Der Beitrag Hama TV-Headphones mit Station – Praktische Soundlösung für das Wohnzimmer und Unterwegs erschien zuerst auf lite - DAS LIFESTYLE & TECHNIK MAGAZIN.
Mobile Schallwandler in Form von Kopfhörern kennen wir alle. Die meisten dürften sie mit der Nutzung im Freien, für Reisen oder Workspaces in Verbindung bringen. Aber auch in den eigenen vier Wänden haben die tragbaren Schallwandler in Form von HiFi- oder TV-Kopfhörern ihren festen Platz. Für letztere hat Hama nun ein neues Modell im Angebot. Dieses zeichnet sich durch eine praktische Station und Bluetooth-Funktionalität aus. Im Test schauen wir genau hin wie das Ganze klingt und wie sich die TV-Headphones im und außerhalb des Wohnzimmers machen.

Hamas TV-Kopfhörer mit Station soll in erster Line bei Serien und Filmen unterhalten, doch auch Unterwegs eignet er sich für die Musikwiedergabe per Smartphone.
Der Name Hama dürfte nahezu genauso bekannt sein, wie die Gerätegattung des heutigen Testkandidaten. Von HDMI-Kabel und Smartphone-Zubehör, bis hin zur Satellitenhalterung und smarten Technikgadgets, hat das Monheimer Traditionsunternehmen eine Produktpalette inne, die ihresgleichen sucht. Die Eigenbezeichnung als Zubehör-Anbieter Nr. 1 in Europa durfte daher wohl kaum eine Übertreibung darstellen. Mit einer klugen Mischung aus Eigenentwicklungen und Einkäufen, sowie einem guten Riecher für neue Technologien, hat sich das Unternehmen erfolgreich über mehrere Jahrzehnte gehalten. Im Fokus stehen dabei nach wie vor hauptsächlich Consumer-Electronics zu einem fairen Preis und mit gleichbleibender, verlässlicher Qualität. So ist auch der TV-Kopfhörer den wir heute besprechen keine riskante Neuentwicklung, sondern ein bewährtes Konzept, das man ein kleines Stückchen weiter gedacht hat um den Funktionsumfang typischer Modelle ein wenig zu erweitern und zusätzlichen Komfort bieten zu können.
Soundanlagen in verschiedensten Formen und Größen kennen wir alle. Aber manch einer mag es ja eher leise und minimalistisch. Früher wie heute sind im Fernseher integrierte Lautsprecher eher eine Dreingabe. Um deutlich zu verstehen was im Programm vor sich geht, müssen diese dann meist auf ein Level aufgedreht werden, dass Verhältnisse in der Nachbarschaft und der eigenen Wohnung belastet. Hier bieten dedizierte TV-Kopfhörer eine Abhilfe. Diese kommunizieren nicht via Bluetooth, sondern mittels Funkwellen. Das bringt einige Vorteile mit sich. Zum einen sind die Kopfhörer schon ab Werk gekoppelt und somit vor allem für technisch weniger versierte Nutzer einfacher zu verwenden. Der Sender benötigt lediglich einen Klinkenausgang, oder im Falle unseres Testkandidaten, einen optischen Toslink-Ausgang. Die Funkverbindung kann im Gegensatz vom Hersteller frei genutzt werden. Das bedeutet eine konstante, stabile Übertragung von Daten und damit eine wesentlich niedrigere Latenz und bessere Synchronisierung von Bild und Ton.

Während Toslink sich für die Verbindung der Station zum Fernseher anbietet, kann per Klinkenbuchse beispielsweise auch ein CD-Player angeschlossen werden. Der USB-Port dient hingegen einzig der Stromversorgung.
Hamas TV-Kopfhörer kann Ton auf zwei Wegen empfangen. Zum einen über die Station via 2,4-Gigahertz-Funk. Zusätzlich ist er außerdem mit Bluetooth ausgerüstet und kann somit auch am Smartphone oder Tablet genutzt werden. Betätigt man die Power-Taste an der Ohrmuschel, leuchtet die Kontroll-LED konstant grün und signalisiert damit die aktive Funkverbindung zur Station. Um in den Bluetooth-Modus zu kommen, hält man die Power-Taste einfach gedrückt bis die Kontroll-LED anfängt zu blinken. Nun sollten wir im Bluetooth-Menü des Smartphones einen Eintrag für die Hama TV-Headphones finden und können nun koppeln. Dabei kommt der Standard-Codec SBC zum Einsatz. Kompatibilität mit allen Geräten ist also gegeben. In diesem Modus können die Hama Headphones sogar zum telefonieren genutzt werden. Die Sprachqualität ist ausreichend, aber in lauteren Umgebungen würde ich doch eher direkt zum Telefon greifen. Sobald wieder ein Signal über die Funkverbindung kommt, wechselt das Audiosignal automatisch zurück zum TV.

Neben dem TV-Kopfhörer und der Station sind auch ein USB-Netzteil sowie ein Klinkenkabel im Lieferumfang enthalten.
Sowohl Station als auch TV Headphones bestehen komplett aus schwarzem Kunststoff. Die Verarbeitung ist ordentlich und macht einen stabilen Eindruck. Besonders hängend in der Station wirkt das Set außerdem sehr aufgeräumt. Bei der Steuerung des Kopfhörers hat Hama sich für eine eher übersichtliche haptische Variante ohne Mehrfachbelegungen entschieden. Auf der linken Ohrmuschel finden sich in einem Kreuz angeordnet Tasten für Power und Lautstärke rauf oder runter. Rechts finden wir eine Taste für verschiedene Tonmodi, sowie eine Taste zum Annehmen und Beenden von Telefongesprächen, die aber nur im Bluetooth-Modus aktiv ist. Diese Funktionen schauen wir uns später noch genauer an. Insgesamt kann man sagen, dass die Fertigungsqualität für Zielgruppe und Preisklasse ausgezeichnet ist. Mir persönlich hätte noch eine leichte Beschwerung der Bodenplatte der Station gefallen. Sie kann bei Unachtsamkeit auch recht schnell vom Regal befördert werden. Ihr Aufstellungsort sollte also mit etwas Bedacht gewählt werden.

Feste Kunststoffe treffen auf einen ausziehbaren Bügel. Dank geringem Gewicht und angenehmem Anpressdruck, kann der Kopfhörer auch über längere Zeit bequem getragen werden.
Beim Material setzt Hama komplett auf Kunststoff. Dass macht den Kopfhörer angenehm leicht und prädestiniert ihn auch für längeres Tragen. Bei der Wahl des Materials für die Ohrpolster stand ebenfalls der Komfort im Vordergrund, weshalb die Wahl auf Schaumstoff mit Textilüberzug fiel, wie man sie auch bei Gaming-Headsets oft findet. Diese sorgen zwar nicht für ganz so viel passive Schalldämpfung wie Kunstlederbezüge, aber sind wesentlich atmungsaktiver und somit länger tragbar. Auch der Anpressdruck ist über längere Zeiträume angenehm und selbst bei größeren Köpfen ist der Bügel bequem zu tragen. Auch nach einem ganzen Nachmittag stellt sich keine Ermüdung auf den Ohren ein. Die Textilpolster sorgen für genügend Luftzirkulation. Dabei überzeugt auch die Fertigungsqualität. Nichts wackelt oder entwickelt eigene Geräusche. Auch das Snacken beim Fernsehen stellt mit dem Kopfhörer kein Problem das. Anders als bei In-Ears ist hier selbst während dem Essen der Sound klar und verständlich.

Die Polster mit Textilbezug sitzen angenehm am Kopf, sorgen aber nur für geringe Geräuschabschottung von außen.
Die Station bietet eine Reihe an Funktionen, die wir uns im Folgenden anschauen wollen. Sie dient nicht nur als Platz für die Aufbewahrung der Headphones. Zwischen den Kopfbügelpolstern findet sich ein Kontakt für die Stromversorgung. Sobald der Kopfhörer an der Station eingehängt wird, beginnt automatisch der Ladevorgang des Akkus. Alternativ kann der Kopfhörer auch über die USB-C Buchse an der Ohrmuschel geladen werden. Beides dauert maximal zweieinhalb Stunden bis wieder 100 Prozent erreicht sind. Zwei beschriftete LEDs an der Säule der Station geben Auskunft darüber ob der Kopfhörer eingeschaltet ist oder gerade noch aufgeladen wird. An der Rückseite der Bodenplatte finden wir die Anschlüsse für die Stromversorgung mittels beiliegendem USB-C-Netzkabel. Einen Aux-In für ein 3,5-Millimeter.Klinkenkabel sowie eine Toslink-Buchse. Mit einem Schalter kann zwischen dem digitalen und analogen Eingangssignal gewählt werden. Wir können also sogar zwei verschiedene Geräte anschließen zum Beispiel Fernseher und Computer.

Über den Kontakt an der Oberseite der Station wird der eingehängte Kopfhörer aufgeladen. Zwei LEDs geben dann Auskunft über Systemzustand und Akku.
Die Taste zum Durchschalten der Klangmodi ist auf der rechten Seite des kopfhörers angebracht. Ein circa zweisekündiges Gedrückthalten aktiviert den nächsten Modus. Eine unverkennbare Computer-Stimme informiert akustisch über den Wechsel. Dabei stehen drei Varianten zur Auswahl. Normal ist dem Namen entsprechend ein ausgeglichener, flacher Frequenzgang der vor allem während des üblichen TV-Programms oder beim Musikhören seinen Einsatz finden dürfte. Der zweite im Bunde ist Voice Clarifying. Auch hier ist der Name Programm. Besonders Stimmen werden hervorgehoben, Bässe und Höhen werden hingegen etwas reduziert um die Sprachverständlichkeit zu verbessern. Zuletzt gibt es noch den Full-Modus, bei dem Höhen und Bässe des Frequenzganges etwas verstärkt werden. Das soll einen etwas cineastischeren Eindruck mit sich bringen, der perfekt für Blockbuster oder Gaming ist. Da kommt schon erstaunlich viel Dampf aus den vierzig Millimeter Treibern, die Hama in den TV-Headphones verbaut hat.

Mit den Tasten an der Ohrmuschel lassen sich die Lautstärke regeln, der Klangmodus wechseln oder ein Gespräch annehmen.
Um den Akku nicht versehentlich leer laufen zu lassen, gehen die Hama TV-Headphones nach drei Minuten ohne Eingangssignal in den Stand-by. Anders herum erkennt die Station automatisch, ob ein Audio-Signal ankommt und erwacht binnen Sekunden. Eine gute Entscheidung, falls man den Kopfhörer zur Seite legt und nicht zum Aufladen auf die Station hängt. Sofern kein Audio-Signal an der Station eingeht, verbindet er sich erstmal wieder mit dem letzten Sender. Mit circa 16 Stunden Akkulaufzeit ist der 380-mAh-Akku in der Lage, einige Tage ohne neue Energie durchzuhalten. Es besteht also keine Gefahr, dass dem Kopfhörer mitten in einer spannenden Sendung der Saft ausgeht. Hängt man ihn in der Station ein ein, schaltet er sich automatisch ab und der Ladevorgang beginnt. Eine rot leuchtende LED bestätigt dies unübersehbar. Sobald man den Probanden wieder von der Station abnimmt schaltet er sich automatisch im zuletzt verwendeten Modus ein.

Nimmt man den Kopfhörer von der Station, schaltet er sich automatisch ein und wählt die zuletzt genutzte Übertragungsart.
Der Standardmodus passt im Grunde zu allem. Der ausgeglichene Frequenzgang sort für einen angenehm abgerollten Tiefenbereich, unaufgeregte Mitten und transparente Höhen. Ein ordentlicher Grundsound der, genau wie die Kopfhörer, sehr komfortabel ist und auch nach längerer Zeit keine Ermüdungserscheinungen erzeugt. Auch nach mehreren Folgen Avatar macht das Schauen Spaß und der Kopfhörer einen guten Job. Als nächstes schaue ich mir eine Folge Brooklyn 99 im O-Ton an. Der Voice Claryfing Modus hebt die Frequenzbereiche die typisch für die menschliche Stimme sind an und senkt den Rest etwas ab. Das klingt für zwei Sekunden ungewohnt, aber macht die Stimmen doch um einiges verständlicher. Vor allem wenn wie bei O-Ton üblich auch etwas mehr Nebengeräusche auf der Mitte sind, kann das die Verständlichkeit erleichtern. Besonders für Menschen, bei denen die Ohren nicht mehr ganz so mitspielen, findet sich hier ein Modus der es wert ist ausprobiert zu werden.

Die verbauten 40-Millimeter-Treiber verleihen dem TV-Kopfhörer einen angenehm ausgeglichenen Klangcharakter.
Ich wandere ein bisschen durch die Wohnung um die Stabilität der Verbindung zu testen. Laut Datenblatt beträgt diese zehn Meter. Im freien würde die Funkverbindung wesentlich weiter reichen. Aber sobald sich eine Wand zwischen Sender und Kopfhörer befindet, reduziert sich der Radius. Die Angabe würde ich so unterschreiben. Ein Zimmer weiter höre ich noch alles, ab dem nächsten kommen Unterbrechungen hinzu. Aber im Gegensatz zu Bluetooth reisst beim Funk die Verbindung nicht komplett ab wenn man sich etwas entfernt. Sobald ich dem Sender wieder näher komme, bessert sich die Übertragung unverzüglich. Apropos Vorteile gegenüber Bluetooth: Die Synchronisation von Bild und Ton ist wirklich hervorragend. Selbst beim kabelgebundenen Betrieb via Klinkenkabel, den der Kopfhörer auch zulässt, merke ich keinen wirklichen Unterschied. Ein Aufladen während des Betriebs ist leider nicht möglich. Vor dem Versuch wird in der Betriebsanleitung auch ausdrücklich gewarnt. Also am besten stets über die Station aufladen.
Mit dem Full-Modus kommt etwas mehr Bombast in den Gehörgang. Die Badewannen-Kurve mit angehobenen Höhen und Tiefen macht den Sound um einiges aufregender und lebendiger. Dieser Modus bietet sich daher vor allem für Filme und Gaming an. Ob die Dinos in Jurassic Park oder sirrende Laserschwerter und Blasterschüsse im Krieg der Sterne: Hier scheppert es angemessen auf den Kopfhörern und der ganz private Blockbuster-Abend kann stattfinden ohne, dass man einen Disput mit den Nachbarn oder dem Partner riskiert. Musikhören macht hier auch ordentlich Laune. Vor allem modernere Musik, die ohnehin mit mehr Bombast im Fundament und klaren Höhen daher kommt überzeugt. In Verbindung mit dem Bluetooth-Modus macht der Kopfhörer im Park beim Joggen oder Entspannen einen sehr guten Eindruck. Die passive Geräuschdämpfung lässt einen in die Musik eintauchen, lässt aber noch genug Außengeräusche durch, um einen nicht komplett vom Geschehen um einen herum abzukapseln.

Unterwegs und mit dem Smartphone gekoppelt, lässt sich mit dem TV-Kopfhörer auch Musik hören oder sogar telefonieren.
Die Hama TV-Headphones mit Station sind ein paar tolle Kopfhörer für das entspannte Fernsehen zu Hause. Mit ihnen lassen sich in Ruhe Serien oder Filme nach eigenem Gusto schauen, ohne das andere gestört werden. Dank der zusätzlichen Bluetooth-Funktion lassen sich die Kopfhörer aber auch gut mit Smartphone und Co. kombinieren. Zusammen mit der praktischen Station bietet Hama hier ein Paket an, dass für unterschiedliche Nutzer interessant sein durfte. Mit drei Klangmodi ist auch für etwas Abwechslung im Klang, für mehr Bombast oder bessere Sprachverständlichkeit gesorgt. Sowohl funktional als auch stilistisch dürfte sich der Testkandidat am Fernseher im Jugendzimmer dann genauso wohl fühlen, wie auf dem TV-Schränkchen der Großeltern. Mit 16 Stunden Akkulaufzeit, einem angenehmen Tragekomfort und kinderleichter Einrichtung ist der Hama TV-Kopfhörer eine überaus praktische Alltagslösung für Fernsehen und Musik.
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