Die Billigairline Transavia streicht im Mai und Juni einige Flüge. Hintergrund sind unter anderem geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die sich auf die Kerosinpreise auswirken.
Die Billigairline Transavia streicht im Mai und Juni einige Flüge. Hintergrund sind unter anderem geopolitische Spannungen im Nahen Osten, die sich auf die Kerosinpreise auswirken.
Wer im Mai oder Juni mit der Billigfluggesellschaft Transavia unterwegs ist, muss mit Änderungen rechnen. Die Airline, die zur Air France-KLM-Gruppe gehört, dünnt ihren Flugplan in diesem Zeitraum aus.
"Aufgrund des aktuellen geopolitischen Kontexts im Nahen Osten und seiner Auswirkungen auf den Preis von Flugbenzin passt Transavia Frankreich seinen Flugplan an und ist gezwungen, mehrere für Mai und Juni 2026 geplante Flüge abzusagen", berichtet Transavia gegenüber der AFP, wie "TF1 Info" zitiert. Die Ausfälle sollen "weniger als zwei Prozent des Flugplans" in dem Zeitraum betreffen.
Passagiere, deren Flug ausfällt, werden von Transavia per SMS oder E-Mail benachrichtigt. Laut "TF1 Info" können sie den Flug kostenlos umbuchen, sich den Ticketpreis vollständig erstatten lassen oder eine Gutschrift erhalten.
Für die meisten gestrichenen Verbindungen soll eine alternative Beförderung innerhalb von 24 Stunden angeboten werden. Damit versucht die Airline, Urlaubspläne so wenig wie möglich durcheinanderzubringen.
In ihren Beförderungsbedingungen sichert sich Transavia ab: Die Fluggesellschaft behält sich vor, Flüge jederzeit zu annullieren oder den Flugplan, die Route oder Flugzeiten zu ändern. Solche Anpassungen gelten ab Veröffentlichung. Kundinnen und Kunden sollen deshalb die Bedingungen regelmäßig prüfen.
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Wegen der Situation im Nahen Osten und Engpässen bei Kerosin rechnet die Verbraucherzentrale Sachsen mit weiteren Flugausfällen. Besonders Kurzstrecken innerhalb Europas könnten betroffen sein.
Wichtig ist deshalb, dass Reisende ihre Rechte kennen. Eine zentrale Grundlage ist die EU-Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004. Sie regelt, wie Airlines bei "Annullierungen, großen Verspätungen oder einer Nichtbeförderung" vorgehen müssen. Je nach Flugentfernung stehen Passagieren Ausgleichszahlungen zwischen 250 und 600 Euro zu.
Ob Airlines sich auf höhere Gewalt berufen können, ist bei einem Kerosinengpass nicht automatisch klar. Entscheidend ist laut Kamila Kempfert, Leiterin der Verbraucherzentrale in Görlitz, was die Fluggesellschaft getan hat, um den Flug zu ermöglichen. "Wenn der Ausfall etwa darauf zurückzuführen ist, dass die Airline keine rechtzeitige Treibstoffbeschaffung organisiert oder zu wenig Reserven eingeplant hat, könnte trotzdem eine Entschädigung fällig werden", so Kempfert.
Wer unsicher ist, kann sich bei der örtlichen Verbraucherzentrale beraten lassen. Die Expertinnen und Experten helfen dabei, Ansprüche zu prüfen und durchzusetzen.
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