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Matrix Audio TS-1 – Vielseitigkeit trifft Bedienkomfort

Дата публикации: 28-06-2026 16:00:24

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Der kompakte TS-1 von Matrix Audio ist in erster Line ein Streaming-DAC, doch er kann deutlich mehr. Mit gut gewählten Anschlussmöglichkeiten und praktischen Funktionen, rückt er ins Zentrum jeder Anlage. Dabei überzeugt er außerdem mit seinem modernen Design und einer exzellenten Bedienbarkeit.

Kompakt und stylisch gibt sich der Matrix Audio TS-1. Perfekt für moderne Anlagenkonzepte.

China, als Land mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern, hat dutzende Millionenstädte, von denen man im Westen noch nie gehört. Xi’an hingegen sollte zumindest kulturinteressierten Europäern etwas sagen, allein schon wegen der weltberühmten Terrakottaarmee, die man hier fand. Für Musikfans gibt es nun vielleicht noch einen weiteren Grund, sich die zentralchinesische Stadt zu merken: Xi’an ist auch die Heimat von Matrix Audio, die sich moderne, hochwertige Streamingsysteme zu Herzen genommen haben. Drei Schulfreunde, die bereits im Studium eigene DACs entwickelten, entschieden sich nach ihrem Abschluss professionell in das anspruchsvolle Feld der damals noch recht neuen digitalen Audiowiedergabe einzusteigen. Zwanzig Jahre später werden bei Matrix Audio Geräte vollständig in-house entwickelt, so dass Hardware, Software und App zu einer echten Einheit werden können. So auch der Streaming-DAC TS-1. Im modernen Kompaktformat soll er sowohl in schlanken Aktiv-Setups, wie auch in größeren Ketten, oder per Kopfhörer am Schreibtisch überzeugen können.

Die Öffnungen im Gehäuse sorgen neben einer coolen Optik auch für einen realen thermischen Ausgleich. Trotz Touchscreen und App legt Matrix Audio außerdem eine Fernbedienung bei.

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Hingucker

28 Zentimeter ist die Front des TS-1 breit, wobei ein großzügiger Touchscreen hier den Großteil der Fläche einnimmt. Der Rest des acht Zentimeter hohen und 21 Zentimeter tiefen Gehäuses ist dann in feines, CNC-gefrästes Aluminium gekleidet. Seiten und Teile des Deckels sind dabei mit einigen runden Kühlöffnungen versehen. Diese besitzen unterschiedliche Größen und manche Löcher sind lediglich angedeutet, was zu einem sehr modernen Design führt. Das dezent auf der Oberseite eingefräste Firmenlogo trägt seinen Teil dazu bei und man muss wirklich sagen, dass der TS-1 einen absolut hervorragenden optischen Eindruck macht. Alle Teile sind wunderbar verarbeitet und zusammengesetzt. Das Gehäuse ist solide, fühlt sich toll an und der Streaming-DAC besitzt eine schöne Wertigkeit, die seinem Preis absolut angemessen ist. Dank seiner stylischen Optik, bei dem das Display natürlich die Augen auf sich zieht, lässt er sich ideal als Kernstück für schlanke Anlagenkonzepte einsetzen.

Während der Wiedergabe zeigt der Bildschirm Cover, Metadaten und Wiedergabefunktionen an. Er lässt sich aber auch für die Navigation druch diverse Menüs verwenden.

An alles gedacht

Auch technisch bietet sich die Kombination mit einem Paar Aktivlautsprechern beim TS-1 durchaus an. Das Gerät fungiert als Quelle für lokale Wiedergabe und Onlinedienste und verfügt zusätzlich über Anschlüsse für externe Quellen wie Smart-TVs oder sogar analoge Geräte. Der interne DAC liefert HiRes-Kompatibilität und auch eine Lautstärkeregelung ist hier gleich mit an Bord. Trotz App als zentralem Steuerelement legt Matrix Audio sogar eine Fernbedienung bei. Als Ausgang werden sowohl Cinch als auch XLR geboten. So lässt sich der kleine Streamer mit allen Arten von Aktivlautsprechern, Vollverstärkern oder Endstufen nutzen. Dank frontseitiger Kopfhörerausgänge für 6,3-Millimeter- und 4,4-Millimeter-Klinken, kommen selbst Headfiler auf ihre Kosten. Maximale Flexibilität ist also geboten, doch es geht noch weiter. Rüstet man den Streamer mit einer NVMe SSD aus, die in einem Fach an der Unterseite installiert wird, kann er sogar als Musikserver dienen und mit angeschlossenen USB-Laufwerken sogar CDs Rippen.

In einem kleinen Fach an der Unterseite können SSDs mit bis zu 8 Terabyte Speicher eingesetzt werden. Gespeicherte Musik stellt der TS-1 dann auch anderen Geräten im Netzwerk zur Verfügung.

Hausgemacht

Diese Vielfalt an Möglichkeiten wird durch die von Matrix Audio selbst entwickelte MA Player Plattform ermöglicht. Sie bietet die angesprochenen Serverfunktionen, ebenso wie die Wiedergabe von USB und natürlich das lokale Streaming über UPnP/ DNLA. Dazu sind auch gleich verschiedene Streamingdienste in das System integriert, so dass sich die eigene Musiksammlung problemlos mit Onlineinhalten kombinieren lässt. Mit dabei sind Qobuz, Tidal, Highresaudio und Apple Music, ebenso wie dir Radiodienste vTuner, Radio Paradise und FM Radio. Spotify, Qobuz und Tidal können außerdem per Connect Funktion mit ihren jeweiligen Apps verwendet werden. Darüber hin aus erlaubt der TS-1 auch das Streamen per AirPlay und ist sowohl mit roon, wie auch mit Audirvana kompatibel. Die Netzwerkverbindung kann per Ethernetkabel oder WLAN erfolgen. Dazu befinden sich auf der Rückseite ein USB-B- und zwei USB-A-Ports, ein HDMI-Eingang mit ARC, je ein optischer und ein koaxialer Digitaleingang, sowie ein analoger Cinch-Input.

Während an den USB-Ports Speicher oder Laufwerke direkt genutzt werden können, erlauben HDMI und der Cinch-Eingang eine zusätzliche Erweiterung des Systems um Fernseher oder analoge Quellen. Ein Sub-Out macht den TS-1 dann auch für 2.1-Anwendungen interessant.

Kompakte Kompetenz

Obwohl der TS-1 eher kompakt gehalten ist, bedient sich Matrix Audio Konstruktionsprinzipien großer High End Systeme. Dazu gehört die konsequente Trennung der digitalen und der analogen Gerätesektionen, die hier übereinander verbaut werden. Die Signalpfade sind dabei durchweg symmetrisch aufgebaut und für die D/A-Wandlung werden zwei kanalgetrennte Chips genutzt. Matrix setzt dabei auf die musikalische Kompetenz von AKM und verbaut zwei AK4493SEQ DACs, die PCM mit bis zu 768 Kilohertz bei 32 Bit und DSD bis 22,6 Megahertz bei einem Bit verarbeiten können. So sieht HiRes-Expertise aus. Kontrolliert wird das alles von zwei separaten Clocks für die beiden Frequenzvielfachen, die jeweils eine Genauigkeit im Femtosekundenbereich aufweisen. Das kleine Gehäuse führt allerdings auch dazu, dass für ein großes Linearnetzteil kein Platz ist. Die Lösung bietet der Hersteller aber in Form eines zusätzlichen Anschlusses für externe Netzteile, die das interne Schaltnetzteil umgehen können.

Mit einem zusätzlichen Linearnetzteil wie dem Sbooster BOTW Mk II, das vom Vertrieb auch im Bundle mit dem Streaming-DAC angeboten wird, lässt sich die Performance der leistungsstarken Hardware nochmals steigern.

Schaufenster

Für die Ersteinrichtung des TS-1 bietet sich natürlich der große Touchscreen an. Ist der Streamer einmal mit Strom versorgt, kann es also gleich losgehen. Nach einer zugegeben etwas längeren Boot-Phase startet man direkt im Wiedergabemenü. Mit einem Tippen auf das bekannte Zahnrad kann dann das Hauptmenü aufgerufen werden, in dem sich auch die Netzwerkeinstellungen vornehmen lassen. Momentan ist die Software leider nur in Englisch und Chinesisch verfügbar. Matrix Audio arbeitet aber gerade mit dem deutschen Vertrieb zusammen, um bald auch eine deutsche Übersetzung der Plattform anbieten zu können. Ist eine SSD eingebaut, lässt sich diese im Menü direkt initialisieren. Für die meisten Funktionen muss dann aber überraschenderweise die App herhalten. Hier dürfte Matrix Audio seinen Screen gerne noch besser ausnutzen. Vor allem, da der TS-1 dank gut dimensionierter Schaltflächen, schneller Reaktionen, nettem Interface und sogar akustischem und haptischem Feedback, eine wirklich tolle Nutzererfahrung bietet.

Mit dem Touchscreen lässt sich der TS-1 klasse bedienen. Leider ist die Funktionalität bisher ein wenig eingeschränkt.

Arbeitstier

Glücklicherweise ist auch die kostenlose MA Remote App sowohl schlüssig aufgebaut, nett gestaltet und steht dem Gerätesystem in Sachen Reaktionsschnelligkeit und Stabilität in nichts nach. Auch hier muss man zur Zeit aber noch mit der englischen Version vorlieb nehmen. Wie bereits erwähnt entwickelt Matrix Audio seine Software vollständig selbst und greift, anders als viele andere Hersteller, nicht auf fertige Plattformen externer Anbieter zurück. Umso schöner ist es zu sehen, dass Gerät und App eine so hohe Qualität aufweisen. Außerdem kann Matrix Audio so deutlich schneller und gezielter neue Funktionen liefern, oder Probleme beheben. Über das einblendbare Seitenmenü gelangt man also in die Bibliotheksauswahl, wo sich lokale Server hinzufügen lassen und man sich bei seinen genutzten Onlinediensten einloggen kann. Im Einstellungsmenü findet man dann auch zahlreiche Möglichkeiten weitere Geräteeinstellungen bezüglich System und Signalverarbeitung vorzunehmen. Als erstes sollte man hier die Gapless-Wiedergabe einschalten.

Über das Seitenmenü gelangt man zur Serverwahl, der Musikauswahl, den Einstellungen oder auch zusätzlichen Funktionen.

Fließende Bedienung

Die Auswahl von Musik ist dann eine Funktion, die ebenfalls nur in der App möglich ist. Gut also, dass auch dies von den Entwicklern angenehm umgesetzt wurde. Eingelesene Musik kann nach verschiedenen Kriterien angeordnet werden. Auch die Größe der dargestellten Cover lässt sich ändern, dazu erlaubt eine Filterfunktion das Sortieren nach Dingen wie Dateiformat, Bittiefe, Label oder Sprache. Ebenfalls positiv zu erwähnen ist die Suchfunktion. Gibt man einen Begriff ein, lassen sich Ergebnisse anschließend ebenfalls Filtern. Mit einem Tippen auf den passenden Button können außerdem auch die gekoppelten Streamingdienste direkt in der gleichen Suchmaske durchstöbert werden. So soll das sein. Bei der Auswahl von Musik lässt sich außerdem stets festlegen, ob man Album oder Track sofort, als nächstes, oder nach den anderen Titeln in der Warteschlange hören will. Das mag nach Kleinigkeiten klingen, doch so gestaltet sich die Bedienung einfach sehr komfortabel.

Klare Aufteilung, Möglichkeiten für individuelle Anpassungen und eine gut funktionierende Suche erlauben das schnelle Auffinden jedes gewünschten Tracks.

Matrix Audio TS-1 – Bedienung wie aus dem Bilderbuch

Auch bei der Kontrolle der Wiedergabe selbst hat Matrix Audio an alles wichtige gedacht. Der laufende Titel und einige Grundfunktionen sind immer in einer Leiste am unteren Bildschirmrand verfügbar. Dazu ist der Wiedergabebildschirm übersichtlich, bietet zusätzlich Zugriff auf zuletzt gespielte Titel und auch das Management der Warteschlange ist dank Drag-und-Drop-Funktionen wunderbar intuitiv umgesetzt. Wer bereits andere Streaming-Apps verwendet hat, findet sich in der MA Remote App also blitzschnell zurecht und selbst Einsteiger werden hier ebenfalls flott den Dreh raus haben. Und selbst wenn nicht, bietet die App unter dem Menüpunkt „Discovery“ auch Videotutorials und Anleitungen für viele Funktionen von Gerät und App. Hier darf sich so mancher Hersteller gerne eine Scheibe abschneiden. Schlussendlich muss der TS-1 aber auch klanglich überzeugen. Unser Testgerät wird dazu mit Vollverstärker und Standlautsprechern verbunden. Dafür wird die interne Lautstärkekontrolle im Menü abgeschaltet.

Wiedergabesteuerung und Playlistmanagement sind in der App gut umgesetzt.

Mit Größe und Feingefühl

Los geht es mit dem „Kingdom Come: Deliverance II“ Soundtrack aus der Feder von Jan Valta und Adam Sporka. Hier legt der TS-1 eine wirklich schöne Transparenz an den Tag, die den Stücken exzellent zu Gesicht steht. Gerade bei den größeren Orchesterarrangements bleiben so auch die feinen Töne von kleinen Glocken, Triangeln und Schellen erhalten. Auch das plastische Schwingen gezupfter Harfensaiten kann sich so gegen die Macht von Streichern und Blechbläsern behaupten. Dazu sorgt der Streaming-DAC für eine tolle Dynamik. Das gilt sowohl für kräftige Fanfaren und Trommelstöße, als auch für Feinheiten bei kleinen Percussions. Während die Trommeln und Pauken dann ein solides Bassfundament legen, dass sich nicht zu weit in den Vordergrund drängt, wird es im Hochton gelegentlich ein wenig spitz. Und das, obwohl das standardmäßig aktivierte „Mellow“ Filter greift, das prinzipiell für eine eher weiche Wiedergabe sorgt.

Auf Wunsch kann das Display auch simulierte VU-Meter darstellen. Zwei unterschiedliche Varianten gibt es hier zur Auswahl.

Welcher Klang darf’s sein?

Insgesamt sechs unterschiedliche Filtereinstellungen stehen beim TS-1 zur Auswahl. Diese richten sich, ihren Beschreibungen nach zu Urteilen, an verschiedene Genres, doch letztlich entscheidet schlicht die Hörgewohnheit. Da es keine „Neutral“ Einstellung gibt, wähle ich stattdessen den „Dynamic“ Modus, der meinem Geschmack am ehesten entgegenkommt. Die Wahl stellt sich für mich letztlich als richtig heraus. Beim eher tragenden „Semine Theme“ agiert der TS-1 so mit Körper bei den Bläsern, lässt aber Raum für die Feinheiten von Tamburin und Glockenspiel. Gerade das schöne Timbre der mittelalterlichen Instrumente überzeugt dabei. Ob metallisches Klingen der Schellen, das Quäken der Rauschpfeifen oder die handgeschlagenen Trommeln, alles erhält ein natürlich wirkendes Timbre. Beim eher flotten „Giardini Estivi“ überzeugt außerdem das konturierte Spiel der Lauten, bei dem jeder Griff in die Saiten mit vollem Körper und schöner Dynamik umgesetzt wird. Dazu gefällt erneut die gute Durchhörbarkeit des TS-1.

Sechs unterschiedliche Filter werden vom System geboten. Diese können jederzeit unkompliziert gewechselt werden.

Power-Play

Bei der Tour durch unsere Musiksammlung versteht es der Streaming-DAC gut, genreübergreifend mitzunehmen. Bei Modern Bluegrass und Rock bietet er straffe Banjos und Gitarren. Bei Bassdrums und Schlagzeugen liefert er punchige Einsätze mit gutem Druck, während die runden Basslines einen lässigen Flow entwickeln. Stimmen aller Lagen präsentiert der TS-1 ebenfalls stets klar und charismatisch. Dabei projiziert er die Vocals schön nach vorne. Bei Billie Eilishs „No Time To Die“ kombiniert der Streaming-DAC stimmig die leisen Klavierpassagen mit den ätherischen Klängen einer Celesta und den sich kernig nach vorne rollenden Trommeln. Auch hier kommt dabei die schöne Feindynamik und die wirklich gute Transparenz des Streamers zum Tragen. Mit dem Anschluss eines Sbooster BOTW Mk II Linearnetzteils, steigert sich der TS-1 sogar nochmals. Die Bühne öffnet sich merklich und rückt weiter nach vorn, während Konturen nochmals leicht gestrafft werden. Eine unkomplizierte Art des Upgrades, für ein bereits tolles Gerät.

Klangstark, vielseitig und dabei dennoch leicht zu bedienen, bietet der TS-1 tolle Streaming-Erlebnisse.

Fazit

Der Matrix Audio TS-1 verdient sich mit seinem großen Funktionsumfang mit einer wirklich exzellenten Bedienbarkeit einen Platz in jeder Anlage. Seine Streamingplattform verbindet nahtlos lokale Musik und Onlineinhalte miteinander und ausgestattet mit einer Festplatte agiert er sogar als vollwertiger Musikserver. Dank gut gewählten Anschlüssen eignet er sich außerdem für die Einbindung von Fernseher oder Laptop und er kann sowohl mit jeder Art von Verstärker oder Aktivlautsprecher, wie auch mit hochwertigen Kopfhörern genutzt werden. Per App oder Touchscreen lässt er sich sehr einfach und bequem bedienen, auch wenn das Display in der Front gerne noch mehr Funktionen unterstützen könnte. Seine Kombination von großem Bildschirm und stylischem Aluminiumgehäuse sieht dafür wirklich super aus. Klanglich überzeugt er mit seiner transparenten, dynamischen und plastischen Spielweise, wobei sich mit einem externen Netzteil sogar noch sehr leicht eine zusätzliche Performancesteigerung erreichen lässt. Damit ist der Matrix Audio TS-1 ein prall geschnürtes HiRes-Gesamtpaket.

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