Die Pläne der Fifa, Anteile an der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, sind gescheitert. Trotz heftiger Kritik stellt sich die Fifa-Spitze hinter Infantino.
Die Pläne der Fifa, Anteile an der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, sind gescheitert. Trotz heftiger Kritik stellt sich die Fifa-Spitze hinter Infantino.
Die Führungsspitze des Fußball-Weltverbandes um den schwer in die Kritik geratenen Fifa-Chef Gianni Infantino hat nach einer Notfallsitzung in der marokkanischen Hauptstadt Rabat Einigkeit demonstriert. Fifa-Generalsekretär Mattias Grafström und die anwesenden Mitglieder des Management-Boards hätten Infantino „ihre uneingeschränkte Unterstützung“ bekräftigt, „als den einzigen Amtsträger, der von den 211 Fifa-Mitgliedsverbänden gewählt wurde“, hieß es in einer Mitteilung.
Umgekehrt habe Infantino seine volle Unterstützung für Generalsekretär Grafström bekräftigt. Passenderweise saßen beide am Abend nebeneinander auf der Tribüne beim Spiel des Africa Cup of Nations der Frauen zwischen Malawi und Sambia.
Der Schwede Grafström hatte zuletzt angesichts des gescheiterten Plans zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren in einer internen Mail an Fifa-Mitarbeiter noch eine „traurige und tadelnswerte Reihe von Ereignissen“ sowie einen „Aufruhr“ beklagt.
Zudem räumte die Fifa Fehler bei den Investorenplänen ein. Es herrsche Einigkeit darüber, dass es nicht beabsichtigt gewesen sei, dem Fifa-Rat und den Fifa-Mitgliedsverbänden „das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass der Prozess anders hätte gehandhabt werden sollen“, hieß es in der Mitteilung weiter.
Ein Bericht, wonach der umstrittene Fifa-Präsident Gianni Infantino Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 versprochen habe, ist vom Fußball-Weltverband zurückgewiesen worden. Zuvor hatte die „Times“ berichtet, dass nach dem Willen des stark in der Kritik stehenden Fifa-Bosses das Finale im neuen Hassan II Stadium mit 115.000 Plätzen in Casablanca stattfinden solle.
Dies wäre ein großer Affront gegen Spanien und damit auch Europa, das in den letzten Tagen Infantino nach dem umstrittenen und inzwischen verworfenen Investorendeal harsch attackiert hatte. Spanien trägt zusammen mit Portugal und Marokko die WM 2030 aus. Dazu finden die ersten drei Spiele in Südamerika (Uruguay, Argentinien und Paraguay) statt.
„Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der Fifa-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales der Fifa-Fußball-Weltmeisterschaft 2030 abgegeben. Eine Entscheidung wird von der Fifa zu gegebener Zeit getroffen“, teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.
Gianni Infantino hat Marokko die Ausrichtung des WM-Finals 2030 angeboten. Das berichtet die „Times“. Als Gegenleistung fordert der Fifa-Boss Marokkos Unterstützung für den in der Krise stehenden Fifa-Chef. Seit Infantinos verworfenen Investorenplänen für künftige Weltmeisterschaften will er Länder dazu bewegen, Unterstützungserklärungen für ihn abzugeben. Marokko zählt seit seiner Wahl vor zehn Jahren zu Infantinos treuesten Unterstützern.
Mehrere Quellen gaben gegenüber der „Times“ an, dass Infantino versprochen habe, das Finale werde in Casablanca stattfinden und nicht im Bernabéu-Stadion in Madrid. Neben Marokko tragen Spanien und Portugal das Turnier 2030 gemeinsam aus. Drei Spiele davon finden auch in Südamerika statt.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
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