Die Pläne der Fifa, Anteile an der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, sind gescheitert. Trotz heftiger Kritik stellt sich die Fifa-Spitze hinter Infantino.
Die Pläne der Fifa, Anteile an der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, sind gescheitert. Trotz heftiger Kritik stellt sich die Fifa-Spitze hinter Infantino.
Die Europäische Fußball-Union Uefa droht auch nach dem Eingeständnis eines Fehlers von FIFA-Präsident Gianni Infantino beim gescheiterten Investorendeal weiter mit einem WM-Boykott. Die Voraussetzungen seien nicht erfüllt, um die Drohung zurückzunehmen, erklärte die Uefa auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.
„Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden. Zweitens mussten Zusicherungen gegeben werden, dass solche Versuche, den Fußball auf diese Weise zu entstellen, nie wieder unternommen werden.“
Darüber hinaus bekräftigte die Uefa, dass das Vertrauen in Infantino verloren gegangen sei. An dieser Haltung halte man fest, stellte der Verband klar. „Die gestrige Bekanntgabe, dass einige Angestellte des Fifa-Präsidenten (deren Karriere von seiner Gunst abhängt) ihm zustimmen, ändert nichts daran“, hieß es vom Kontinentalverband weiter.
Spanien hat Gerüchten über eine mögliche Austragung des Endspiels der Fußballweltmeisterschaft 2030 in Marokko eine klare Absage erteilt. „Wir werden weiter daran arbeiten, denn wir wollen - und es muss so sein -, dass das WM-Finale in Spanien stattfindet“, sagte Spaniens Sportministerin Milagros Tolón dem spanischen Radiosender Cadena Ser.
Tolón reagierte damit auf einen inzwischen von der Fifa dementierten Bericht der britischen Zeitung „Times“, der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino habe Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 versprochen, damit das nordafrikanische Land seine Wiederwahl im März 2027 unterstütze.
„Ich bin überzeugt, dass die Fifa Spanien als Austragungsort des Finals auswählen wird“, sagte Tolón dem spanischen Radiosender Cadena Ser. Als amtierender Weltmeister der Männer und der Frauen habe ihr Land sportlich großes Gewicht.
Die Führungsspitze des Fußball-Weltverbandes um den schwer in die Kritik geratenen FIFA-Chef Gianni Infantino hat nach einer Notfallsitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat Einigkeit demonstriert. Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hätten Infantino „ihre uneingeschränkte Unterstützung“ bekräftigt, „als den einzigen Amtsträger, der von den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden gewählt wurde“, hieß es in einer Mitteilung.
Umgekehrt habe Infantino seine volle Unterstützung für Generalsekretär Grafström bekräftigt. Passenderweise saßen beide am Abend nebeneinander auf der Tribüne beim Spiel des Africa Cup of Nations der Frauen zwischen Malawi und Sambia.
Der Schwede Grafström hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an Fifa-Mitarbeiter noch eine „traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen“ sowie einen „Aufruhr“ beklagt.
Zudem räumte die Fifa Fehler bei den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem Fifa-Rat und den Fifa-Mitgliedsverbänden „das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen“, hieß es in der Mitteilung weiter.
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