hatte. Schließlich verweigerte er die Abwicklung des Kaufs vollständig.
,regionOfInterest=(604,984)&hash=1b8762f75b3db8ae7c7a4a210de1989b5b6d9c6f99e9bd6789636fa249e5aa49)
Richterin Tracy Walker kam zu dem Schluss, dass die Verkäufer keine Vertragsverletzung begangen hatten. Singhs Schwierigkeiten seien vielmehr auf den fallenden Markt und seine unrealistischen Preisvorstellungen zurückzuführen gewesen. Das Gericht wertete den Streit um den Zugang als Vorwand und verurteilte Singh zur Zahlung von mehr als 1,1 Millionen Dollar (548.895 Euro) Schadenersatz, Zinsen und Kosten.
Auch in Deutschland sollten Käufer und Verkäufer ihre Rechte genau kennen, um nicht in einen der vielen Fallstricke zu tappen: