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CO2-Preis steigt: Was Autofahrer und Mieter jetzt zahlen müssen

Дата публикации: 02-01-2026 19:07:00

Der CO₂-Preis steigt erneut. Autofahrer und Haushalte müssen mit höheren Kosten für Sprit und Heizung rechnen. Was jetzt teurer wird – und was ab 2028 droht.

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Der CO₂-Preis steigt erneut. Autofahrer und Haushalte müssen mit höheren Kosten für Sprit und Heizung rechnen. Was jetzt teurer wird – und was ab 2028 droht.

Für Verbraucherinnen und Verbraucher macht sich der CO₂-Preis vor allem an der Zapfsäule und auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar. Zum Jahreswechsel steigt er erneut – ein Schritt, der dem Klimaschutz dienen soll. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Was ist der CO₂-Preis?

Seit 2021 erhebt Deutschland einen CO₂-Preis auf Heiz- und Brennstoffe. Die schrittweise Erhöhung soll Anreize zum Energiesparen und zum Umstieg auf klimafreundlichere Technologien schaffen, um den CO₂-Ausstoß zu senken.

Die Kosten werden an die Endverbraucher weitergegeben. Mit steigender CO₂-Bepreisung verteuern sich Benzin und Diesel ebenso wie das Heizen mit Erdgas und Öl.

Aktuell ist der Preis gesetzlich festgelegt, künftig soll er sich über den EU-Emissionshandel bilden. Unternehmen, die Brennstoffe verkaufen, müssen dafür Emissionszertifikate vorweisen, die handelbar sind. So entsteht ein Marktpreis pro ausgestoßener Tonne CO₂. Da die Zahl der Zertifikate schrittweise sinkt, soll Klimaschutz möglichst effizient erreicht werden.

Was ändert sich im kommenden Jahr?

Zum Jahreswechsel steigt der CO₂-Preis von derzeit 55 Euro auf einen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Die Zertifikate sollen ab Juli 2026 wöchentlich an der Leipziger Energiebörse versteigert werden. Reicht das Angebot nicht aus, können zusätzliche Zertifikate für 68 Euro pro Tonne erworben werden.

Ab 2027 sollten auch Benzin und Erdgas in den europäischen Emissionshandel einbezogen werden. Dieser Schritt verzögert sich jedoch voraussichtlich auf 2028, um starke Preissprünge für Verbraucher zunächst zu vermeiden.

Welche Mehrkosten drohen?

Der ADAC rechnet im neuen Jahr mit einem Anstieg der Benzinpreise um knapp drei Cent pro Liter, beim Diesel etwas weniger.

Bei Heizöl könnten die Kosten 2026 um rund drei Cent pro Liter steigen, Erdgas um etwa 0,3 Cent pro Kilowattstunde. In einem unsanierten Einfamilienhaus mit Gasheizung und 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch entspräche das Mehrkosten von etwa 50 Euro pro Jahr.

Was gilt für Mieter?

Bei zentralen Gas- oder Ölheizungen wird der CO₂-Preis zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt. Je schlechter die Energieeffizienz eines Gebäudes, desto höher ist der Anteil der Vermieter. Die Kosten müssen in der Nebenkostenabrechnung transparent ausgewiesen sein.

Bei Gasetagenheizungen zahlen Mieter den CO₂-Preis zunächst vollständig und können den Vermieteranteil anschließend zurückfordern.

Wohin fließen die Einnahmen?

Die Erlöse aus dem Emissionshandel gehen in den Klima- und Transformationsfonds. Er soll den Umbau zu einer klimafreundlicheren Wirtschaft finanzieren, deckt aber auch andere Ausgaben wie den geplanten Industriestrompreis.

Wie entwickelt sich der CO₂-Preis langfristig?

Experten rechnen mit weiter steigenden Preisen. ZEW-Präsident Achim Wambach erwartet ab 2028 Werte von bis zu 200 Euro pro Tonne CO₂. Das entspräche rund 60 Cent mehr pro Liter Benzin und bis zu 1.000 Euro höheren Heizkosten pro Jahr für einen Vier-Personen-Haushalt mit Gasheizung.

Welche sozialen Folgen drohen?

Kritiker warnen, dass steigende CO₂-Preise ohne ausreichenden Ausgleich vor allem einkommensschwache Haushalte belasten. Klimaforscher Niklas Höhne sieht bei gelockerten Vorgaben eher steigende Preise. Ohne politische Eingriffe drohten entweder massive Kostensteigerungen oder Preisdeckel – zulasten der Klimaziele.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert daher verlässliche Regeln für den Heizungstausch und Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs, um Verbraucher langfristig zu entlasten.

dpa

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